VG-Wort Pixel

Hausmittel gegen Schuppenflechte 7 effektive Tipps

Hausmittel gegen Schuppenflechte: Frau kratzt sich am Arm
© goffkein.pro / Shutterstock
Die Schuppenflechte sorgt für entzündete Haut und Juckreiz. Welche Hausmittel gegen die Schuppenflechte helfen, erfährst du hier.

Was ist Schuppenflechte?

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hautkrankheit, die erblich veranlagt auftritt. Die Betroffenen verspüren dabei meist einen Juckreiz auf der Haut und haben oft das Gefühl, die Beschwerden mehrfach am Tag eincremen zu müssen.

Es wird zwischen Psoriasis Typ 1 (tritt vor dem 40. Lebensjahr auf) und Psoriasis Typ 2 (erst ab dem 50. bis 60. Lebensjahr) unterschieden. Dabei verläuft die Krankheit Schuppenflechte meistens in Schüben, in denen sich die Symptome (z. B. Juckreiz) verstärkt zeigen. Dazwischen gibt es immer wieder Phasen, in denen die Psoriasis kaum auftritt.

Hausmittel gegen Schuppenflechte: Symptome 

Folgende Symptome können bei Schuppenflechte auftreten:

  • gerötete, entzündete Hautareale
  • glänzende Schuppen, vor allem an Ellbogen, Schienbeinen sowie der Kopfhaut
  • Juckreiz
  • Schwellungen der Gelenke (Psoriasis-Arthritis)
  • eitrige Pusteln an Fuß- und Handflächen (Psoriasis pustulosa)

Hausmittel gegen Schuppenflechte: Ursachen 

Folgende Ursachen kann eine Schuppenflechte haben:

  • genetische Veranlagung
  • Infektionen
  • Verletzungen
  • Stoffwechselstörungen/Schwankungen der Hormone
  • Alkohol/schlechte Ernährung
  • Übergewicht
  • psychische Probleme

Hausmittel gegen Schuppenflechte können helfen

Eine vollständige Heilung ist nicht möglich. Es gibt jedoch Möglichkeiten der Therapie, um Betroffenen zu helfen, die Beschwerden zu lindern. Wir stellen dir die besten Hausmittel vor und verraten, wie sie aufgetragen werden.

Die 7 besten Hausmittel gegen Schuppenflechte

Folgende Hausmittel gegen Schuppenflechte können die Symptome lindern:

  1. Cremes und Öle: Haut, die mit Schuppen zersetzt ist, benötigt Feuchtigkeit. Dazu eignen sich neben Cremes vor allem Öle. Mandelöl zieht langsam ein und beruhigt entzündete Hautstellen. Aber auch Hanföl, Traubenkernöl oder etwa Schwarzkümmelöl können sich positiv auswirken. Viele Öle bekommst du auch als Cremes zur Pflege der Haut. Setze am besten auf naturbelassene Produkte.
  2. Apfelessig: Apfelessig wird schon seit langer Zeit bei Hautirritationen, wie sie bei Schuppenflechte üblich sind, eingesetzt. Mische 250 Milliliter Apfelessig mit 3,75 Liter Wasser und trage diese Mischung mit einem Baumwolltuch auf die Haut auf. So sollen sowohl der Juckreiz vergehen als auch die Haut geheilt werden.
  3. Kühlen: Gerade wenn du unter einem starken Juckreiz der Schuppenflechte leidest, kommen kühlende Maßnahmen in Frage. Dazu zählen Umschläge mit kaltem Wasser, Eiswürfeln oder Schwarztee. Auch das Duschen oder Baden mit kaltem Wasser kann die Schuppen bzw. den Juckreiz vertreiben. Du solltest jedoch nicht zu lange unter kaltes Wasser gehen.
  4. Salzbad: Durch ein Salzbad lösen sich die bei Schuppenflechte klassischen Schuppen etwas leichter und gestresste Haut wird beruhigt. Zum Glück muss man dafür nicht ans Tote Meer fahren – ein Salzbad lässt sich auch zu Hause mit einer Badewanne durchführen. Dafür sollte die Wanne mit Warmwasser volllaufen, anschließend wird etwa ein Kilo Meersalz dazugegeben. Dieses Hausmittel gegen Schuppenflechte ist aber nur ab und an zu empfehlen: Bei  häufigen Bädern oder einer Dusche über 35 Grad Celsius kann die natürliche Fettschicht der Haut angegriffen werden. Nach dem Salzbad sollte man sich außerdem unbedingt einölen, weil die Haut nun zur Trockenheit neigt.
  5. Entspannung: Psychische Belastungen können Infektionen fördern, die letztlich das Immunsystem angreifen und die Schuppenflechte befeuern können. Wer also stark unter Stress leidet, sollte auch die Pflege der inneren Gesundheit fördern, indem er sich um das Wohlbefinden kümmert. Dazu eignen sich zum Beispiel Yoga, Entspannungstechniken oder Meditation (siehe Meditation lernen).
  6. Aloe Vera: Aloe Vera ist als Heilpflanze bekannt dafür, Entzündungen auf der Haut einzudämmen und diese zu beruhigen. Am einfachsten kauft man hierzu ein Aloe Vera Gel aus der Apotheke, man kann aber auch die Blätter einer Pflanze aufschneiden und auf die betroffenen Hautstellen legen.
  7. Ernährung: Die Schuppenflechte gehört zu den Autoimmunkrankheiten – das bedeutet, das Immunsystem reagiert mit Überreaktionen (in diesem Fall Entzündungen auf der Haut) auf eigentlich harmlose Stoffe. Bei Schuppenflechte sollte man daher auf eine Ernährung setzen, die Entzündungen im Körper nicht zusätzlich befeuert. Omega-6 Fettsäuren (z. B. in Fleisch oder tierischem Fett) beispielsweise fördern Botenstoffe, auf die das Immunsystem reagiert, deshalb sollte man entsprechende Lebensmittel eher seltener essen. Besser: Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Fischen, Nüssen und Samen), denn diese hemmen Entzündungen im Körper. Dazu passend belegt beispielsweise eine Studie, dass die Mittelmeerdiät die Beschwerden bei Schuppenflechte hemmen kann. Für den Aufbau von gesunder Haut sind außerdem B-Vitamine wichtig, die sich beispielsweise in Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten befinden.

Schuppenflechte am Kopf: Anwendung von Olivenöl

Unsere Kopfhaut ist besonders sensibel. Wer Schuppenflechte am Kopf hat, sollte daher auch auf milde Hausmittel setzen: Hier kommen beispielsweise Kokosöl oder Olivenöl infrage. Die Öle werden vorsichtig auf die betroffenen Stellen aufgetragen und sollten für etwa 20 Minuten einwirken. Anschließend werden sie mit klarem Wasser gründlich abgespült. Diese Hausmittel gegen Schuppenflechte kann man mehrmals pro Woche anwenden. Generell ist außerdem wichtig, gerade bei Schuppenflechte am Kopf auf naturbelassene Produkte ohne Zusatzstoffe zu setzen – hier hilft ein Blick auf die Verpackung.

Behandlung beim Arzt

Nicht in jedem Fall können Hausmittel gegen Schuppenflechte helfen. Wenn bei dir eine Schuppenflechte auftritt, solltest du generell gemeinsam mit dem Arzt die Möglichkeiten der Behandlung ausloten.

Neben den vorgestellten Hausmitteln gibt es auch Medikamente, die das Immunsystem hemmen. Diese werden aber erst bei einem bestimmten Schweregrad der Schuppen eingesetzt. Auch innovative Methoden wie eine Photo- oder Klimatherapie sind denkbar.

Zahnschmerzen? Welche Hausmittel gegen Zahnschmerzen helfen, erfährst du hier. Zudem verraten wir dir, welche Wirkung Ginseng entfacht und welche  Hausmittel gegen Nesselsucht helfen.

Wenn du dich mit anderen über Beschwerden und weitere Themen zur Gesundheit austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Quellen

Bueß-Kovács, H: Neurodermitis und Schuppenflechte behandeln. Die Therapie natürlich unterstützen. Schlütersche, 2. Edition, 2014

Jänicke, C. & Grünwald, J.: Alternativ heilen, Gräfe und Unzer Verlag, 2006 

Krist, S. Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Springer-Verlag, 2. Auflage, 2013

S3 Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris, unter www.awmf.org


Mehr zum Thema