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Hausmittel gegen Ohrenschmerzen Was hilft wirklich?

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen: Frau hält Hand ans Ohr
© ANN PATCHANAN / Shutterstock
Ohrenschmerzen können verdammt lästig und langwierig sein. Welche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen wirklich etwas bewirken, erfährst du hier.

Woher kommen meine Ohrenschmerzen?

Ohrenschmerzen können sich auf verschiedene Weisen bemerkbar machen: Sie können stechen, drücken, brennen, ziehen und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Das Ohr ist ein sehr empfindliches und vielschichtiges Organ. Bei einer Entzündung im Gehörgang, zum Beispiel der gerade bei Kindern weit verbreiteten Mittelohrentzündung, ist es mit einem Hausmittel gegen Ohrenschmerzen nicht getan. Die Beschwerden im Ohr können ihre Ursachen jedoch auch in ganz anderen Erkrankungen haben, die vom Rachen, den Mandeln, Zähnen oder auch dem Kiefer ausgehen können.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen: 5 praktische Helfer

Folgende Hausmittel gegen Ohrenschmerzen können helfen:

  1. Zwiebeln: Gegen Entzündungen bei Ohrenschmerzen ist die Zwiebel als antibakterielle Pflanze eine gute Hilfe. Zwiebeln, die als Zwiebelsäckchen eingesetzt werden, können das schmerzende Ohr beruhigen. Schneide dafür eine Zwiebel klein und erhitze sie ohne Zufuhr von Öl. Jetzt wickelst du die Zwiebel in ein Tuch ein und drückst sie etwas zusammen, sodass der Saft herauskommt. Halte nun das warme Zwiebelsäckchen (es sollte nicht zu heiß sein!) an dein Ohr. Du kannst eine Mütze verwenden, um das Tuch am Ohr zu stabilisieren. Das Zwiebelsäckchen lässt du ungefähr 30 Minuten am Ohr. Die Wärme und die ätherischen Öle der Zwiebel lindern deine Ohrenschmerzen.
  2. Knoblauch: Ähnlich wie die Zwiebel ist Knoblauch ein gutes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen, weil er antibakteriell wirkt. Man kann den Knoblauch kleinschneiden, kurz erhitzen und in ein Tuch wickeln, welches dann gegen das Ohr gelegt wird. Alternativ kann man den Saft aus den Knoblauchzehen auspressen und das Tuch damit beträufeln.
  3. Wärme: Nicht nur mit Zwiebeln kannst du dein Ohr bei der Heilung unterstützen, auch Wärme generell kann gegen Ohrenschmerzen helfen. Scheue dich also nicht, auch in der Wohnung mal eine Mütze zu tragen. Es kann auch helfen, wenn du dir ein Kirschkernkissen aufwärmst und an dein Ohr hältst. Pass jedoch auf, dass die Ohren nicht zu heiß werden – du solltest dabei ein angenehmes Gefühl haben.
  4. Ausruhen: Sicherlich der Klassiker und oft nicht gern gehörte Rat bei Beschwerden: Schlafen und Ruhe! Dein Körper braucht jetzt Kraft und Energie, um gegen die Symptome der Ohrenschmerzen anzugehen. Wenn du ihn also zusätzlich belastest, kann dass die Ohrenschmerzen weiter verstärken und das Immunsystem kann nicht richtig arbeiten. Achte auch darauf, genug zu trinken, da der Körper viel Flüssigkeit verliert. 
  5. Kamille: Die Heilpflanze Kamille ist super, wenn es darum geht, Schmerzen zu lindern. Gerade bei einer nicht so starken Mittelohrentzündung kannst du dir ein Kamillendampfbad gönnen. Dafür solltest du zwei bis drei Esslöffel Kamillenblüten in heißes Wasser geben und fünf Minuten ziehen lassen. Jetzt hältst du dein Ohr für ein paar Minuten über den Dampf des Wassers. Alternativ kannst du Kamille auch zum Inhalieren benutzen.

Wann muss ich mit Ohrenschmerzen zum Arzt?

Generell gilt: Wenn du starke oder dauerhafte Schmerzen am Ohr spürst oder andere Symptome wie Fieber dazu kommen, konsultiere einen Arzt für die Behandlung. Nur der Arzt kann dir sagen, welche Schritte jetzt helfen. Sollte sich dann herausstellen, dass die Ohrenschmerzen harmlose Ursachen haben, kannst du dir immer noch unsere empfohlenen Hausmittel gegen Ohrenschmerzen zu Gemüte führen.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen: So beugst du vor

Damit du gar nicht erst auf Hausmittel gegen Ohrenschmerzen zurückgreifen musst, achtest du am besten darauf, Ohrenschmerzen bestmöglich vorzubeugen. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Zugluft meiden
  • Mütze tragen bei kalten Temperaturen
  • Ohrenstöpsel regelmäßig wechseln

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Wenn du dich mit anderen über Ohrenschmerzen und/oder gute Hausmittel unterhalten möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

Quellen

Jänicke, C. & Grünwald, J.: Alternativ heilen, Gräfe und Unzer Verlag, 2006

Bachmann, S.; Längler, A.: Hausmittel in der modernen Medizin, Urban und Fischer, München 2005

Bühring, U. et al.: Heilpflanzen in der Kinderheilkunde, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2012


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