VG-Wort Pixel

Schwarzkümmelöl gegen Zecken Wie gut ist das Hausmittel?

Schwarzkümmelöl gegen Zecken: Schwarzkümmel
© Halil ibrahim mescioglu / Shutterstock
Schwarzkümmelöl gegen Zecken – kann uns dieses Hausmittel wirklich vor den kleinen Parasiten schützen? Und was hilft uns sonst noch? Hier erfährst du es!

Zecken: Klein, aber gefährlich

Sobald es warm wird, wollen Mensch und Tier durch Wald und Wiesen streifen – doch lästige Zecken können uns den vergnüglichen Ausflug verderben. Wie schützt man sich am besten vor den kleinen Parasiten, die gefährliche Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen können? Neben Kokosöl gegen Zecken schwören einige Menschen im Netz auch auf Schwarzkümmelöl gegen Zecken. Dass das Hausmittel helfen soll, entdeckte ein Schüler aus Regensburg.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken – und der Hund war geschützt

Der bayerische Gymnasiast Alexander Betz stieß im Jahr 2014 zufällig auf die Wirkung von Schwarzkümmelöl gegen Zecken. Sein Hund Filou benötigte aufgrund einer Allergie spezielles Futter, dem das Öl beigemischt war. Damit ließen nicht nur die allergischen Beschwerden nach – auch die Zecken ließen den Hund fortan in Ruhe.

Daraufhin startete der Schüler einen Versuch: Mit einem schweißgetränkten Handtuch sammelte er auf Wiesen 30 Zecken ein und testete, wie sie auf Schweiß und Schweineblut reagierten. Das Ergebnis verriet er dem "Weser Kurier": "Sobald Blut oder Schweiß mit Schwarzkümmelöl versetzt waren, mieden die Zecken das Präparat." Der Schüler konnte daraus schließen, dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken hilft, weil der Geruch des Öls die Tiere abschreckt. Für seine Entdeckung erhielt Alexander Betz einen Preis von "Jugend forscht".

Was ist Schwarzkümmelöl überhaupt?

Schon im alten Ägypten wurde Schwarzkümmelöl eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt – daher wurden sogar Pharaonen damit behandelt. Das Öl wird aus dem Samen der Schwarzkümmel-Pflanze gewonnen und entfaltet seine Wirkung generell vor allem dank der enthaltenen ätherischen Öle: Unter anderem enthält es Linolensäuren und Nigellon. Noch sind nicht alle Inhaltsstoffe wissenschaftlich belegt, aber dennoch hat sich das Schwarzkümmel gegen Zecken als Hausmittel mittlerweile etabliert.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken: Was sollte ich beachten?

Am besten verwendet man Schwarzkümmelöl in reiner Form, wenn man Zecken fernhalten möchte. Schwarzkümmelöl aus biologischem Anbau hat in der Regel die beste Qualität und kommt ohne jegliche Rückstände oder Beimischung von anderen Ölen daher, daher ist es am besten geeignet. Wichtig zu wissen ist, dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken nicht in jedem Fall wirkt: Zwar mögen die Tiere den Geruch des Öls nicht, was die Wahrscheinlichkeit für einen Zeckenstich mindert, einen hundertprozentigen Schutz kann es aber nicht geben.

So kannst du mit Schwarzkümmelöl gegen Zecken deinen Hund schützen

Wer seinen vierbeinigen Freund vor Zecken schützen will, sollte überlegen, ob ein Schwarzkümmelöl gegen Zecken oder auch Kokosöl nicht eine natürliche Alternative zu chemischen oder ätherischen Mitteln sein kann. Dazu reibt man den Hund einfach an vorstehenden Körperstellen wie Ohren, Nacken und Hals mit dem Öl ein oder gibt ein paar Tropfen ins Futter. So hält man nicht nur Parasiten fern, Schwarzkümmelöl kann auch das Immunsystem stärken, die Atemwege befreien und die Verdauung fördern. Außerdem werden das Fell und die Haut gepflegt. Halte dich bei der Dosierung an die Empfehlung der Packungsbeilage – oft ist es immer besser, erst mit einer kleinen Dosis zu starten und zu prüfen, ob der Hund das Öl gut verträgt. Generell sollten maximal 8 bis 10 Tropfen Schwarzkümmelöl verwendet werden.

Zu beachten ist, dass sowohl Schwarzkümmelöl als auch Kokosöl weniger lang wirken als chemischer Zeckenschutz – sie sollten also eher bei kurzen Ausflügen ins Freie zum Einsatz kommen. Außerdem sollten Hunde mit Leberleiden oder auch tragende Hündinnen nicht mit Schwarzkümmelöl behandelt werden.

Kann ich auch Katzen mit Schwarzkümmel behandeln?

Katzen sollten mit Schwarzkümmel nicht behandelt werden. Denn Katzen fehlt ein bestimmtes Enzym, wodurch sie Terpene (sekundäre Pflanzenstoffe) nicht richtig verarbeiten können. Schwarzkümmel besteht aber großteilig aus Terpenen. Deshalb kann das Öl für Katzen giftig, im schlimmsten Fall sogar tödlich sein.

Sind ätherische Öle eine Alternative zum Zeckenschutz? 

Auf der Suche nach weiteren natürlichen Methoden, mit denen sich Zecken abschrecken lassen, war Stiftung Warentest ebenfalls im Jahr 2014: Im Test schnitten Mittel, die ausschließlich ätherische Öle beinhalteten, von allen Zeckenschutzmitteln am schlechtesten ab – und wurden als "nicht empfehlenswert" eingestuft.

Was hilft sonst noch gegen Zecken?

Wer nicht auf chemische Mittel setzen will und abgesehen vom Kokosöl oder Schwarzkümmelöl noch mehr Tipps möchte, wie er einem Zeckenstich vorbeugen kann, sollte folgende Maßnahmen beherzigen:

  • Die richtige Kleidung: Generell sollten wir lange Kleidung tragen, am besten in hellen Farben – so lassen sich Zecken schnell erkennen. Außerdem sollten wir auf lange Socken und feste Schuhe achten.
  • Hohes Gras meiden: Zecken lassen sich nicht nur von Bäumen auf uns herunterfallen, sie lauern auch im hohen Gras auf ihre Opfer. Wer auf Nummer sicher gehen will, macht besser einen Bogen darum.
  • Auf Spurensuche gehen: Wenn man im Freien, vor allem im Wald, auf Wiesen oder im Park unterwegs war, sollte man sich anschließend immer genau nach Zecken absuchen. Dabei den Rücken nicht vergessen – dieser kann zum Beispiel vom Partner kontrolliert werden.

Lesetipps: Du wünschst dir mehr Informationen zum Thema Zecken? Hier verraten wir dir, woran du einen Zeckenbiss erkennen kannst und wie sich eine Zecke entfernen lässt. Hier erfährst du außerdem alles über den besten Zeckenschutz und ob eine Zeckenimpfung sinnvoll ist. Außerdem erklären wir die Schwarzkümmelöl Wirkung.

Du willst dich über Gesundheitsthemen austauschen? Dann schau doch mal in unsere BRIGITTE Community.


Mehr zum Thema