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Schwarzkümmelöl Wirkung So kommt sie zur Geltung

Wirkung von Schwarzkümmelöl: Öl neben Schale mit Schwarkümmelsamen
© Swapan Photography / Shutterstock
Die Einnahme von Schwarzkümmel hat laut Forschern positive Einflüsse auf unsere Gesundheit. Was die Schwarzkümmelöl-Wirkung ausmacht, erfährst du hier.

Was ist Schwarzkümmelöl?

Schwarzkümmelöl (Nigella Sativa) hilft als natürliches Heilmittel bei vielen Beschwerden. Im Orient und am Mittelmeer wird Nigella Sativa schon seit langer Zeit zur Stärkung der Immunabwehr und als Gewürz genutzt. Hergestellt wird das Öl, indem die Schwarzkümmelsamen kalt gepresst werden. Zum Großteil besteht das Öl aus ungesättigten Fettsäuren. Dabei kommen den enthaltenen ätherischen Ölen wichtige Funktionen zu Gute.

Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmel ist vor allem deshalb so förderlich für die Gesundheit, weil die Heilpflanze viele Vitamine und Mineralien enthält. Gerade Antioxidantien aus Vitamin C und E sowie Selen schützen unsere Zellen im Körper. Das Schwarzkümmelöl enthält zudem viele der wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Diese sind ebenso wie manche Aminosäuren essentiell und müssen dem Körper von außen zugeführt werden.

Hier einige der wichtigsten Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl:

  • Vitamine: C, B1, B2, B5, Beta-Carotin
  • Mineralien: Zink, Selen, Magnesium
  • Aminosäuren: Tyrosin, Arginin, Valin, Lysin
  • Ätherische Öle: Thymochinon, Cymen

Schwarzkümmelöl-Wirkung im Überblick

Folgende Wirkungen werden Schwarzkümmelöl zugeschrieben:

  • Stärkt das Immunsystem und wird daher gerne bei Allergien verwendet
  • Studien belegen, dass Schwarzkümmelöl auch eine positive Wirkung bei hohem Blutdruck haben kann.
  • Erkältungen lassen sich vorbeugen oder lindern.
  • Schwarzkümmelöl kann den Körper entschlacken und entgiften und wirkt entzündungshemmend.
  • Bei Asthma kann das Öl laut Forschern ebenfalls positive Effekte haben. Durch die Fettsäuren kann das Schwarzkümmelöl bei trockener Haut oder Schuppenflechte helfen und wird auch im Haar für besseren Glanz eingesetzt.
  • Thymochinon kann den Blutzuckerspiegel senken und wird daher bei Diabetes eingesetzt. Außerdem kann diese chemische Verbindung Schmerzen lindern.

Schwarzkümmelöl-Wirkung: Vorsicht vor Nebenwirkungen

Schwarzkümmelöl entsteht aus den Samen der schwarzen Kümmelpflanze, die als Heilpflanze auch Nebenwirkungen mit sich bringt. Schwarzkümmel findet in der Küche auf unterschiedliche Weise Anwendung, ob auf dem Brot oder etwa als Gewürz beim Backen.

Das Schwarzkümmelöl hat im Vergleich zur Heilpflanze oder zu Kapseln ein viel intensiveres Aroma. Durch die ätherischen Öle steht allerdings auch zu befürchten, dass die Einnahme von dem Öl bei Schwangeren die Entbindung vorzeitig herbeiführen könnte. Schwangere sollten daher lieber nicht auf Schwarzkümmel in Form von Öl setzen.

Auf nüchternen Magen konsumiert können Symptome wie Aufstoßen oder Magenbeschwerden auftreten. Damit das Öl sanft wirken kann, sollte es immer mit einer Mahlzeit kombiniert werden. Außerdem solltest du es nicht überdosieren, da es bei extrem hohen Mengen auch die Leber oder Niere schädigen kann.

Anwendung von Schwarzkümmelöl

Für die optimale Schwarzkümmelöl-Wirkung sollten folgende Tipps bei der Anwendung beachtet werden:

  • Setze auf kaltgepresstes Schwarzkümmelöl aus biologischem Anbau für eine hochwertige Qualität.
  • Die Einnahme von etwa zwei Teelöffeln Öl am Tag reicht aus, um dein Immunsystem zu stärken und Beschwerden zu lindern.
  • Bei Hautproblemen empfiehlt sich eine Anwendung von Schwarzkümmelöl direkt auf der Haut.
  • Auch für die Haare kannst du Schwarzkümmel einsetzen und das Öl nach dem Haare waschen auf den Spitzen auftragen.
  • Zum Inhalieren kannst du Schwarzkümmelöl (etwa 2 Esslöffel) in kochendes Wasser geben.
  • Für eine optimale langfristige Stärkung das Schwarzkümmelöl am besten drei bis sechs Monate einnehmen.

Manche Symptome und Beschwerden kannst du auch beheben, wenn du dir ausreichend Schlaf gönnst. Falls du jedoch ständig müde bist, lies dir unsere Tipps zu dem Thema durch. Alles über die Anwendung und Wirkung von grünem Tee erfährst du zudem hier.

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Quellen

Ebermann, R. & Elmadfa, I.: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung, Springer-Verlag, 2008

Khan, M.A. et al.: Anticancer Activities of Nigella Sativa (Black Cumin). Afr J Tradit Complement Altern Med. 2011; 8(5 Suppl): 226–232.

Peter, K.V.: Handbook of herbs and spices, Volume 2, WP Woodhead Publishing, Second Edition, 2012


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