Schürfwunde – wie du sie richtig behandelst

Eine Schürfwunde ist meist harmlos und bedarf nicht unbedingt ärztlicher Behandlung. Wie du sie am besten versorgst, erklären wir dir hier.

Wie sieht eine Schürfwunde aus?

Eine Schürfwunde betrifft nur die obere Hautschicht. Diese Hautschicht wird, z. B. durch einen Sturz oder einen anderen Unfall, abgeschürft und kann (ein wenig) bluten. Gerade größere Schürfwunden können schmerzen, da die Nervenenden der darunter liegenden Hautschichten freiliegen.

Eine Schnittwunde hingegen reicht tiefer in die Haut. Sie entsteht zum Beispiel durch einen Schnitt mit einem Messer, einem spitzen Gegenstand oder den Rand eines Blatt Papiers.

Die Schürfwunde richtig behandeln:

  1. Die Wunde reinigen: Unter fließendem, lauwarmem Wasser gründlich reinigen. Denke vorher daran, die Hände sorgfältig zu waschen, um Infektionen vorzubeugen. 
  2. Groben Schmutz entfernen: Befinden sich Fremdkörper wie Sand, kleine Steinchen oder Ähnliches an der Oberfläche, entferne diese vorsichtig beim Reinigen.
  3. Desinfizieren: Nun mit einem Wunddesinfektionsmittel desinfizieren.
  4. Pflaster: Abschließend die Schürfwunde mit einem Pflaster versorgen. Bei größeren Wunden ist unter Umständen eine größere Wundauflage hilfreicher, das kann zum Beispiel eine Mull- oder Gazekompresse sein.

Eine leichte Verletzung braucht ca. zwei Wochen zum Heilen. Größere Schürfwunden benötigen meistens länger und können unter Umständen Narben hinterlassen.

Dann solltest du das Pflaster wechseln

Pflaster unterstützen die Heilung der Wunde. Wie oft das Pflaster gewechselt werden sollte, hängt von der Wunde ab. Bei oberflächlichen, leichten Verletzungen kann das Pflaster ruhig ein paar Tage (zwei bis drei) kleben bleiben. Vorausgesetzt, es bleibt sauber und trocken. Bei Schnittwunden können sich schnell Bakterien sammeln, daher sollte es hier mehrmals am Tag gewechselt werden.

Wie verhalte ich mich bei einer Schürfwunde, die nässt?

Vielleicht befinden sich noch Fremdkörper oder Schmutz in der Wunde, diese sollte dann schnell gereinigt werden. Aber Ursache bei einer nässenden Wunde könnte auch eine Infektion sein. Der Körper versucht nämlich auf diese Weise, die Bakterien aus dem Körper zu spülen. In diesem Fall verwendest du zur Wundversorgung eine Wundauflage, die sich nicht mit der Wunde verkleben kann, wie eine sterile Kompresse (aus der Apotheke oder Drogerie). Durchnässte Kompressen müssen gewechselt werden - und bitte nicht wieder benutzen. 

Welche Salbe nehme ich?

Am besten keine. Wundbehandlungen mit Salbe sind nicht empfehlenswert, da sie die Wundheilung behindern können. Wenn Salbe, gibst du sie dann lieber nur an die Wundränder und nicht auf die Wunde selber, sonst kann die Wundflüssigkeit nicht abfließen.

Dann solltest du zum Arzt

  • Bei einer stark blutenden oder tiefen Wunde
  • Wenn z. B. Glassplitter tief in der Wunde stecken
  • Bei fehlendem Schutz gegen Tetanus
  • Die Wunde schwillt an
  • Die Wunde pocht oder rötet sich
  • Bei einer tierischen Bisswunde

Dir ist gesunde Haut wichtig? Dann schau doch auch mal hier rein: Diese Hautpflegefehler machen wir ab jetzt nicht mehr. Wenn du mit chronischen Krankheiten zu kämpfen hast, helfen dir sicher unsere Tipps für empfindliche Haut oder Schuppenflechte.

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jd
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