Auszeit im Kloster: Ich bin dann mal weg!

Achtsamkeit und Meditation bekommen immer mehr Zulauf. Denkst auch du über eine kurze Auszeit im Kloster nach? Wir helfen dir bei deiner Entscheidung.

6 Gründe für eine Auszeit im Kloster:

Mittlerweile bieten viele Klöster Gästen einen Tagesaufenthalt oder auch das Wohnen für ein paar Tage an. Während du vor 20 Jahren wohl für verrückt erklärt worden wärst, ist der Besuch eines Klosters heutzutage fast schon normal.

Die heutige Zeit ist gekennzeichnet durch Schnelllebigkeit und Konsum.

  • Wie oft findest du am Tag Momente der Stille ganz für dich?
  • Wie oft hetzt du jedoch von Termin zu Termin und schaffst es nicht mal, in Ruhe zu essen?

Gründe für eine Auszeit in den Klöstern gibt es viele, jedoch brauchst du nicht zwingend nach diesen zu suchen. Wenn du neugierig auf eine dir unbekannte Erfahrung bist und dich das Klosterleben reizt – just do it!

  1. Zeit finden, um nachzudenken (persönliche Krise - vor einer schweren Entscheidung)
  2. Zur Ruhe kommen und abschalten vom stressigen Alltag
  3. Lernen, ein paar Tage ohne Fernseher, Smartphone und Internet auszukommen
  4. Mehr lesen
  5. Tiefgehende Gespräche führen und zusammen singen
  6. Bezug zu Gott intensivieren oder einfach Spiritualität erleben

Auszeit im Kloster: Meditation als neuer Trend?

Achtsamkeit bekommt in der Gesellschaft zwar nach wie vor nicht den Stellenwert, den sie verdient, aber aufgrund von immer mehr Büchern, Videos und Vorträgen werden wir mehr und mehr für das Thema sensibilisiert.

Gefühlt jede Erfolgsperson schwört inzwischen auf Meditation – vielleicht fragst auch du dich: wie kann ich einen besseren Zugang zu dem Thema bekommen?

  • Alleine kannst du dich nicht aufraffen, mal ein paar Minuten am Tag in dich zu gehen?
  • Ständig stört dich irgendjemand?
  • Du weißt nicht, wie man Stille aushält?

Natürlich kannst du auch zur Vipassana Meditation gehen und tagelang in Gemeinschaft meditieren. Für den Einstieg jedoch ein ziemlich hartes Brot! Bei einem Klosterurlaub findest du auch Zeit für Spaziergänge, zum Lesen oder einfach, um nachzudenken.

Eine Auszeit im Kloster kann dir helfen, dich selber intensiver kennenzulernen und wieder einen besseren Bezug zu deinem Inneren herzustellen! Für einen persönlichen Erfahrungsbericht schaue dir gerne unseren Artikel zum Urlaub im Kloster an.

Auszeit im Kloster: Wo kann ich hingehen?

Wenn du dir noch sehr unsicher bezüglich eines Besuchs bist: Informiere dich erstmal im Internet über Klöster und deren Angebote. Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe ein für dich interessantes Ziel. Die meisten Klöster stehen auch für weniger religiöse Gäste offen.

Du kannst auch zunächst ein paar Stunden oder einen Tag im Kloster vorbeischauen. Bedenke jedoch, dass diese Zeit zu kurz ist, um wirklich die Vorteile eines Klosterurlaubs voll auszukosten und richtig zur Ruhe zu kommen.

Es gibt in Deutschland bereits ca. 300 Klöster, die als "Klosterhotel“ Gäste für mehrere Tage aufnehmen. Drei renommierte Klöster wollen wir dir als erste Orientierung an die Hand geben:

  • Arenberg: Das vom dominikanischen Orden geführte Kloster in Arenberg hat definitiv ein extrem breites Angebot. Auch wenn das Klosterleben kein Wellness-Urlaub ist, in Arenberg erwarten dich Massagen, Gymnastik, Physiotherapie und ein sechs Hektar großer Klosterpark. Im Vitalzentrum befindet sich eine Sauna, ein Schwimmbad und ein Fitnessraum. Die Vielfalt dieses Klosters wird dich mit Sicherheit nicht zur Langeweile verleiten.
  • St. Marienthal: Die bereits 1234 ins Leben gerufene Abtei in der sächsischen Oberlausitz ist das älteste Zisterzienserinnenkloster Deutschlands. Bei der spirituellen Besinnung helfen dir in St. Marienthal verschiedene Fastenkurse, Gesang und die tolle Umgebung im Länderdreieck Deutschland, Polen und Tschechien. Du kannst dir Fahrräder ausleihen, um die Gegend zu erkunden.
  • Hegne: Das Kloster Hegne in der Nähe von Konstanz am Bodensee bildet eine tolle Kulisse, um den Alltag hinter sich zu lassen. Manchmal werden gezielte Pilgerausflüge nach Hegne angeboten. Im Kloster selbst kannst du dir von Tanz bis Gesundheit aus diversen Modulen dein Programm zusammenstellen. Ein Aufenthalt ist bis zu 3 Tage im dortigen Haus möglich.

Keine Auszeit im Kloster? 4 praktische Tipps für einen stressfreieren Alltag!

Unabhängig davon, ob du ins Kloster gehst oder nicht - solange du nicht direkt Nonne wirst, ergreift dich schneller als gedacht wieder dein Alltag. Damit du nicht sofort wieder in alte Muster fällst, triff am besten ein paar Vorkehrungen, um dir in Zukunft genug Raum zum Abschalten zu gönnen

1. Handyfreier Tag:

Das Smartphone begleitet uns von morgens bis abends. Manchmal fragt man sich, wer besitzt eigentlich wen? Schaffst du es, mal 2 Stunden ohne Smartphone auszukommen, ohne in Schweißausbrüchen zu verzweifeln?

Gerade für Menschen mit Familie bietet sich die  Einführung eines handyfreien Tages an. Wie wäre es, z. B. am Sonntag sich ganz deinen Liebsten hinzugeben und tolle Ausflüge ohne Ablenkung zu unternehmen? Fragt sich nur, wie findet ihr den Weg ... 😂 

Alternativ kannst du dir auch über den Tag verteilt Zeiten blocken, an denen du dein Handy benutzt. Vielleicht kannst du diese immer mehr einschränken, sodass du dich nach und nach an einen ganzen Tag ohne Smartphone gewöhnst.

(Weitere Tipps und vorbeugende Maßnahmen zur Smartphone-Sucht findest du hier.)

2. Zeit für Wellness:

Schon ein heißes Bad am Abend kann dich alle Sorgen vom Tag vergessen lassen. Am besten schreibst du dir auf eine Liste, welche Aktivitäten dir ein gutes Gefühl bescheren und baust diese regelmäßig in deinen Alltag ein. Auch ein Besuch in einer Therme, der Gang zum Beauty-Salon oder Zeit mit deinem Haustier können dich entspannen.

3. Mehr Zeit in der Natur:

Es ist kein Geheimnis, dass wir zu viel sitzen und reichlich Zeit in Büros und einengenden Räumen verbringen. Versuche, wann immer es geht, ein paar Minuten nach draußen zu gehen. Ein Spaziergang sorgt für Ordnung und Frische in deinem Gehirn und deiner Seele. Gehe auch ab und an in die reine Natur -  in Wälder, an Seen und über Felder. Du wirst dort sofort feststellen, dass wir Menschen nicht für Computer und kleine Zimmer gemacht sind!

4. Qualitätszeit schaffen:

Gewöhne es dir ab, viele Dinge parallel zu machen und dann komplett leer ins Bett zu fallen. Lebe bewusst und achtsam. Wenn du isst, isst du und kaust jeden Bissen aufmerksam. Wenn du Freunde triffst, bist du in Gedanken nicht schon bei den Terminen danach. Lass dich auf die Dinge ein, die du tust, und fang an, bewusst zu Leben ... ! 😉

Du möchtest lieber lernen zu meditieren? Dann könnte die Osho Meditation interessant für dich sein. Oder bist du eher ein Fan von Yoga? Kennst du schon Power-Yoga oder Tantra-Yoga?

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Tiko

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