Entspannung für Kopf und Muskeln

Endlose Besprechungen, langweilige Vorträge, Stunden im Wartezimmer - Strecken und Dehnen wäre jetzt gut. Geht aber nicht, zu viele Zuschauer. Hilfe für Kopf und Muskeln bringen diese kleine Übungen, die kaum auffallen.

Gegen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich

Setzen Sie sich aufrecht auf das vordere Drittel des Stuhls. Fassen Sie mit beiden Händen rechts und links unter die Sitzfläche. Nehmen Sie die Schultern etwas zurück und ziehen Sie sie dann Richtung Ohren – die Bewegung ist minimal, die Muskelspannung im Schulterbereich maximal. Richten Sie den Oberkörper dabei nach vorn und gleichzeitig etwas nach oben auf. Halten Sie die Anspannung zehn Sekunden, atmen Sie weiter und lassen Sie dann langsam locker. Lösen Sie die Hände vom Stuhl und schütteln Sie Arme und Schultern etwas aus.

Das bringt's: sorgt für bessere Durchblutung des Nackens und des Schultergürtels.

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Besser zuhören

Ziehen Sie beide Ohrmuscheln mit Daumen und Zeigefinger sanft von innen nach außen, als wollten Sie die Ohren zwei Nummern größer machen. Streichen Sie von ganz oben behutsam am Ohrrand bis nach unten zu den Ohrläppchen. Wiederholen Sie die Übung mindestens dreimal.

Das bringt's: aktiviert das Kurzzeitgedächtnis, erhöht das Hörvermögen und fördert abstraktes Denken.

Geistig erfrischen

Den Akupressurpunkt Shuigou – LG 26 finden Sie im Oberlippengrübchen zwischen Nasenlöchern und Oberlippe. Teilen Sie das Grübchen waagrecht in drei Abschnitte, der Energiepunkt liegt zwischen dem oberen und mittleren Abschnitt. Drücken Sie diesen Punkt mit der Fingerkuppe eines Fingers etwa ein bis zwei Minuten mit mittlerem Druck, atmen Sie dabei tief und gleichmäßig weiter. Die Wirksamkeit dieser Übung lässt sich noch steigern, indem man den Punkt über einige Wochen regelmäßig kräftig drückt.

Das bringt's: verbessert Konzentration und Gedächtnis, klärt und erfrischt den Geist.

Entspannt durchatmen

Ziehen Sie im Sitzen den Kopf (Scheitelpunkt des Kopfes) nach oben - dabei streckt sich die Halswirbelsäule und das Kinn senkt sich Richtung Boden. Falten Sie die Hände hinter dem Kopf. Die Ellenbogen zeigen leicht nach außen (Achtung, wenn’s eng wird - nicht dass Sie Ihrem Nachbarn unauffällig die Ellenbogen ins Gesicht halten). Drücken Sie nun Hände und Kopf behutsam gegeneinander, ohne dass eine Bewegung entsteht. Halten Sie die Anspannung etwa zehn Sekunden, atmen Sie weiter und lösen Sie die Armposition langsam wieder auf. Bewegen Sie den Kopf jetzt fünfmal leicht nach rechts und links, als wollten Sie Ihre Sitznachbarin anschauen.

Das bringt's: entspannt die gesamte Nackenmuskulatur und verbessert deutlich die Sauerstoffversorgung im Kopf.

Text: Petra Otto
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