Konzentrationsschwäche: Ursachen und Tipps

Eine Konzentrationsschwäche kann den Alltag deutlich erschweren. Wir verraten typische Ursachen für das lästige Problem und was man dagegen tun kann.

Was ist eine Konzentrationsschwäche?

Bei einer Konzentrationsschwäche fällt es den Betroffenen schwer, sich länger auf eine Aufgabe oder eine Sache zu konzentrieren. Dabei steigt das Risiko, sich von etwas anderem ablenken zu lassen. Zu den Ursachen zählen sowohl persönliche Umstände wie anhaltender Stress oder Schlafmangel als auch äußere Faktoren wie Lärm oder schlechte Luft. Aber auch verschiedene Krankheiten können eine Konzentrationsschwäche auslösen. Behandeln lässt sie sich in der Regel anhand der Ursache.

Konzentrationsschwäche oder Konzentrationsstörung?

Obwohl die Begriffe Konzentrationsschwäche und Konzentrationsstörung oft synonym verwendet werden, bezeichnen sie nicht dasselbe Problem. Konzentrationsstörungen sind häufig vorübergehender Natur und entstehen zum Beispiel, wenn man mal eine Nacht schlecht geschlafen hat. Eine Konzentrationsschwäche ist dagegen ein anhaltender Zustand, der den Alltag erheblich erschweren kann. Allerdings sind die Übergänge zwischen den beiden Phasen oft fließend.

Typbedingte Konzentrationsschwäche: Lerche oder Eule?

Wichtig zu wissen ist, dass niemand den ganzen Tag konzentriert sein kann. Unsere Konzentrationsfähigkeit ist wie eine Kurve, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und am Tagesende eher abfällt. Ein wesentlicher Faktor für unsere Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit ist der eigene Biorhythmus, der bestimmt, zu welcher Tageszeit wir besonders wach und leistungsfähig sind. Unterschieden werden dabei zwei Typen, die auch für eine mögliche Konzentrationsschwäche verantwortlich sein können:

  • Lerchen: Die Lerchen sind in der Regel früh wach und gehen entsprechend früh schlafen. Sie sind morgens voll konzentriert und fit, je später es wird, desto eher treten bei ihnen Konzentrationsprobleme auf.
  • Eulen: Die Eulen schlafen meist länger und sind dafür bis in die Nacht aktiv. Dementsprechend sind sie eher ab dem späten Mittag wirklich produktiv und tun sich schwer, morgens leistungsfähig zu sein.
Der ultimative Einschlaftrick

Konzentrationsschwäche durch den Biorhythmus

Allerdings verändert sich der Biorhythmus im Laufe des Lebens: Kleinkinder sind meist früh morgens aktiv, Teenager stehen oft eher später auf und sind abends lange wach. Im Erwachsenenalter bestimmen besonders der Eulen- oder Lerchentyp den Schlaf-Wach-Rhythmus und unsere Konzentrationsfähigkeit. Und im Alter tendieren wir dann schließlich wieder dazu, eher früh morgens fit zu sein. Im Gesamten sollte der Biorhythmus also das ganze Leben lang nicht unbeachtet bleiben, wenn man immer mal wieder Probleme mit einer Konzentrationsschwäche hat. 

Welche Ursachen hat eine Konzentrationsschwäche?

Für eine Konzentrationsschwäche kann es viele verschiedene Ursachen geben – und nicht alle liegen bei dem betroffenen Patienten selbst. Folgende Auslöser können unsere Konzentrationsfähigkeit mindern:

  • Stress /seelische Belastungen
  • Mangelnde Bewegung
  • Ungesunde Ernährung (z. B. Nährstoffmangel oder erhöhter Zuckerkonsum)
  • Eisenmangel ist besonders bei Frauen ein häufiger Grund für eine Konzentrationsschwäche
  • Kreislauf- oder Durchblutungsstörungen
  • Flüssigkeitsmangel
  • Schlafstörungen
  • Schilddrüsenüberfunktion 
  • Bestimmte Medikamente
  • Übermäßiger Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Zigaretten
  • Burnout / Depression
  • Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS)
  • Demenz
  • Schlaganfall
  • Kopfverletzungen
  • Schlechte Umgebungsbedingungen, z. B. durch Lärm, Hitze, Kälte oder Lichtverhältnisse

Oft geht eine Konzentrationsschwäche auch mit anderen Symptomen wie anhaltender Müdigkeit einher.

Wann sollte ich mit einer Konzentrationsschwäche zum Arzt?

Dauern die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an und beeinträchtigen sie den Alltag, ohne dass man die genaue Ursache kennt, ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll, um die richtige Diagnose zu stellen. Dieser wird vor allem Fragen zum Lebensstill oder über andere mögliche Symptome stellen und vermutlich eine körperliche Untersuchung durchführen. Um bestimmte Krankheiten als Ursache auszuschließen, kann auch eine Überweisung an einen Facharzt nötig werden.

Therapie: Was hilft bei einer Konzentrationsschwäche?

Je nach Diagnose wird bei einer Konzentrationsschwäche die Grunderkrankung behandelt – bei einer Depression werden zum Beispiel Antidepressiva verschrieben. Ist der eigene Lebensstil verantwortlich für die Beschwerden, sollte dieser verändert werden. Oft helfen schon mehr Schlaf und Bewegung, eine hohe Flüssigkeitszufuhr sowie eine gesündere Ernährung dabei, eine Konzentrationsschwäche in den Griff zu bekommen. Wer Stress hat, sollte darauf achten, sich genug Erholung im Privatleben zu gönnen. Folgende Tipps können ebenfalls helfen:

Konzentrationsschwäche bei Kindern

Gerade nach der Einschulung fallen vorliegende Konzentrationsschwächen oder Konzentrationsstörungen bei Kindern schnell auf. Zunächst können ihnen weitgehend die gleichen Tipps wie Erwachsenen helfen: Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf sorgen für eine gute Konzentration. Fernseher, Smartphone und Co. sollten nicht rund um die Uhr von Kindern genutzt werden. Hilft das nicht, sollte das Kind von einem Arzt untersucht werden.

Lesetipps: Du weißt jetzt alles, was du über eine Konzentrationsschwäche wissen solltest. Wie du deine Konzentration steigern kannst, erfährst du hier. Außerdem erklären wir, wie man Meditation lernen kann und wie Stressmanagement funktioniert.

Wenn du dich über Gesundheitsthemen austauschen möchtest, wirf doch mal einen Blick in unsere BRIGITTE Community!

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.