Osho Meditation: Lebhaft meditieren lernen!

Nur still sitzen und meditieren ist dir zu öde? Wie wäre es mit einer Osho Meditation? Wir erklären dir, wie die aktiven Meditationen funktionieren.

Osho Meditation: Aktive Meditationen für die heutige Zeit!

Das Thema Meditation ist in den letzten Jahren immer mehr in den Blickpunkt gerückt! Waren es früher vor allem Gurus, Mönche oder andere Spirituelle – bieten heutzutage sogar Unternehmen Meditationskurse für ihre Mitarbeiter an.

Das Problem: Viele Meditationstechniken, darunter die Vipassana Meditation, erfordern sehr viel Übung und einen starken Willen, um eine längere Zeit still zu sitzen. Wir haben oft tausend Gedanken und schaffen es nicht, diese abzustellen.

Wie sehr du selbst Zugang zum Thema Meditation bekommst und ob es dir hilft, im Alltag entspannter zu leben, hängt auch stark von der gewählten Meditationstechnik ab. Aktive Meditationen von Osho legen den Fokus auf Bewegung und Abwechslung und holen uns besser aus unserem stressigen, lebhaften Alltag ab.

Ich sage Leuten niemals, sie sollten mit Sitzen beginnen. Beginne da, wo der Anfang leicht fällt, sonst wirst du unnötigerweise viele Dinge fühlen – Dinge, die gar nicht da sind."  (Osho)

Osho selbst war ein indischer Philosoph und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung. Durch provokante Thesen erlangte er hohe Aufmerksamkeit von Fans und Kritikern. Im Zentrum seines Schaffens stand immer das Thema der Meditation, um den Zugang zum inneren Selbst zu erlangen.

Im Folgenden möchten wir dir zwei beliebte Osho Meditationen ausführlich vorstellen.

  • Dynamische Meditation
  • Kundalini Meditation

Osho Meditation: Kundalini Meditation

Die Kundalini Meditation eignet sich perfekt, um sich nach einem langen Arbeitstag aktiv zu erholen. Ziel ist es, die tieferen Ebenen des Körpers zu erreichen und innere Verspannungen aufzulösen.

Die Meditation besteht aus 4 Phasen à 15 Minuten und dauert somit eine Stunde.

1. Phase – Sich schütteln (15 Min)

Stelle dich hin und spüre die Energie in deinem Körper. Baue die Spannungen ab und fange an dich locker zu schütteln. Aber tue es auf natürliche Weise – mache keine Gymnastik daraus!

2. Phase – Tanzen (15 Min)

In dieser Phase kannst du noch mehr aus dir rausgehen und dich aktiv bewegen. Tanze so, wie es sich für dich in diesem Moment gut anfühlt. Ob exzessiv oder langsam – lass den ganzen Körper so bewegen wie du willst! Die Augen lässt du offen oder geschlossen dabei.

3. Phase – Wahrnehmen (15 Min)

In der 3. Phase dieser Meditation schließt du deine Augen und bist komplett still. Fühle einfach, was in dir vorgeht und beobachte es lediglich. Alle aufkommenden Gedanken und Körperempfindungen sind absolut in Ordnung. Verurteile nichts. Du kannst dich in dieser Phase hinsetzen oder stehen bleiben.

4. Phase – Still liegen (15 Min)

Die letzte Phase entspricht wohl eher dem, was du bisher unter einer Meditation verstanden hast. Du schließt deine Augen und bleibst einfach still für die letzten 15 Minuten. Dazu legst du dich auf den Boden.

Natürlich kannst du eine Yogamatte verwenden dafür. Durch das Liegen ist es angenehm, die ganze Phase in Stille zu verbringen und daher eine willkommene Meditationstechnik für Einsteiger. 😉

Osho Meditation: Dynamische Meditation

Die Dynamische Meditation gliedert sich wie fast alle Osho Meditationen in verschieden Phasen, die akkumuliert wieder eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Im Unterschied zu Kundalini gibt es jedoch fünf Phasen und die Meditation wird üblicherweise 21 Tage am Stück durchgezogen.

Da es sich um eine Gruppenmeditation handelt, kannst du sie zusammen mit anderen Teilnehmern in einem der zahlreichen Meditationszentren durchführen. So motiviert ihr euch gegenseitig und das Durchhalten fällt gleich viel leichter! 😃

1. Phase: Wildes Atmen (10 Min)

Die Augen bleiben während der kompletten Meditation geschlossen. In der ersten Phase atmest du wild durch die Nase und fokussierst dich auf das Ausatmen. Einatmen erledigt dein Körper automatisch. Atme so kräftig und zügig wie du nur kannst, sodass du dich wirklich vollständig der Atmung hingibst.

2. Phase: Sich ausdrücken (10 Min)

In dieser Phase legst du noch eine Schippe drauf und lässt alles aus deinem Körper heraus. Schreien, tanzen, singen, weinen – alle Ausdrücke sind erlaubt. Achte jedoch darauf, die anderen in der Gruppe nicht in ihrem Ausleben zu hindern.

Versuche aus deinem Kopf, der dich zurückhält, zu kommen. Am Anfang ist es ratsam, etwas zu übertreiben und zu schauspielern, bis es sich nach einer Zeit natürlich anfühlt.

In der buddhistischen Lehre stellt jedes Chakra eine Verbindung zwischen Körper und Aura dar. Alles über die 7 Chakren erfährst du hier.

3. Phase:  Mit erhobenen Armen springen (10 Min)

Durch zehnminütiges auf und ab Springen mit erhobenen Armen soll die Aufmerksamkeit vom Kopf in das sogenannte zweite Chakra, den Sitz der Geschlechtsorgane, sinken.

Verausgabe dich total in dieser Phase und rufe beim Springen das Mantra "Huh".

4. Phase: Still sein (15 Min)

Traditionell geht eine aktive Osho Meditation in den letzten Phasen in eine ruhige Haltung über.  Bei der dynamischen Meditation bist du in der vierten Phase einfach still und verweilst in der Position, in der du in der dritten Phase zuletzt verblieben bist. Bringe dich nicht absichtlich in eine bequemere Position.

5. Phase: Feiern (15 Min)

Zum Abschluss wird es nochmal ausgelassen! Zelebriere das Leben und deine Dankbarkeit und bewege dich ausgelassen zur Musik. Gehe mit einem positiven, lebhaften Gefühl aus der Meditation heraus.

Osho Meditation: 2 weitere aktive Meditationen in Kürze!

Gourishankar Meditation:

  • Gourishankar bezeichnet den höchsten Gipfel im Himalaya. Die Meditation ist sehr sanft und wird abends vor dem Einschlafen angewandt.
  • 4 Phasen à 15 Minuten: In der ersten Phase atmest du so tief durch die Nase ein wie du kannst. Dann hältst du den Atem an und atmest sanft durch den Mund wieder aus und lässt deine Lungen so lange wie möglich leer. Kohlendioxid bildet sich im Blutstrom und verschafft dir den "Höhenrausch" eines Berggipfels...
  • Im Anschluss konzentrierst du dich in Phase Zwei auf eine Kerzenflamme und bleibst still. In der dritten Phase bewegst du deinen Körper ganz leicht bei geschlossenen Augen im Stand, während du in der letzten Phase wieder mit geschlossenen Augen ruhig auf dem Boden liegst.

Nadabrahma Meditation:

  • Die Nadabrahma Meditation ist eine einstündige Meditation in drei Phasen. Am besten machst du diese Technik auf nüchternen Magen und hast im Anschluss erstmal für 15-30 Minuten Ruhe.
  • Die erste Phase dauert satte 30 Minuten, in denen du durchgängig summst. Versuche zum Beobachter deines Summens zu werden. In der zweiten Phase bewegst du in den ersten siebeneinhalb Minuten deine Hände mit den Handflächen nach oben in einer kreisenden, vom Körper abgehenden Bewegung.
  • Die Bewegung sollte so langsam sein, dass es dir gar nicht als solche vorkommt. In den zweiten siebeneinhalb Minuten bewegst du die Hände, jetzt mit den Handfllächen nach unten, in die entgegengesetzte Richtung.  Die letzte Phase schließt du wieder mit 15 Minuten Stille, im Sitzen oder Liegen, ab.

Du möchtest dich mal für mehrere Tage zurückziehen und viel Zeit zum Meditieren haben? Wie wäre es mit einer Auszeit im Kloster? Einen Erfahrungsbericht über einen Urlaub im Kloster bekommst du hier.

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Tiko

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Osho Meditation: Frau meditiert
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