Einfach abheben: Tipps gegen die Flugangst

Wir alle freuen uns auf Urlaub, für manche kann der Weg zum Urlaubsort jedoch zur Qual werden. Insbesondere, wenn man ein Flugzeug besteigt. Hier kommen die besten Tipps gegen Flugangst.

Die Vorbereitung ist das A und O

Flugangst beginnt nicht erst im Flugzeug. Die meisten Menschen haben schon vor dem Flug Angst, weil sie falsche Vorstellungen vom Fliegen haben. Ein Flugzeug fällt nicht wie ein Stein vom Himmel, selbst wenn beide Triebwerke ausfallen. Es kann bei gutem Wetter noch bis zu 200 Kilometer gleiten. Nicht umsonst kursiert bei Piloten der Spruch: "Das Flugzeug hält viel mehr aus als die Passagiere." Auch Turbulenzen werden weitestgehend umflogen, wenn möglich.

Tipps gegen Herbstdepression

Wer im Vorhinein an nichts anderes als seine Flugangst denken kann, sollte sich zudem mit Sport ablenken. Am Tag selbst solltet ihr es eurem Körper nicht schwerer machen, als es ist. Enge Hosen, Zwiebel-Look oder enge Oberteile verstärken das einengende Gefühl, das sich bei dem einen oder anderen ausbreitet, wenn er das Flugzeug besteigt.

Den richtigen Platz buchen

Solltet ihr unter Flugangst leiden, empfiehlt es sich, einen geeigneten Platz zu buchen. Am besten ist ein Platz nahe der Tragflächen – nicht, weil es so schön ist, die Flügel zu betrachten, sondern weil es hier am wenigsten wackelt. Wer an Platzangst leidet, sollte unbedingt einen Platz am Gang nehmen. Dort hat man zumindest das Gefühl, ausweichen zu können. Wem leicht übel wird, ist ein Fensterplatz zu empfehlen, um den Blick in die Weite zu haben. Das beruhigt das Auge.

Entspannen mit der richtigen Technik

Wie schafft ihr es nun, entspannt zu bleiben? Beim Start solltet ihr besonders lange ausatmen, um den verkrampften Körper zu lockern. Spannt die Muskeln dabei bewusst an, ballt eure Fäuste und lasst dann locker. Das Ganze nennt man progressive Muskelrelaxation. Das A und O ist die richtige Atemtechnik: tiefes Einatmen und langes Ausatmen, danach kurz Luft anhalten und wieder von vorne. Und, ganz wichtig, lenkt euch ab. Nutzt das Bordprogramm oder nutzt die Zeit zum Lesen oder Hörbucher genießen.

Gedanken-Karussell stoppen

Was ist, wenn wir in ein Unwetter geraten? Ob der Pilot psychisch stabil ist? Hat der bei der Durchsage gerade gelallt? Haben die auch jeden ordentlich kontrolliert, der hier ins Flugzeug steigt? Wieso geht das Anschnallzeichen jetzt an? Oh Gott, die Flugzeugwand ist dünn wie Pappe ... Stopp! Atmet einmal tief durch, alles ist gut. Schaut euch einfach mal die Stewardessen an: Sehen die beunruhigt aus? Nein? Eben.

Wer trotzdem Panik bekommt, sollte sich ans Flugbegleiter-Team wenden. Das wird sich vermutlich bestens mit Gästen an Bord auskennen, die Flugangst haben – und euch notfalls alle Fragen zur Sicherheit beantworten.

Richtig mit Essen und Trinken umgehen

Auch wenn euch eigentlich überhaupt nicht danach ist: Greift trotzdem zum Essen. Ein leichtes Essen und viel Flüssigkeit (ohne Koffein) sind wichtig, um seinen Kreislauf in Schwung zu halten. Verzichtet besser auf Alkohol, auch wenn ihr denkt, dass euch die Angst dann nichts mehr anhaben kann. Statt sich der Angst zu stellen, wird diese nur noch größer, wenn ihr euch benebelt.

Beruhigungsmittel bei Panik

Wenn alle Tipps gegen Flugangst nicht helfen, müsst ihr euch wohl oder übel Hilfe holen. Ob bei einem professionellen Seminar gegen Flugangst oder in Form von Beruhigungsmitteln. Gegen natürliche Präparate wie Baldrian, Bachblüten und Co. ist nichts einzuwenden. Vorsicht ist jedoch bei sogenannten Benzodiazepinen geboten: Ihre Wirkung könnte ins Gegenteil umschlagen und die Angstzustände noch verschlimmern.

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