Unheimliche "Zombie-Krankheit" breitet sich aus

Die sogenannte Zombie-Krankheit breitet sich derzeit unter vielen Huftieren aus – und könnte laut Experten sogar eine Gefahr für den Menschen darstellen - klickt auf das Video und seht, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist!

Zombie-Krankheit: Rehbock im Wald
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Die US-Gesundheitsbehörde schlägt wegen einer Erkrankung Alarm, die eigentlich eher nach einem Horrorfilm klingt: Die Nervenkrankheit "Chronic Wasting Disease" (CWD), unter Experten auch als Zombie-Krankheit bekannt, befällt derzeit zahllose Huftiere wie Elche, Hirsche, Rehe und Rentiere. CWD ist verwandt mit dem Rinderwahnsinn BSE, hoch ansteckend und meist tödlich. Bisher wurde die Krankheit in 24 amerikanischen Bundesstaaten nachgewiesen, aber auch Fälle in Südkorea, Kanada und Finnland wurden mittlerweile bekannt. Der Erreger ist extrem widerstandsfähig und wird durch Speichel, Urin und Fäkalien am Boden übertragen.

Unkontrolliertes Verhalten

Bei CWD sammelt sich eine abnormale Protein-Form in Gehirnzellen des Tieres und greift das zentrale Nervensystem an. Bis erste Symptome auftreten, kann es bis zu einem Jahr dauern. Und eben diese Symptome haben CWD den Spitznamen Zombie-Krankheit eingebracht: Die Tiere zittern und torkeln, magern ab, Speichel läuft aus ihrem Maul. Sie wirken aggressiv und völlig unkontrolliert.

Können sich Menschen mit der Zombie-Krankheit anstecken?

Der Direktor des amerikanischen Center for Infectious Disease Research and Policy, Michael Osterholm, warnt, dass sich in den kommenden Jahren auch Menschen mit dem Zombie-Virus anstecken könnten – durch den Konsum von infiziertem Fleisch. Wissenschaftler haben demnach bereits bewiesen, dass dies bei Affen möglich sei. Und Osterholm hält es für unwahrscheinlich, dass es nur zu Einzelfällen kommt – eher sollte man sich auf eine große Anzahl an Erkrankungen einstellen.

Robert-Koch-Institut schätzt Risiko als gering ein

Deutsche Behörden sehen der Zombie-Krankheit dagegen etwas gelassener entgegen: Eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) sagte gegenüber dem Portal T-Online, dass das Krankheitsbild an sich nicht neu sei. Schon bei einem EU-Überwachungsprogramm zwischen 2007 und 2009 habe man Stichproben von 1.200 Rot- und Weißwedelhirschen genommen, um eine mögliche Infektion zu untersuchen. Alle diese Proben verliefen negativ. Außerdem seien aktuell in Europa bisher nur Einzelfälle der Zombie-Krankheit bekannt. Selbst wenn eine Übertragung des Erregers auf den Menschen nicht ganz ausgeschlossen werden kann, schätzt das RKI das Risiko einer Ansteckung als sehr gering ein.

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Katze, Katzenbaby, Krallen

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