Eine Stunde schwimmen

Eine Stunde schwimmen

In ruhigen Zügen, ganz allmählich ins Gleiten kommen, an nichts anderes mehr denken - das ist Entspannung pur. Und morgens um sieben ist es im Schwimmbad wie im Paradies

Erst erschuf Gott Himmel und Erde, Tag und Nacht, Wasser und Land, Pflanzen und Tiere. Dann dachte er kurz nach und erschuf das Schwimmbad und mich.

Ich, der erste Mensch auf Erden, bin nun hier. Der Himmel ist gerade erst erwacht und erholt sich noch vom Schlaf, reibt die klaren, hellblauen Augen. Die Natur ist gerade einmal etwas mehr als einen Sonnenaufgang alt - und nur für mich gemacht. Mit den Armen zerteile ich das kühle Wasser, dessen spiegelglatte Oberfläche niemals zuvor von jemandem berührt wurde. Jedenfalls sieht sie so aus.

So fühlt es sich an, morgens um sieben im Becken eines Schwimmbades seine Bahnen zu ziehen. Um diese Uhrzeit ist man unter sich, keine Querschwimmer und -springer, alle genießen un gestörtes Ein- und Abtauchen, im eigenen Rhythmus. Im Paradies gibt es keine Handys, niemanden, mit dem man wetteifern muss, kein Gestern und kein Morgen. Sondern nur das Jetzt, das Wasser, die Bewegung und mittendrin: mich.

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