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Folgen von Schlafmangel Diese 5 Dinge passieren, wenn du zu wenig schläfst

Müde Frau gähnt: Diese 5 Dinge passieren, wenn du zu wenig schläfst
© Ivan Kruk / Shutterstock
Gelegentliche Schlafstörungen kennen die meisten von uns. Bekommen wir aber dauerhaft zu wenig Schlaf, kann das unserer Gesundheit massiv schaden. Das können die Folgen von Schlafmangel sein.

Wie viel Schlaf wir brauchen, um fit und leistungsfähig zu sein, ist sehr individuell. Manchen Menschen reichen sechs Stunden dafür aus, andere brauchen neun bis zehn Stunden Schlaf. Für die meisten von uns sind aber sieben bis acht Stunden optimal, um uns vollständig zu regenerieren.

Wir wissen vermutlich alle, wie energielos und müde wir uns fühlen, wenn wir eine oder sogar ein paar Nächte schlecht geschlafen haben. Da sollte es uns nicht überraschen, welche gesundheitlichen Folgen es haben kann, wenn wir über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf bekommen.

Das passiert im Körper, wenn du zu wenig schläfst

1. Du wirst empfindlicher

Wenig Schlaf sorgt dafür, dass wir sensibler auf Sinnesreize reagieren. So können wir wichtige und unwichtige Reize nicht mehr so gut auseinanderhalten. Laute Geräusche, etwa Signaltöne, können uns dann deutlich stärker stressen. Das ähnelt übrigens dem Verhalten von Schizophrenie-Patienten: Ihr Gehirn tut sich nämlich auch schwer damit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

2. Deine Konzentration lässt nach

Es hat aber noch mehr Folgen für unser Gehirn, wenn wir zu wenig Schlaf bekommen. Da es sich nicht ausreichend regenerieren kann, sind in der Regel Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit die Folge. Wir speichern unsere Erinnerungen – also auch alles an dem Tag Gelernte – während der Tiefschlafphasen ab. Wenn wir davon nicht ausreichend haben oder die Phasen zu kurz sind, wirkt sich das negativ auf die Leistungsfähigkeit unseres Hirns aus. Typischerweise neigen wir so bei Schlafmangel zu Satzbaufehlern und dem Vergessen von Wörtern.

3. Du nimmst möglicherweise zu

Während wir schlafen, schüttet unser Körper Sättigungshormone wie Leptin aus. Täte er das nicht, würden wir vermutlich vor Hunger nachts aufwachen. Denn die Nacht ist die längste Phase des Tages, die wir ohne Nahrung auskommen. Wenn wir nicht schlafen, schüttet unser Körper diese sättigende Stoffe nicht aus – stattdessen produziert er mehr appetitanregende Hormone wie Ghrelin. Die Folge: Wir haben mehr Hunger.

Wenn wir wenig geschlafen haben, verlangt unser Körper vor allem nach fett- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Vielleicht kennst du es auch: den typischen Kater-Hunger auf Fast Food… Denn diese Nahrungsmittel versorgen uns sehr schnell mit Energie – die allerdings nur kurz anhält, sodass wir schnell wieder Hunger bekommen. So kann Schlafmangel zur Gewichtszunahme führen und so das Risiko für gesundheitsgefährdendes Übergewicht steigern.

4. Die Haut altert schneller

Bei Schlafmangel setzt unser Körper Stresshormone frei, etwa Cortisol. Und das wiederum greift unsere Hautstruktur an. Sie wird dünner, verliert an Elastizität und trocknet aus. Das trägt zur frühzeitigen Hautalterung und verstärkter Faltenbildung bei.

5. Dein Risiko für Krankheiten steigt 

Wenn wir zu wenig schlafen, erhöhen wir die Gefahr für unterschiedliche Krankheiten. Bei Schlafmangel steigt unser Puls und die Körpertemperatur sinkt. Das schwächt unser Immunsystem. So steigt unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Arteriosklerose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das zeigt eine Meta-Analyse verschiedener Studien.

Weitere potenzielle negative Folgen für die Gesundheit sind Bluthochdruck und eine Verlangsamung des Blutzuckerabbaus. Das erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2. Zu wenig Schlaf schadet aber nicht nur dem Körper, auch die Gefahr für psychische Krankheiten wie Depressionen nimmt zu.

Verwendete Quellen: geo.de, diabetes-deutschland.de, quarks.de

Brigitte

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