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Auf Tuchfühlung 5 Bindetechniken, um das Foulard zu stylen

Auf Tuchfühlung: Frau mit Satintuch
© Pereslavtseva Katerina / Shutterstock
Ein Klassiker, der immer mit verschiedenen Bindetechniken bezaubert: von der Queen bis Grace Kelly, so wird das Tuch gestylt.

Egal, ob wir Foulard oder Carré sagen: "Quadratisch, praktisch, gut" war noch nie so zutreffend, wie bei einem Seidentuch. Diese Ansicht teilen unsere Haare definitiv auch, wenn wir sie nachts vorm Schlafengehen damit schützen. Doch es ist kein Geheimnis, dass sich das keineswegs im Schlafzimmer verstecken muss, sondern gerne in die weite Welt hinausgeführt werden kann. Und dafür haben wir die richtige Inspiration.

Auf Tuchfühlung: Bindetechniken für das Foulard

Zweckentfremdung

Natürlich können wir unser Seidentuch klassisch um den Hals drapieren. Wir können es aber auch unseren Bedürfnissen entsprechend stylen! Ein gebrochener Arm hinderte die glanzvolle Fürstin von Monaco Grace Kelly keineswegs am Feiern. Sie nutzte ihr Carré einfach als modische Armschlinge: Hierfür werden die zwei diagonal liegenden Zipfel fest zusammenknoten und wie eine Kette um den Hals legen. Der Arm kommt anschließend in die Schlaufe und vom Gips ist nichts zu sehen, viel mehr bewundert man die stylische Lösung. Hals- und Beinbruch sind allerdings kein Muss! Verstaubten Fashion Pieces lassen sich so ebenfalls neues Leben einhauchen. 

Alte Taschen und Hosen

Wir verzichten auf klassische Gürtel und nehmen stattdessen ein hübsches Seidentuch als Ersatz. Da wir selbst knoten können, bietet diese Alternative viel Spielraum. Faltet es hierfür von der Seitenkante nach Innen, bis ihr eure gewünschte Breite erhaltet. Braucht ihr noch mehr Länge, dann geht folgendermaßen vor: Faltet die beiden diagonal liegenden Zipfel in die Mitte des Tuchs. Ihr erhaltet nun zwei verkürzte Außenkanten. Diese legt ihr nochmal mittig zusammen und wiederholt den Vorgang bis ihr eure gewünschte Breite erhaltet. Nun solltet ihr genug Spielraum haben, um eurer Jeans einen schicken Look zu verpassen. 

Bindet ein Seidentuch, das zu eurem Outfit passt, als Schleife um die Henkel eurer Tasche und habt so immer einen kleinen Helfer dabei, denn: Praktisch ist das neue Chic. Wer den ganzen Henkel der Tasche umhüllen möchte, greift am besten zu einem Twilly. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders schmal sind und sich daher als Accessoire für Haar und Handgelenk eignen. Für die Tasche geht ihr wie folgt vor: macht zunächst einen strammen Knoten am Anfang des Henkels, besonders schick sieht es aus, wenn an beiden Seiten 5-10cm Stoff hängen. Wickelt das Seidentuch dann um den Henkel herum. Achtet hierbei darauf, alles strammzuziehen, damit sich nichts lockert. Am Ende den zweiten Knoten rein – und fertig! Diese Methode sieht nicht nur stylisch aus, sondern schützt auch eure Tasche vor Verschleiß. 

Ab ins Haar 

Oder auf den Kopf. Jackie O, Audrey Hepburn, Gwen Stefanie, aber auch A$AP Rocky machen es vor und zeigen: Diesem Look sind Gendergrenzen egal. Das Carré um den Kopf gebunden schützt die Haare und verleiht ganz beiläufig einen glamourösen Look, der nach Cabrio und Städtetrip ruft. Zu viel Tuch? Dann probiert's mit dezenten Akzenten, beispielsweise indem ihr das Foulard als Haargummi-Ersatz verwendet. Als Schleife wirkt es nicht nur stylisch, sondern schont gleichzeitig auch unsere Haare. Ob monochrom oder gemustert, es findet sich für jeden Stil das richtige Tuch.

Die richtige Frame

Klingt beinahe so, als würden wir einen Film drehen... tun wir aber nicht! Trotzdem schadet es nicht, sich in Erinnerung zu rufen, dass der richtige Ausschnitt alles ist. Und zwar nicht nur bei Instagram. Wenn ihr mit eurem gemusterten Foulard herumexperimentiert, werdet ihr erstaunt sein, wie viele Farbkombinationen sich ergeben können. Manchmal muss nicht gleich ein neues Seidentuch her, sondern nur des richtige Detail in den Fokus gerückt werden.

Guido

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