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Ran an den Anzug 3 Gründe, wieso wir uns jetzt einen Anzug kaufen

Ran an den Anzug: Frau im Tuxedo
© Maria Markevich / Shutterstock
Styling: In der Mode hat jeder Trend seine Zeit, dann dankt er kurz ab, nur um anschließend zurückzukehren. Nicht selten ist dieser so revolutionär und prägend, dass er in die Geschichte eingeht. 

Wie zum Beispiel das Pendant zum Little Black Dress: der Hosenanzug. Statt Bein zu zeigen, zeigte Frau damit Haltung und Rebellion. Wenn Männer zum Zweiteiler greifen, drücken sie damit Macht und Prestige aus, garniert mit Autorität. Das können wir auch! Somit steht das Ensemble als Sinnbild für die weibliche Emanzipation. Während dieser Stil zunächst nur vereinzelt bei Promis und Politikerinnen zu sehen war, entwickelte sich in den 70ern das "Power Dressing". Schulterpolster, stramme Schritte und Superman-Pose – alles um Raum einzunehmen und zu behalten!

Anzug-Styling: 3 Looks, die wirken 

Klassisch in Schwarz-Weiß 

Mit Le Smoking, dem ersten Hosenanzug des womenswear Runways, sorgte der französische Designer Yves Saint Laurent 1966 für Wirbel. Zum Look gehörte die Jacke, eine Hose mit Seitenstreifen, ein weißes gerüschtes Hemd sowie eine schwarze Fliege und ein breiter Kummerbund. In diesem Look verwehrte das New Yorker Restaurant Le Côte Basque 1968 Nan Kemper den Zutritt, ehe sie kurzerhand die Hose auszog und den Look als Minikleid umfunktionierte. Dieser Klassiker wird regelmäßig zurück ins Leben gerufen.

Farbe und Form verändern

Beim Wort Hosenanzug fällt einem vielleicht nicht zuerst der oben genannte Stardesigner ein, sondern Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bereits alle sieben Farben des Regenbogens – und noch mehr – durch hat. Ein Vorbild hierfür war sicherlich unter Anderem SPD-lerin Lenelotte von Bothmer: Sie war im Oktober 1972 die "erste Hose am Pult" des Bundestags. Der schicke Zweiteiler hat eine lange Reise hinter sich gebracht und erstrahlt heute in verschiedenen Variationen. Wer Souveränität mit Sinnlichkeit kombinieren möchte, lässt den BH weg.

Nimm's locker wie Marlene

Lange vor Le Smoking hieß es bereits: Do it like Marlene Dietrich. Der androgyne Look war ein Markenzeichen der deutsch-amerikanischen Schauspielerin. Die sogenannte Marlene-Hose zeichnet sich durch den geraden, weiten Schnitt und hohem Bund aus. Wenn wir viel und flink auf den Bein sind, greifen wir zu Sneakers statt Pumps oder Sandaletten. Das Tolle? Sowohl als Ensemble als auch einzeln entfalten die Pieces ihre Wirkung. Da hat man gleich mehr von. Beispielsweise machen sich zu einem weiten Bein Puffärmel gut.

Guido

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