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Hoch geschlossen Styling ohne viel Haut zu zeigen? Klar!

Hoch geschlossen: Frau in blauem Rolli mit Maxirock
© Creative Lab / Shutterstock
Miniröcke, Highheels und extreme Croptops sind Pieces, die zur Selbstermächtigung beitragen können. Lange Röcke, hoch geschlossene Kleider und oversized Looks aber auch!

Werfen wir einen Blick zurück auf die Runways der diesjährigen Sommerkollektionen, fällt vor allem eins auf: Knapp, knapper, Miu Miu. Das Label hat den Ton angesetzt, indem es schnell den Zeitgeist der Gen-Z eingefangen hat: Y2K Fashion. Für die, die es googlen müssen (und dazu habe auch ich vor einigen Monaten gehört): Year 2000 Thousand. Geprägt von Paris Hilton und Nicole Richie Eskapaden, den Überbleibseln der Tribals am Steißbein, Plateaus, herausblitzenden Strings und Bauchnabelpiercings. 

Während die einen an Zeiten erinnert werden, die sie gerne wieder vergessen würden, schwelgen die anderen in der Nostalgie einer nie erlebten Ära. So läuft das nunmal in der Modewelt. Das beste daran? Sie schenkt Selbstermächtigung. Das heißt so viel wie: Wenn du mit dem Trend nichts anfangen kannst, dann ist das überhaupt nicht schlmm. Denn wo ein Trend aufploppt, folgt auch eine Gegenbewegung. Oder eben die Sehnsucht nach ruhigen Gewässern. Deswegen gibt es passenderweise gleich einen Anti-Trend – und der geht hin zu hochgeschlossenen Teilen.

Hoch geschlossen: Das Styling-Pendant zu knappen Looks

Lässt sich hoch geschlossen definieren?

Kurz und knapp: Das Dekolleté wird nicht zur Schau gestellt. Beispielsweise durch die Wahl der Kragenhöhe. Rollkragen, aber auch Hemdkleider sind hier vermutlich die ersten, die uns in den Sinn kommen. Und ja, die gehören zur Standardausrüstung des Kleiderschranks. Egal, ob mit einem Hoodie drüber und Sneakern oder kombiniert mit Overkneeboots – die Stylingmöglichkeiten haben für jeden Anlass was zu bieten. Und die Freizügigkeit lässt sich entsprechend anpassen. Mt einem Knopf mehr oder weniger. Übrigens: Eine weitere Alternative bieten abnehmbare Kragen, wie bei Schauspielerin Jodie Smith.

Auslegungssache

Manchmal platzt einem wortwörtlich der Kragen: Wir brauchen Luft, nichts Enges um den Hals. "Hochgeschlossen" ist daher auch immer irgendwo Auslegungssache und richtet sich nach unseren individuellen Bedürfnissen. Der Grundgedanke bleibt jedoch gleich: etwas Bedeckendes tragen. Möchtet ihr auf Rollis verzichten, dann schaut euch bei Kleidern mit einem Rundhalsausschnitt um. Mit einem dezenten V-einschnitt darin blitzt das Dekolleté zwar durch, aber in Maßen. 

Müssen wir bis zum Winter warten?

Das könnte man meinen, aber nein. Das Wollkleid mit Turtleneck muss nicht rausgekramt werden – wobei sich das sicherlich im Zuge des Klimawandels noch ändern kann. Bis dahin jedoch bieten sich hoch geschlossene Kleider mit luftigen Schnitten an, die beispielsweise aus Materialien wie Leinen sind. Burberry inspiriert uns dazu sich an Transparenz-Einsätzen zu wagen: Angezogen, aber gleichzeitig freizügig. Um letzteres abzudämpfen und dem Look gleichzeitig ein Highlight zu verpassen, einfach mit bunten Tops layern. 

Guido

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