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Gewollt gerollt Der Rollkragen kann auch ohne Winter was

Gewollt gerollt: Gelber Rollkragenpullover unter gemustertem Kleid
© Elena Rostunova / Shutterstock
Rollis erfreuen sich an den Hälsen einer stetig wachsenden Anhänger:innenschaft. Woher kommen sie und welche Möglichkeiten haben wir beim Stylen? Wir haben die Antworten.

Als erwachsener Mensch kann man rückblickend einige Verhaltensweisen in der Kindheit nicht begreifen – vor allem dann nicht, wenn sich so ein Sinneswandel ergeben hat. Als Kind war ich schon immer dickköpfig und wollte anziehen, was ich anziehen wollte. Hat es nicht geklappt, überkam mich eine passive Aggression, die keiner verstand außer mir (damals zumindest). Und wisst ihr, wo ich die am meisten gespürt habe? Bei Rollis, deren Kragen mich immer wieder verrückt gemacht hat! Erst mit Anfang zwanzig habe ich gelernt sie zu lieben, horten und mich nach ihnen zu sehnen. Wie sagt man so schön? Alles zu seiner Zeit. 

Gewollt gerollt: So stylt ihr den Rollkragen 

Ende des 19. Jahrhunderts zählte der Pullover mit kleinem Stehkragen zur Sportmode und anschließend zur Workwear, bevor er Einzug in die Alltagsmode erhielt. In den Sechzigern war der Rolli gleichzeitig auch ein Code: ein schwarzer Rollkragen wurde oftmals von Intellektuellen und Kunstschaffenden getragen, der Weiße hingegen von Feministinnen. Heute machen wir keinen Halt vor Farben, sondern kombinieren nach Herzenslust. 

Die Dos und Donts 

Stoffe aus Chemiefasern sind oftmals nicht atmungsaktiv und sorgen dafür, dass sich unangenehme Gerüche bilden, wenn ihr mal schwitzt. Das lässt sich jedoch vermeiden, indem ihr zu hochwertigen Turtle Necks aus Kaschmir oder Baumwolle greift. Sie bringen euch bei richtiger Pflege warm durch einige Winter und eignen sich auch zum Layering. Um wirklich lange Freude an eurem Rolli zu haben, solltet ihr also etwas investieren. Neben dem Material, ist es besonders wichtig, dass sich eure neue Begleitung gut auf der Haut anfühlt: Es sollte nicht kratzen, zwicken, zwacken oder sonst irgendwie Unwohlsein auslösen. Das kann nämlich sehr frustrierend sein – da nützt dann auch die ganze Wärme nichts. Bevor ihr zu Farbe greift, lohnt es sich, die Basics im Schrank zu haben. Zur Standardausrüstung für eine Vielzahl von alltags- und businesstauglichen Looks gehört ein schwarzer Rolli.

Traut euch Akzente zu setzen

Klassisch für Rollkragen sind zwar Materialien wie Baumwolle oder Kaschmir, aber es lohnt sich, auch einen Blick hin zu aufregenden Mustern oder durchsichtigem Mesh zu werfen. Unter schlichten Blusen oder Hemden wertet dieser kleine Akzent den gesamten Look auf. Wer lieber auf wilde Muster verzichtet, greift zu einfarbigen, bunten Turtle Necks. Habt eure Lieblingstöne für Monochrome Looks parat. Ich greife gerne zu Khaki und Beige, die wirken auch mit Denim-Looks lässig. Kleiner Tipp: Die verschiedenen Armlängen machen euren Look für alle Jahres- und die Übergangszeiten tauglich. 

Guido

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