VG-Wort Pixel

"Je weniger, desto besser" Pssst … Expertin verrät 5 Merksätze für ein gutes Make-up

Perfektes Makeup
© TheVisualsYouNeed / Shutterstock
Was macht ein perfektes Make-up aus? Wir haben mit einer Expertin gesprochen – über Mythen und Merksätze zum Schminken, die sich wirklich lohnen.

Ein perfektes Make-up, gibt es das überhaupt? Schon als Kind wühlen viele in Mamas Schminktäschchen, finden Lippenstift, Mascara und mehr und manifestieren den Gedanken in sich, dass man zu einem guten Aussehen wohl vieles braucht. Vor allem vieel Schminke. Selbst im Erwachsenenalter wird diese Vorstellung weiter unterstützt: Schließlich sehen wir in der Werbung nicht nur zahlreiche Utensilien, sondern auch die Models daneben, die durch vermeintlich diese Dinge zu ihrem perfekten Make-up gekommen sind.

Wer sich dann zum ersten Mal an die irgendwo aufgeschnappten Schminkregeln heranwagt, wird oft enttäuscht: Obwohl man sämtliche Schritte befolgt, brav Schicht für Schicht Farbe aufgetragen hat, sieht das Ergebnis doch nicht so aus wie erwünscht.

Das ist ganz normal und vor allem logisch: Schließlich sind wir Menschen allesamt so verschieden – da wäre es doch höchst verwunderlich, wenn wir alle die gleichen Make-up Utensilien gebrauchen würden! Das müssen selbst Expert:innen wie Nina Ponath erst lernen. Sie ist Gründerin der Make-up und Kosmetik-Eventreihe "BeautyNight". Dabei kommen die Teilnehmer:innen einen Abend zusammen, um von professionellen Make-up-Artists in die Beauty-Geheimnisse unserer Welt eingeführt zu werden.

Mythen und Merksätze rund um ein perfektes Make-up

In ihrem Job sind Nina also schon so einige Mythen begegnet, an die sie selbst lange Zeit geglaubt hat – und Merksätze, die stattdessen helfen. Denn ein paar golden Regeln für ein perfektes Make-up gibt es durchaus. Wir durften mal Mäuschen spielen und Nina hat uns ihre Merksätze verraten:

Ein gutes Make-up ist für mich wie ein Instagram-Filter, ein Weichzeichner, den man am besten gar nicht richtig sieht und nur den positiven Effekt bemerkt

Make-up sollte nie verkleiden – sondern vielmehr den eigenen Typ leicht unterstreichen, erklärt Nina uns. Sie selbst habe lange Zeit viel herumprobiert: "Bis eine Artistin zu mir meinte: 'Bei dir muss es natürlich bleiben, das passt sonst nicht zu deinem Typ.' Das finde ich super wichtig!"

Meine Grundregel: Je weniger, desto besser

Viel hilft viel? Nicht beim Schminken. Da können zu viele Produkte nämlich irgendwann schaden statt helfen: "Je mehr man aufträgt, desto größer ist nämlich auch die Gefahr von unschönen Rändern, Flecken und Spuren, die sich auf Falten und Unebenheiten absetzen", weiß Nina. 

Damit Make-up gut aussieht, muss vor allem die Basis stimmen

Wird gerne vergessen, vor allem wenn es schnell gehen muss: Auch wenn man sie auf den ersten Blick nicht sieht, ist die Basis das Wichtigste. Auf ihr baut das gesamte Make-up auf. Ninas Rat "Eine unsere Make-up Artists hat mir den Tipp gegeben, den Schwamm, mit dem das Make-up Aufgetragen wird, mit Rosenwasser einzusprühen. So wird die Haut direkt beim Auftragen mit Feuchtigkeit versorgt."

Auf 3 Basics beschränken

Wir haben gelernt: Aus die Basis, also die Pflege, sollten wir nie verzichten. Dann reichen aber oft schon wenige Produkte aus, um einen großen Effekt zu erzielen: "Ich beschränke mich tatsächlich auf die Basics: eine gute BB-Cream, Concealer, Bronzer. Ist doch schön, wenn man noch was von der Haut sieht", findet Nina. Bronzer sei übrigens ein unterschätztes Element – er kann die Wangenknochen schön betonen. Bei der Produktwahl wirft sie noch eine wichtige Regel ein: "Ganz pragmatisch noch: Die Farbe muss zum Teint passen und die Konsistenz muss zum Hauttyp passen. Wer zum Beispiel eine trockene Haut hat, sollte unbedingt die Finger von mattierender Foundation lassen. Das macht die Haut nur noch fahler."

Ein gutes Make-up unterstreicht die Persönlichkeit, ohne den Menschen dahinter zu verstecken

Letztendlich gilt: Das perfekte Make-up ist eins, das zu dir passt. "Wer sportlich ist und sich sonst nicht doll schminkt, wird sich mit einer aufgestachelten zweiten Hautschicht sicher nicht wohlfühlen – und das sieht man", erklärt Nina.

Danke für das spannende Gspräch!

mjd Guido

Mehr zum Thema


Unsere Lieblings-Nähanleitungen von Guido