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Schonende Nagelpflege Bringt eure Nailcare auf's nächste Level!

Schonende und nachhaltige Nagelpflege: Frau zeigt ihr Hände
© Prostock-studio / Adobe Stock
Maniküre, Pediküre, Gel. Da macht man fix hundert Euro locker und so wirklich gesund ist's nicht. Mit diesen Alternativen schont ihr nicht nur den Geldbeutel, sondern tut euren Nägeln auch etwas Gutes.

Das hier soll kein Protest gegen Gelnägel sein! Lange Klauen mit krassen Designs sind mehr als nur das und verdienen ganze wissenschaftliche Arbeiten. Sie gehen zurück auf eine Ästhetik, die innerhalb der Black Community entstanden ist und seither, wie viele andere Dinge, einen festen Platz in der Popkultur eingenommen haben. 

Auf den ersten Blick mag es nicht so aussehen, doch auch Kunstnägel sind Fans von einem sorgfältigen Umgang. Wem schonmal einer dieser Dinger in der Mitte des eigenen Nagelbetts abgebrochen ist, weiß, von welcher Nahtoderfahrung ich spreche. Ich beherrsche den Umgang ganz einfach nicht und allen, denen es genauso geht, sage ich: Es funktioniert auch anders. Genauso lange haltbar, nachhaltiger und gesünder. 

"Ich brauche Gel, wegen meiner weichen, brüchigen Nägel!" 

Und das wird auch so bleiben, wenn weiterhin Gelschicht auf Gelschicht den Naturnagel bedeckt. Ob Gel, Acryl oder Shellac: Diese Alternativen verhindern das Durchdringen von Sauerstoff an euren Nagel. Pilzinfektionen und Entzündungen sind bei Personen mit empfindlicher Nagelhaut also gar nicht so unwahrscheinlich. Und oftmals bleiben diese lange unentdeckt durch die Farbschichten. Okay, aber müssen wir Kunstnägel jetzt verteufeln? Nein! Eine gelegentliche Pause hilft dem Nagel allerdings, sich zu regenerieren.

Gepflegter Naturnagel? So klappt's!

Alles für die Prep-Time

Vorbereitung ist das A und O, damit der Rest locker von der Hand geht. Wer Gel oder Shellac drauf hat, kann ihn zuhause selbst mit acetonhaltigen Nagellack entfernen. Persönlich bin ich kein Fan davon, denn egal wie lange ich meine Nägel in Aceton einweiche, das einzige, was sich langsam von mir löst, ist meine Geduld. Rechnet damit, dass es eventuell nicht klappt und plant einen Abstecher ins Nagelstudio ein! Aktuell keine Kunstnägel? Super, dann könnt ihr direkt starten. 

Für gepflegte Nägel sollten diese vier Gadgets zu eurem Repertoire gehören: Nagelschere oder Knipser, eure Feile des Vertrauens, Nagelhautzange oder Nagelhautmesser mit V-Klinge sowie ein Nagelhautschieber. Und regelmäßiges Desinfizieren der Tools nicht vergessen!

Kürzt eure Nägel auf die gleiche Länge und feilt nochmal nach. Aber: Nicht von links nach rechts sägen! Schonender ist's von einer Ecke in die Mitte und dasselbe auf der anderen Seite. Also immer nur in eine Richtung. Erst danach solltet ihr eure Nägel einweichen, um die Nagelhaut sanft zurückschieben zu können, sonst ist euer Nagel zu empfindlich und bricht gegebenenfalls schneller. 

Und was ist mit Pflegeprodukten? 

Die dürfen da natürlich nicht fehlen, vor allem wenn man zu trockener Nagelhaut neigt. Vor der Maniküre ist nach der Maniküre: Acetonfreier Nagellackentferner strapaziert die Haut nicht zu sehr. Es gibt auch 100% natürliche Alternativen, die preiswert sowie langlebig sind. Gleichzeitig bleibt Olivenöl ein altbewährter Feuchtigkeitsspender. Toll, dass wir den sowieso zuhause haben. Die Applikation ist euch nicht akkurat genug? Dann helfen Nagelölstifte. Damit die Wirkstoffe eurer Öle und Cremes gut einziehen, tragt sie abends in Kombination mit Baumwollhandschuhen auf. Toller Nebeneffekt: Das hilft auch gegen Knibbeln.

Muss beim Nagellack was beachtet werden?

In gängigen Nagellacken finden sich giftige Stoffe, von denen Nagellacke, die 9- oder 12-free sind, absehen. Die Lacke, die auf zehn oder mehr bedenkliche Zutaten verzichten, enthalten auch keine Inhalte tierischen Ursprungs, juhu! Je mehr Zutaten weggelassen werden, desto beschränkter ist man in der Herstellung mit der Vielfalt. Doch mittlerweile gibt es so viele tolle Alternativen und Farben, dass es einem kaum auffällt. Entsprechend sind solche Lacke auch etwas teurer. 

Lässt sich ein haltbarer Gellook trotzdem erzielen?

Ja! Beispielsweise hat die französische Marke Manucurist einen Nagellack entwickelt, der sich wie Gel anfühlt, so aussieht und genauso lange hält. Die Lacke härten allerdings nicht unter einer UV-Lampe aus, deren Strahlung schädlich für die Haut ist, sondern unter einer LED-Lampe. Leicht, schnell, vegan. Und somit auch gesünder. Denn die Lacke enthalten laut Angaben des Herstellers bis zu 84% natürliche Inhaltsstoffe und sind 9- beziehungsweise 12-free. Entfernen könnt ihr ihn leicht mit dem acetonfreien Nagellackentferner. Die Kinderversion lässt sich sogar mit Wasser und Seife einfach abwaschen!

Guido

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