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Entspann dich! Studie zeigt: Ein heißes Bad tut genauso viel für dein Herz wie Sport

Studie: Frau badet
© BGStock72 / Shutterstock
In einer Studie wurde der Einfluss von Wärme auf das Herz untersucht. Und tada: Ein heißes Bad wirkt sich fast genauso positiv auf die Gesundheit aus wie die Joggingrunde.

Hand aufs Herz: fühlst du es schlagen? Dieses kleine Organ ist nicht nur sinnbildlich die Quelle unseres Lebens. Das Herz versorgt unseren Körper mit Blut und Sauerstoff. Ohne das Herz könnten wir nicht überleben. Warum hören wir trotzdem so selten auf es? Nicht nur in Bezug auf die Liebe, auch in der Gesundheit sollten wir unseren Herzen ein wenig mehr Pflege genehmigen.

In der Realität ist uns das bewusst. Trotzdem, wenn wir nochmal die Hand aufs Herz legen, wissen wir auch: nach einem langen Arbeitstag legen sich die meisten trotzdem lieber in die Badewanne, als sich zu einer Joggingrunde aufzuraffen, oder? Schließlich sehnt man sich nach Entspannung – egal ob das Herz vielmehr Training verlangt. Nun gibt es gute Nachrichten: Forscher: innen haben herausgefunden, dass auch das heimische Bad unserem Herzen etwas Gutes tun kann.

In einer Studie der Conventry University  in England haben Forscher:innen untersucht, wie sich Wärme auf den Körper auswirkt. Dazu durften die Teilnehmer:innen in einem heißen Bad Platz nehmen. Eine andere Gruppe wiederum setzte sich für dieselbe Zeit auf ein Fahrrad, um ein moderates Training zu absolvieren. Zeitgleich wurden die Körperfunktionen, wie die Herzfrequenz und Kerntemperatur, gemessen.

Ein heißes Bad für's Herz

Das Ergebnis ist erstaunlich: Tatsächlich konnten sowohl beim Baden als auch beim Fahrradfahren eine Erhöhung der Körpertemperatur, als auch der Herzfrequenz festgestellt werden. Eigentlich ist das gar nicht so verwunderlich, man kennt das Phänomen schließlich. Wer schon einmal länger in der Sauna oder in einem heiße Whirlpool saß, wird die Effekte der Sauna gespürt haben: Bei Wärme beginnt unser Herz schneller zu schlagen, uns wird warm, unsere Gefäße erweitern sich, der Kopf errötet und wir beginnen zu schwitzen. Genauer drüber nachgedacht,  sind das dieselben Effekte, die wir auch bemerken dürften, wenn wir uns eine Runde aufs Fahrrad schwingen.

Was wir bisher nur gespült haben konnte nun auch wissenschaftlich belegt werden: Wärme, von ExpertInnen auch passive Wärme genannt, kann ähnlich positive Effekte auf unsere Gesundheit haben wie eine leichte bis mittlere Sporteinheit. "Die Ähnlichkeiten gehen sogar über das physisch Gefühlte hinaus: Während eines Ultraschalls der Arterien konnte ich ebenfalls eine ähnliche Erhöhung des Blutflusses beobachten", berichtet einer der Wissenschaftler in seinem Artikel in "The Conversation".

Ganz zurücklehnen sollten wir uns aber trotzdem nicht: die Wissenschaftler:innen der Studie betonen in ihrer Zusammenfassung auch, dass sportliche Aktivität natürlich einen größeren Effekt auf den Muskelaufbau und die Fettverbrennung hätten. Auch würden dabei mehr Kalorien verbrannt werden. Auf Sport verzichten sollten wir also auch nicht. Die positiven Effekte lassen sich aber wunderbar kombinieren. Und wir müssen es uns nicht verübeln, wenn wir uns nach einem langen Tag einmal nicht zum Workout aufraffen können: Einen Wellnessabend mit viel Wärme haben wir und unsere Körper genauso verdient.

mjd Guido

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