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Die richtige Haarpflege Guidos beste Tipps

Die richtige Haarepflege: Frau bürstet ihre Haare
© Orawan Pattarawimonchai / Shutterstock
Kinder, holt die Hefte raus! Heute geht es um Glanzleistungen, das kleine Friseur-Einmaleins und euer Lieblingsfach Trendkunde.

1. Stunde: Wirkstofflehre

Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon und "puff!" - fertig ist der Haarpflegecocktail. Die gute Nachricht vorweg: In die Luft fliegen kann so schnell nichts, egal welche Shampoos, Kuren und Pflegesprays ihr miteinander kombiniert. Was in jeder Pflegeroutine drin sein sollte? Keratin! Das Protein ist nämlich der wichtigste Baustoff unserer Haare. Werden sie von außen beschädigt, öffnet sich die Schuppenschicht, und Keratin kann verloren gehen. Keratinprodukte füllen die Lücken und bauen die Struktur wieder auf. Auch Weizenprotein stärkt geschwächtes Haar nachhaltig. Wer seine Oberfläche in Spiegeloptik bringen will, sollte mal Seidenproteine versuchen. Sie sorgen für ein Gefühl wie poliert. Noch schneller zeigt sich ein Effekt bei den neuen sogenannten Haarfluids. Diese Glanzwässerchen lagern mit einer Lamellar-Technologie spezielle positiv geladene Inhaltsstoffe auf der Haaroberfläche an und machen sie in Sekunden spürbar geschmeidiger.

2. Stunde: Pflegemethodik

Die Wurzel aus Haarlänge mal Bürsten im Quadrat …? Keine Sorge, die Formeln für die Tolle sind schneller gelernt, als ihr Pythagoras buchstabiert habt! Wochenwäsche mal Spitzenschneiden gleich gesunde Mähne: ganz einfach. Nur ein- bis zweimal sollte normal trockenes Haar in der Woche durchgespült werden. Fettiges profitiert jeden zweiten Tag von einer Wäsche, weil die erhöhte Talgproduktion es schneller strähnig aussehen lässt. Trotzdem kein Grund, das Fett, das von den Drüsen an den Haarwurzeln abgesondert wird, zu mobben! Ohne es würde unsere Mähne nämlich ziemlich alt aussehen, fahl und stumpf. Wer Glanz will, muss seinen Talg pflegen. Die klassische Formel? 100 Bürstenstriche – kennt doch jeder! Der körpereigene Pflegestoff verteilt sich so in den Längen, versiegelt Haarschuppen und macht die Mähne geschmeidig. Dafür reichen auch ein paar Dutzend Durchgänge. Letzter Satz für heute: die Schneideformel. Alle drei Monate sollte man ein paar Zentimeter lassen. Blondiertes Haar ist strapazierter und muss öfter ran: Etwa alle sechs Wochen lohnt sich das Spitzentrimmen.

3. Stunde: Trendkunde

Schon gehört, was die coolen Mädchen auf dem Schulhof jetzt tragen? Curly Fringe, Bowlcut und Pristine Bob sind total angesagt. Dahinter stecken Stylings und Schnitte: ein lockiger, luftiger Pony, rund geschnittene Längen und ein makellos gestriegelter Bob, bei dem kein Härchen aus der Reihe tanzt. Neu in der Schule: futuristische Föhnvarianten, die mehr können als nur trocken pusten. Schon vom Flyaway-Aufsatz gehört? Er sieht aus wie die Nase von Gonzo (der aus der "Sesamstraße") und bändigt fliegende Haare per Luftstrom. Das sorgt für ein Glanzfinish, das aussieht, als hätte man stundenlang beim Friseur gesessen. Tipp: Immer im trockenen Haar verwenden. Wusstet ihr, dass man sein Haar auch "überföhnen" kann? Wer zu heiß und zu lange föhnt, trocknet Haar und Kopfhaut regelrecht aus. Ein neues Gerät aus Japan sondert durch eine Düse winzige negativ geladene Wasserpartikel ab, die in die Zellstruktur der Haare eindringen und sie mit feinsten Feuchtigkeitspartikeln versorgen. Aber genug für heute. Ab in die Pause! 

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Guido Heft Nr. 10/2021.

Guido

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