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Oma wusste es! Diese Angewohnheit macht glücklich, gesund und gelassen

Oma wusste es! : Diese Angewohnheit macht glücklich, gesund und gelassen
© De Visu / Shutterstock
Dass Oma und Opa oft alles richtig machen, wissen wir schon lange. Ob Beziehungs-, Putz- oder Küchentipps, die Weisheit ist grenzenlos! Nun soll eines ihrer absoluten Lieblingshobbys aber auch noch gut für Körper und Geist sein.

Es geht natürlich um die gute alte Gartenarbeit! Viele Omis und Opis sind leidenschaftliche Gärtner:innen. Meine eigenen Großeltern eingeschlossen. Ein Leben in der Stadt? Da musste der Schrebergarten her. Ein Leben auf dem Land? Jeder freie Zentimeter wird gepflegt, angebaut und kultiviert. Und das Gartenglück sorgt nicht nur für leckeres und frisches Essen aus bunten Salaten, frischen Kräutern oder einer ganzen Schar an Auberginen. Dass Gärtnern ganz wunderbar ist, um sich besser zu fühlen – mental und körperlich – zeigen diverse Studien. Diese Fakten zum Gärtnern lassen uns noch mal überdenken, ob wir nicht ein Hochbeet bauen, den Balkon bepflanzen oder den Gemeinschaftsgarten umgraben wollen. Denn wo wir gärtnern, ist zum Glück nicht wichtig.

Besser als Sudoku

Bei der Arbeit im Garten verbessern oder erhalten wir unsere kognitiven Funktionen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 ist es also ein sehr effektives Gehirnjogging. Denn für unser Traumbeet müssen wir, bevor es dazu kommt, eine Menge planen und organisieren. Wir müssen uns auf Komplikationen wie einen Insekten-Quälgeist oder eine schlechte oder zu gute Ernte unserer Gurken oder Tomaten einstellen. Probleme zu lösen ist für unser Gehirn immer ein gutes Training: Wie viele Pflanzen passen in mein Beet und welche Pflanzen kann ich gut miteinander kombinieren? All das sind gute Möglichkeiten, das Gehirn anzuschmeißen, aber bitte nicht zu heiß laufen zu lassen. Immer mal wieder neue Pflanzen einzupflanzen setzt dem ganzen noch ein Krönchen auf, weil wir uns vorher auf unsere neuen Gartengefährt:innen einstellen müssen. Wie viel Sonne oder Schatten braucht die Pflanze, ist die Erde im Garten dafür gut genug oder das Wetter vielleicht zu kalt? All das Bedenken wir irgendwann sogar mehr oder weniger automatisch. Gärtnern tut sehr viel mehr für den Geist, als man beim Zugucken vielleicht denken würde. Welche Samen am Ende wirklich wachsen oder welche Kräuter bei uns am Leben bleiben – all das sind Erfahrungswerte, die uns weiterbringen.

Harke und Schippe werden deine Fitnessgeräte

Beim Gärtnern bewegen wir uns nicht gerade wenig. Mit der Schubkarre durch den Garten zu fahren oder mit dem Spaten den lästigen alten Baumstumpf aus der Erde zu lösen, das ist harte körperliche Arbeit. Laut einer im Jahr 2010 veröffentlichten Studie bekommen wir beim Hobby-Gärtnern unsere tägliche Dosis an Bewegung. Das ist natürlich gut für die Gesundheit und kann außerdem Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen. Für das Gärtnern ist übrigens mehr Stärke und Geschick von Nöten, als wir es, ohne es ausprobiert zu haben denken würden. Beim Umgraben, Unkraut jäten, dem Transport von Säcken voll Blumenerde oder dem Einpflanzen unserer neuen Lieblinge braucht es Fingerspitzengefühl und Fitness. Ein weiteres Plus des Ganzen: Wir sind an der frischen Luft und tanken meistens direkt Sonne. Das bessert bekanntlich ebenfalls unsere Laune. Wichtig dabei ist aber umso mehr, den Sonnenhut nicht zu vergessen.

Eine neue Form von Zen

Sind Menschen, die ihre Freizeit im Garten verbringen, tatsächlich glücklich und gelassen? Einer Studie aus dem Jahr 2019 zufolge ist das so. Mit dem Grund hätten wir allerdings nicht gerechnet: Im Boden lebt ein Bakterium namens Mycobacterium Vaccae oder auch: die Vacca-Bakterie. Und anstatt Schaden anzurichten, wirkt es entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem. Das wiederum könnte sogar bei Stress und Angst helfen, so die Forschung. Möglicherweise beeinflusst es auch unser Serotoninlevel und sorgt so dafür, unsere Stimmung zu verbessern und uns glücklicher zu machen. Weitere Studien fanden heraus, dass Gärtnern nicht nur bei Angst oder Stress helfen kann, sondern auch bei Depression. Forscher:innen stellten 2021 außerdem fest, dass grüne Flächen und der eigene Garten in der Pandemie für viele Menschen wie eine Art ökologische Medizin wirkten.

Verwendete Quellen: Psychology Today, frontiers

Guido

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