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Garten-Guide So bereitest du schon jetzt die neue Gartensaison vor

Garten-Guide: So bereitest du schon jetzt die neue Gartensaison vor
© pressmaster / Adobe Stock
Was gibt es Schöneres, als die Vorfreude auf warme, sonnige Sommertage im Garten … Klar, dass das Gärtner:innenherz dadurch besonders zur aktuellen Zeit schmerzt und man sich kaum zurückhalten kann, endlich wieder zu Töpfen und Schaufel zu greifen, um Beete und Sträucher für die neue Saison vorzubereiten.

Doch wer nun denkt, der Winter lädt zum totalen Ausruhen ein, der:die liegt falsch. Wer sich ausruhen möchte, kann dies natürlich tun, für alle ungeduldigen Hobbygärtner:innen haben wir hier hingegen den Garten-Guide, der zeigt, was ihr bereits jetzt für die neue Gartensaison vorbereiten, säen oder pflanzen könnt.

Verschaffe dir für die neue Gartensaison einen Überblick

Schnapp dir Schal und warme Schuhe und begib dich nach draußen. Denn Planung ist das A und O und aus diesem Grund ist es jetzt eine super Idee, sich einen Überblick zu verschaffen: 

  • Wo soll was gepflanzt werden?
  • Wie setze ich die Bete an?
  • Und wo soll zukünfitg Rasen gesät werden, um dort im Sommer in der Sonne zu entspannen?

Das gilt natürlich auch für deinen Balkon. Nur weil du dort weniger Platz zur Verfügung hast, heißt das nicht, dass dieser Schritt wegfällt. Verschaffe dir einen Überblick über die Sonneneinstrahlung deines Balkons: Wo hast du zu welcher Tageszeit Sonne? Wie viel Platz steht dir überhaupt zur Verfügung; lohnen sich hochwachsende Rankpflanzen oder setzt du auf viele kleinere Balkonkästen? Du merkst: Die Planung sollte nicht unterschätzt werden und du kannst dich dabei schon super austoben.

Boden ist nicht gleich Boden

Für die Planung ist es außerdem wichtig zu wissen, welcher Boden in deinem Garten vorhanden ist. 

Tonboden

Tonboden ist sehr reich an Nährstoffen. Klingt erstmal super, wäre da nicht ein kleiner Haken: Die vorhandenen Nährstoffe werden – ebenso wie das Bodenwasser – von den umliegenden Bodenteilchen nämlich sehr stark festgehalten. Das macht es für viele Pflanzen schwer, dort "Fuß zu fassen", denn auch wenn Tonböden voll von wunderbaren Nährstoffen sind, können diese dadurch schlichtweg nicht ausreichend genutzt werden. Im trockenen Zustand machen es diese Böden dem Wurzelschlagen einiger Pflanzen sehr schwer und schädigen ihnen eher, als zu helfen. Kartoffeln beispielsweise fühlen sich in Tonböden sehr unwohl. Greife lieber zu einem Obstbaum und pflanze ihn an einer solchen Stelle. Viele Arten kommen mit ebenjenen Beschaffenheiten oftmals nämlich ganz gut zurecht.

Schluffboden

Böden, in denen Pflanzen problemlos wachsen, ihnen genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen und sie in Ruhe gedeihen: Das klingt nicht nur toll und wünschenswert, diese gibt es ganz bestimmt auch in deinem Garten. Hierbei handelt es sich um Schluffböden; die sind durch ihre Beschaffenheit nicht nur in der Lage, Wasser zu speichern, sondern können es auch gleich an seine pflanzlichen Untermieter weitergeben. Schluffboden beglückt das Herz der Hobby-Gärtner:innen. Er bildet einen super Lebensraum und dem Anpflanzen ist quasi keine Grenze gesetzt. Tob dich aus, Gurken, Beeren und Kohl fühlen sich dort beispielsweise pudelwohl.

Sandboden

Sandboden hingegen gilt als sehr nährstoffarm. Ihn erkennst du an seiner sandigen Konsistenz, die beim Anfassen direkt durch deine Finger rieselt. Dieser Boden eignet sich aber dennoch, denn wie so oft gibt es auch hier ein paar Ausreißer, die sich trotz widriger Verhältnisse zum Anpflanzen eignen. Entscheide dich dabei für Pflanzen, die gut mit einer trockenen Umgebung klarkommen. Lavendel bietet sich dafür – ebenso wie zum Beispiel Sanddorn oder einige Gemüse- und Kräuterarten – super an. Heidelbeeren, Spargel, Thymian und Minze sind für diese Art Boden ebenfalls eine gute Wahl.

Du siehst, Böden sind individuell. Mit ein paar Tricks kannst du deren Beschaffenheit jedoch deinen Wünschen anpassen.

Dafür ist es nie zu früh!

Sobald du einen groben Überblick über die zukünftige Anordnung deiner Beete hast oder bereits weißt, welche Sorten Gemüse oder Kräuter du im Garten bzw. auf deinem Balkon anpflanzen möchtest, kannst du dich an das Besorgen der Samen machen. Denn "Vorziehen" kann man nie früh genug und das macht die besonders Ungeduldigen unter uns natürlich glücklich. Vorziehen meint hierbei, dass man kälteempfindliche Pflanzen zunächst in der warmen Wohnung in den Topf setzt und sie erst rausstellt, wenn die Temperaturen es erlauben. Tatsächlich gibt es einige Gemüsesorten, die man bereits gut schon im Januar vorziehen kann:

  • Gehasst wie geliebt ist die Tomate bekannt für ihre Eigenschaft als ganzjährig anbaubare Pflanze. Dem Vorziehen deiner diesjährigen Tomatenernte steht also nichts im Wege.
  • Ebenso brauch vor Aubergine und Kohlrabi kein Halt gemacht werden.
  • Rote Beete und Süßkartoffel eignen sich ebenso super, um sie bereits jetzt in der Wohnung vorzuziehen.
  • Für die gewisse Schärfe in deinen Gerichten kannst du dich auch mit Chili und Peperoni bedenkenlos austoben.

Du merkst, dem Gartenjahr 2023 steht so nichts mehr im Wege. Wer es kaum abwarten kann, darf sich also gerne austoben. Alle anderen können sich jedoch gemütlich zurücklehnen, denn in Hektik verfallen brauchen wir nicht. Der Winter ist schließlich noch in vollem Gange und so können diese Schritte auch noch bedenkenlos in den folgenden Monaten angepackt werden.

Quellen: express.uk, thesurvivalmom.com, ndr.de

Guido

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