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Ran an die Knolle Mit diesem alten Trick lagerst du deine Kartoffeln super effektiv

Ran an die Knolle: Mit diesem alten Trick lagerst du deine Kartoffeln super effektiv
© Rawpixel.com / Adobe Stock
Der Winter ist eine eher ruhige Zeit, wenn es für Gärtnerinnen und Gärtner um das Thema Ernte geht. Äpfel sind zu Mus und Saft verarbeitet, Zucchinis eingelegt und der Boden regeneriert sich vom letzten Jahr.

Doch wer auf eine ergiebige Erntesaison zurückblicken kann, hat nicht nur Grund zur Freude, sondern steht womöglich auch vor der Frage: Wohin mit dem ganzen Grünzeug? Denn das direkte Verarbeiten von Obst und Gemüse ist eine Menge Arbeit. Besonders Kartoffeln bieten oftmals eine reichhaltige Ernte, bei der man mit dem Verzehr gar nicht so schnell hinterherkommt. Doch mit einem Blick in die Vergangenheit gibt es einen Retter in der Not, der uns auch heute noch zur Seite steht: die Erdmiete.

Von wegen altmodisch

Alles was es dafür braucht: ein simples Loch in der Erde. Bei wem im Keller der Platz für die Erdknolle knapp wird, kann die Lagerung von nun an also direkt in den (Klein)Garten verlegen. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass dort ein halbschattiger Platz gewählt wird, an dem Regenwasser sorgenlos ablaufen kann. Die Kartoffeln sollen es schließlich trocken haben. Zu trocken darf es jedoch auch nicht werden, das würde das Gemüse austrocknen lassen. Regelmäßiges Lüften an besonders warmen Tagen ist deshalb sehr wichtig. 

Die Großstädter:innen unter uns, die ihre Ernte aus dem Kleingarten sicher zu Hause lagern wollen, können übrigens genauso auf diesen alten Trick zurückgreifen. Denn auch in einer unbeheizten Vorratskammer, im Keller oder auf dem Balkon lassen sich die Kartoffeln super lagern – und zwar in einer flachen Holzkiste. Wer die Erdmiete im Garten anlegen will, kann dabei sogar auf eine alte Waschmaschinentrommel zurückgreifen. Ganz egal, ob im Garten oder Zuhause, die Anwendung ist dabei identisch.

So klappt's bestimmt

Egal, ob Erdmiete oder die abgespeckte Version für zu Hause: Wichtig ist, dass die Kartoffeln es kühl haben. Ideale Lagertemperaturen liegen zwischen vier und sechs Grad. Niedrige Temperaturen sind bei einer Erdmiete im Garten grundsätzlich gegeben, da der zu befüllende Behälter mit Erde umgeben ist.

Nun wird gestapelt: Der Grund sollte zuerst mit einer Schicht Sand ausgelegt werden, die etwas fünf Zentimeter hoch sein sollte. Darauf folgt (im Garten) Kaninchendraht, der vor hungrigen Nagetieren schützt. Auf diese Schicht wird nun eine Lage Stroh verteilt, auf welcher die ersten Kartoffeln nebeneinander verteilt werden. Weiter geht es mit Stroh und der nächsten Schicht Kartoffeln. Diese Reihenfolge haltet ihr so lange ein, bis eure Ernte im Erdloch oder der Holzkiste gut verstaut ist. Zu guter Letzt wird das Konstrukt mit Holzbrettern beschwert, die anschließend mit Reisig bedeckt werden.

Wichtig zu beachten

Besonders wichtig für alle Balkoninhaber:innen: Habt bei Frost einen Blick auf eure Kartoffeln, da sie bei diesen kalten Temperaturen gut geschützt werden müssen. Wenn die Knollen zu viel Licht bekommen besteht außerdem die Gefahr, dass sie Keimen. Wichtig ist außerdem, dass dein Gemüse ungewaschen gelagert wird.

Doch nicht nur Kartoffeln eignen sich für die Erdmiete. Besonders Wurzelgemüse, beispielsweise Pastinaken oder sogar rote Beete und Kohl fühlen sich in dort besonders wohl und bieten sich deshalb super an. Aber auch Obst lässt sich unter dem Erdreich lagern. Deine Äpfel kannst du deshalb auch sorgenlos in einer Erdmiete lagern. Wichtig ist hierbei nur, dass diese nicht zusammen mit deinem Gemüse, sondern gesondert gelagert werden.

Generell gilt: Mut zum Probieren zahlt sich aus. Mit der richtigen Routine sollte einer idealen platzsparenden Lagerung deiner Ernte nichts im Wege stehen.

Quelle: t-online.de, mdr.de, utopia.de

Guido

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