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Psychologie 3 Strategien, um mutiger zu werden

Psychologie: Silhouette einer Frau
© MikeDotta / Shutterstock
Wird Mut einem in die Wiege gelegt oder können wir das auch erlernen? Weil noch kein:e Meister:in vom Himmel gefallen ist, sind hier Tipps, um euren Mut zu füttern.

In der dritten Klasse hatten wir jeden Freitag Schwimmunterricht. Ich habe keine Gelegenheit ausgelassen, mich zu davor zu drücken. Ihr könnt euch also vorstellen, wie froh ich war, als das Schuljahr um war. Während ich dachte, es würde mir nie wieder begegnen, kam es mir in den ersten beiden Jahren des Gymnasiums nochmal als Fach entgegen. Ich hatte immer noch kein Seepferdchen. Und die Stunde der Wahrheit rückte näher: der Sprung. Vom Einer. Rückblickend kein Drama. Damals war es aber so ein großes Ding, das mir viel abverlangt hat. Was braucht es, um in solchen Situationen seinen Mut zu sammeln? 

Psychologie: Mit diesen 3 Strategien füttern wir unseren Mut

Was ist überhaupt Mut?

Der Duden definiert es als "Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden". Oder als "Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte". Daraus können wir also schließen, dass Mut eine ziemlich individuelle Sache ist. Wie unser Ängste. Und um die müssen wir uns zuerst kümmern, indem wir zunächst feststellen, was uns alles Angst macht. Schreibt alles, was euch einfällt ohne viel zu überlegen auf eine Liste. Anschließend markiert ihr die Dinge, auf die ihr Einfluss nehmen könnt. 

Raus aus der Komfortzone!

Das ist leichter gesagt als getan, aber glaubt mir: Wer sich diese Übung angewöhnt, wird nicht genug von diesen kleinen Adrenalinschüben bekommen. Die sogenannte Komfortzone ist ein psychologischer Zustand, in dem wir an unser Umfeld gewöhnt sind. Wir fühlen uns sicher und haben die Kontrolle über das, was passiert. Das ist schön, versteht mich nicht falsch. Zu lange darin zu verharren, kann jedoch auch dazu führen, dass das "Neue" gefährlich wirkt. Außerdem lernen wir nichts dazu, wenn wir immer in unserer Komfortzone bleiben. Bei einer Spinnenphobie müsst ihr ja nicht direkt die nächste Tarantel auf die Hand nehmen. Es reichen bereits Kleinigkeiten: Der Film ist super, aber niemand hat Zeit? Geht alleine ins Kino. Ihr wollt unbedingt die Hüften schwingen, aber schämt euch? Sucht einen Tanzkurz in der Nähe und meldet euch für ein Probetraining an! 

Und was hältst du davon? 

Kommentare, Situationen, Gedanken. Manchmal schluckt man all das einfach runter. Um eine Konfrontation zu vermeiden – doch das wird irgendwann nach hinten losgehen. Eine tolle Übung für den Alltag ist es, möglichst oft zu versuchen, die eigene Meinung zu sagen, mitzuteilen wie man sich fühlt und besonders wichtig: sagen, was wir NICHT wollen. Mut ist manchmal eine schwierige Sache, denn Dinge für einen selbst zu tun, kosten meist sehr viel Überwindung. Vor allem dann, wenn wir es zu Hause nicht gelernt haben. Schreibt Situationen auf, die euren Mut erfordert haben. So vergesst ihr nicht, wie unglaublich gut sich der Mut im Nachhinein angefühlt hat und welche Vorteile sich daraus ergaben. Ihr werdet schnell sehen, dass ihr gar nicht so wenig Mut habt, wie ihr anfänglich dachtet! 

Guido

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