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Psychologie 5 Energieräuber, von denen wir uns jetzt trennen

Psychologie: Frau läuft über Wiese
© Marko Geber / Getty Images
Psychologie: Energieräuber verstecken sich überall in unserem Leben – und zwar nicht nur in anderen Personen, sondern vor allem in uns selbst. Wir räumen auf: Von diesen Menschen, Gewohnheiten und Dingen trennen wir uns lieber.

"Das tut nichts für dich", haben wir Guido schon oft sagen hören. Meistens geht es dabei im "Shopping Queen" Kontext um die zu enge Hose, das weite Kleid oder die schlecht sitzende Bluse. Aber auch fernab von der Mode gibt es Dinge, die einem nicht gut tun können, von denen man aber tatsächlich tagtäglich umgeben ist. 

Das Problem mit den Energieräubern unseres Alltags: Wir bemerken sie meist gar nicht. Vielmehr handelt es sich dabei um unterbewusste Dinge, Handlungen oder Angewohnheiten, die für uns völlig normal sind. Von denen wir denken, dass sie eben dazu gehören. Dass das Leben so zu sein habe. Und dass wir sie schon aushalten müssten. Dabei fällt uns erst auf, wie viel Kraft manche Dinge uns gekostet haben, wenn wir sie mal von uns fernhalten.

Jeder Mensch hat seine eigenen Energieräuber, die "nichts für sie:ihn tun". Das mögen Menschen sein. Oder auch veraltete Vorstellungen und Ansprüche, die sich irgendwann in unserer Gesellschaft und unserem Kopf verankert haben. Bereit fürs gemeinsame Entlarven und Ausmisten?

Energieräuber, die wir jetzt freundlich zur Tür bringen

Schlechtes-Gewissen-Macher:innen

"Ich hatte mich aber schon so gefreut" "Nie hast du Zeit" "Aber ich schaffe das gar nicht alleine" Da hat man sich schon einmal überwunden und war ehrlich, hat ein Treffen abgesagt, einmal "Nein" gesagt und eine Bitte abgeschlagen. Wenn man daraufhin solche Sätze zu hören bekommt, ist das schlechte Gewissen vorprogrammiert. Übrigens: Besonders oft bekommen Menschen sie zu hören, die sonst immer für jede:n da sind und es allen Recht machen wollen. Wer sich traut, auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören, sollte dafür nicht von Schlechte-Gewissen-Macher:innen bestraft werden. Schluss damit – man kann offen mit den Menschen darüber sprechen, was solche Worte bei einem auslösen. Hilft es nichts, bleibt letztendlich aber nur, sich zu distanzieren. Denn das ist emotionale Erpressung.

Zu kleine Kleidung kaufen

Du kaufst immer nur 36/38, das Kleid ziept aber an der Taille? Kauf die 40. Oder lass das Kleidungsstück gleich hängen. Keine Modemarke der Welt ist es wert, dass wir die Luft anhalten, den Bauch einziehen und uns unwohl fühlen – das sieht man uns nämlich an. Kleidergrößen werden gefühlt immer kleiner, dazu sind sie von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Lassen wir uns von ihnen nicht mehr unsere Mode mies machen und kaufen ab sofort das, was passt, nicht das, was laut Kleidergröße passen müsste.

Scham

"Ich glaube, dass Frauen sich von Haus aus häufig mehr schämen, als Männer“, sagte Guido Maria Kretschmer vor kurzem in einem Wilkinson-Interview und hach ja, was hat er Recht. Wieso schämen wir uns eigentlich für alles Mögliche? Das nächste Mal, wenn du dir Gedanken machst, wenn du rot anläufst, dich bekleckerst oder verhaspelst, überlege mal, was du denken würdest, wenn es deinem Gegenüber statt dir passieren würde. Garantiert nichts schlimmes. Also: Scham ist ein riiiieeesiger Energieräuber unseres Lebens und wir können ihn nur gemeinsam überwinden – mit Ehrlichkeit und Humor.

Mit Menschen auf Social Media vergleichen

Wir wissen, dass die schöne neue Welt auf sozialen Medien nicht der Realität entspricht. Und trotzdem ertappen wir uns dabei, durch irgendwelche Instagram-Feeds von Menschen zu scrollen, die irgendwie schöner, cooler, gelassener oder stilvoller wirken. Tut nichts für uns und erstrecht nicht für unser Selbstbewusstsein. Folgen wir lieber Menschen, die sich ehrlich auf Social Media präsentieren – oder sparen Zeit und legen das Handy öfter weg. 

Andere ändern zu wollen

Wir haben oft nicht nur den Anspruch, uns selbst stetig zu optimieren – sondern leider auch unser Umfeld. Wie viele Menschen da draußen sind unglücklich in Beziehungen, weil sie noch immer daran glauben, ihr:e Partner:in würde schon noch zur:zum Traumprinz:essin würden? Für das Gegenüber übrigens auch nicht schön, ständig verändert werden zu wollen. Nehmen wir die Menschen so, wie sie sind. Das nimmt übrigens auch eine riesige Last von den eigenen Schultern, in dem man sich nicht mehr ständig für andere verantwortlich macht. 

mjd Guido

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