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Psychologie 8 Sätze, mit denen wir uns gegenseitig Selbstbewusstsein schenken

Psychologie: Freund:innen
© Maskot / Getty Images
Psychologie: Mit dem Selbstbewusstsein ist das ja so eine Sache – wir alle streben danach, erreichen es aber nur mühsam. Wieso helfen wir uns nicht gegenseitig?

Selbstbewusstsein. Von Kind auf an lernen wir, selbstbewusst durch die Welt zu gehen. Buchstäblich bedeutet der Begriff vor allem, sich selbst besondere Fürsorge oder Aufmerksamkeit zu schenken. In der Realität verbinden wir damit jedoch viel mehr, nämlich das Bewusstsein für unseren eigenen Wert. 

Nur ist es im Alltag gar nicht so leicht, immer auf sich zu achten, für sich einzustehen und – nun ja – selbstbewusst durch die Welt zu gehen. Vielmehr sehen wir uns immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die durchaus verunsichern können. Was uns dabei hilft, ist der Glaube, an ihnen zu wachsen, sie durchzustehen und stärker aus ihnen hervorzugehen. Was nicht hilft, sind Vergleiche. 

Von außen wirken andere Menschen auf uns oftmals viel selbstbewusster als wir selbst. Die Kollegin trägt den neuen Modetrend schon mit Bravour, während wir uns noch davor fürchten, aufzufallen. Der Freund meistert die Präsentation ohne einen Funken Aufregung, wir haben schlaflose Nächte. Und die beste Freundin schlägt bei der Gehaltsverhandlung knallhart 20 Prozent mehr raus, nachdem wir uns noch nicht einmal getraut haben, nach mehr Geld zu fragen. Das ist das Tückische an einem mangelnden Selbstvertrauen: Es spricht uns nicht gerade Mut zu, sondern redet uns ein, dass andere alles besser meistern würden.

Deswegen sind wir ja da. Jede:r Mensch, so stark er:sie auch wirken mag, erlebt im Laufe des Lebens Phasen der Unsicherheit. Das ist ganz normal und eben menschlich. Wenn wir das wissen, können wir aufhören, uns gegenseitig auf Podeste zu heben – und lieber gemeinsam kämpfen. Indem wir unser Selbstbewusstsein gegenseitig aufpolieren, wenn wir es gerade gebrauchen können. 

Selbstbewusster werden wir nicht von heute auf morgen. Vielmehr können wir uns stetig einen kleinen Selbstbewusstseins-Boost geben, indem wir uns manche Sätze viel öfter sagen. Sie mögen ganz selbstverständlich klingen, sind es aber nicht – denn sie hinterlassen eine unterbewusste Wirkung.

Beispiel gefällig? Mit diesen acht Sätzen können wir im Alltag gegenseitig unser Selbstbewusstsein stärken. 

8 Sätze, die uns selbstbewusster machen

"Ich verstehe das"

Der Teufel eines niedrigen Selbstbewusstseins sitzt auf der Schulter und flüstert uns zu, dass wir sicherlich falsch liegen würden. Mit Emotionen übertreiben. Uns zu viele Gedanken machen. Die drei simplen Worte "ich verstehe das" schaffen uns unterbewusst eine eigene Legitimation für unser Verhalten: Ich liege richtig.

"Da hast du vollkommen Recht"

In Diskussionen ist nichts verwerflich daran, seine Meinung zu ändern – wenn die andere Person uns umgestimmt hat. Und Recht zu haben, hört unser Selbstbewusstsein gern.

"Du darfst dich so fühlen"

Wieso bin ich so nervös und andere nicht? Wieso macht mich das traurig, wenn andere total cool damit sind? Jedes Gefühl ist erlaubt. Und wenn wir es uns selbst doch mal verbieten, tut es gut, diese Worte von außen zu hören.

"Das ist nicht selbstverständlich"

Unsere Talente. Das, was wir für andere tun. Wie wir in bestimmten Momenten reagieren. All diese Dinge machen uns aus, sind für uns aber oft selbstverständlich. Wenn jemand etwas tut, das wir gut und herausragend finden, können wir ihm:ihr das ruhig mal sagen.

"Ich bewundere deine Arbeit"

Wertschätzung ist auch bei diesem Satz das Stichwort. Eine deiner besten Freundinnen ist Architektin, du verstehst keinen Strich ihrer Entwürfe und schaust nur faszinierend zu, wie sie ein ganzes Haus designt? Sag ihr ruhig, dass du sie bewunderst! Das gilt übrigens genauso für deine Kollegin, die Mutter ist, und neben dem Arbeitsalltag mal eben einen Haushalt und die Kindererziehung alleine schmeißt. Hut ab. Ein bisschen Lob schadet nie.

"Danke dass du das mit mir geteilt hast"

Unsicherheiten behalten wir gerne mal für uns. Dabei ist es so erleichternd, sie loszuwerden – und so empowernd zu sagen, dass sie gehört werden.

"Können wir nochmal gemeinsam darüber sprechen?"

Darin steckt vor allem ein "Ich brauche deine Meinung", und das ist wirklich ein schönes Kompliment. Es zeigt, dass wir den Menschen vor uns mit seinen Meinungen schätzen – und dass er:sie eine Bereicherung für unser Leben ist.

"Deine Sichtweise hat mir sehr geholfen"

Kennst du diese Gespräche mit Menschen, nach denen dir alles klarer ist? Die dir eine ganz neue Sichtweise aufgezeigt haben – und dich wirklich weitergebracht haben? Raus damit. Es ist Balsam für die Seele, zu hören, dass man anderen geholfen hat. Und das Selbstbewusstsein steigt gleich um drei Punkte. Jackpot!

mjd Guido

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