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Overthinking Queen? 8 Sätze, die wir uns sagen, wenn wir mal wieder alles zerdenken

Overthinking: Frau im Bett
© BublikHaus / Shutterstock
Overthinking ist dein zweiter Vorname? Kennen wir. Wer auch manchmal ganz groß darin ist, alles winzig klein zu überdenken, wird hier fündig. 

Was habe ich da bloß gesagt? Wie hat er:sie das gemeint? Gehe ich meinen Mitmenschen auf die Nerven? Kümmere ich mich genug um sie? Und war die letzte Entscheidung wirklich die richtige? Das sind nur fünf gängige Gedanken, bei denen sich manche von uns schon mal ertappt haben dürften. Zumindest die, die auf diesen Artikel geklickt haben, weil sie sich vom Wort "Overthinking Queen" magisch angezogen wurden. Hallo, herzlich Willkommen, du bist hier genau richtig! 

Gedanken sind ein Wunderwerk unseres Bewusstseins. Manchmal machen sie uns das Leben aber auch etwas schwer. Zum Beispiel wenn wir nach einem Tag plötzlich hinterfragen, wie wir uns verhalten haben – obwohl alles ganz normal war. Wenn wir uns nachts fragen, was wohl passiert wäre, wenn wir uns vor drei Jahren für einen anderen Weg entschieden hätten – obwohl wir ohnehin nichts mehr daran ändern können. Und wenn wir in den Satz eines Mitmenschen mehr hineininterpretieren, als dieser an Worten zählt.

Die Beispiele haben eines gemeinsam: unsere Gedankenwelt darum wird kaum etwas an der Realität ändern. Deswegen können wir sie uns auch gleich sparen. Weil das aber deutlich leichter gesagt als nicht gedacht ist, kann unser Kopf ein wenig Training gebrauchen. Als Übungseinheit wählen wir Mantras. Wenn wir uns diese ganz oft selbst sagen, brennen sie sich irgendwann in unser Bewusstsein ein – ein Gedanken-Tattoo quasi, das uns immer wieder aus den Grübelspiralen herausholt, wenn wir es gebrauchen können.

8 Sätze, die gegen Overthinking helfen

Andere nehmen sich selbst viel wichtiger als mich.

Wenn man sich mal wieder fragt, ob man sich richtig benommen oder irgendwie komisch verhalten hat, hilft eine ganz einfache Erinnerung: die meisten Gedanken drehen sich viel mehr um einen selbst als um andere – so dass man oft eigenen Fehlern Beachtung schenkt, die anderen nicht einmal auffallen. Wahrnehmung ist immer subjektiv und oft vergessen alle Menschen unangenehme Situationen viel schneller als die, denen sie vermeintlich passiert sind.

Wenn ich an eine Macke meiner besten Freundin denke, muss ich schmunzeln.

Ganz ehrlich: wenn man an seine:n beste:n Freund:in denkt, fallen einem doch gleich mehrere Macken ein. Doch gleichzeitig muss man beim Gedanken daran vor allem schmunzeln, denn meistens machen genau diese eine Person doch erst so richtig liebenswert. So wird es anderen auch mit dir gehen.

Werde ich mich mit 80 Jahren an dieses Problem erinnern?

Einmal rauszoomen, bitte! Diese Frage lässt Probleme wunderbar klein erscheinen.

Ich muss nichts erreichen, um liebenswert zu sein.

Ähnlicher Glaubenssatz: Ich bin genug. Viele Menschen von uns tragen die Überzeugung in sich, etwas leisten zu müssen, um gemocht zu werden. Programmieren wir uns doch mal um.

Es gibt nicht den einen "Das macht man aber so"-Weg.

Vergleiche sind die Rutsche in die Grübel-Spirale. Für einen selbst wirkt es immer so, als würden alle anderen das Leben leichter und besser meistern – das ist ein Trugschluss. Gleichzeitig wären wir mit dem Weg anderer vermutlich gar nicht glücklich, weil es eben nicht die eine Lösung für jeden Menschen gibt. Niemandem muss das eigene Leben so gut gefallen wie dir selbst.

Es ist okay, Angst zu haben.

Auch hilfreich, denn: je mehr wir die Angst unterdrücken, desto stärker wird sie. Schauen wir sie uns lieber an und fragen sie, wovor sie uns gerade beschützen will.

Millionen Menschen zerbrechen sich gerade genauso den Kopf wie ich.

Wenn wir schon im Overthinking-Boot sitzen, ist es doch sehr tröstlich zu wissen: wir paddeln nicht alleine. Vermutlich gibt es gerade sehr viele Menschen, die sich genauso den Kopf zerbrechen wie man selbst und dazu noch versuchen, es vor anderen zu verstecken. 

Wer sich schon vor einem stressigen Termin stresst, erreicht dadurch nichts als doppelten Stress.

In zwei Wochen liegt ein wichtiger Termin an – Sorgen machst du dir aber schon, seit du ihn vereinbart hast. Klar, man kann seine Gedanken nicht einfach abschalten. Aber dieses Mantra hilft uns, zu lernen, uns nur einmal zu stressen – und zwar dann, wenn der Termin eintritt und nicht vorher. 

Ich möchte im Reinen mit mir und meinen Mitmenschen leben.

Ein wunderbarer Grundsatz, um sich und seine Beziehungen nicht immer zu hinterfragen: wenn man stets authentisch ist, hat man nichts zu bereuen. Denn das bist nun einmal du, mit Macken, sicherlich auch mal mit Fehlern – aber voller Ehrlichkeit. 

mjd Guido

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