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Komm näher 3 Wege, um emotionale Intimität aufzubauen

So kann es euch gelingen, emotionale Intimität aufzubauen
So kann es euch gelingen, emotionale Intimität aufzubauen.
© FrankBoston / Adobe Stock
Wie kann ich mit meinem Gegenüber Intimität aufbauen? Unterschiedliche Studien haben das näher untersucht.

Wir kennen sie alle: die Pärchen, die scheinbar nichts auf der Welt erschüttern kann, die sich auch nach Jahren noch liebevolle Blicke zuwerfen, die gemeinsam Abenteuer erleben und dabei trotzdem ihre Individualität aufrechterhalten können. Kurzum: die Vorzeigepaare, die man sonst nur aus Film und Fernsehen kennt.

Doch wie gelingt es ihnen, die Magie der Liebe aufrechtzuerhalten? Wie schaffen sie es, dass sie in ihrer Beziehung nicht in eine toxische Abhängigkeit rutschen? Die Wissenschaft hat sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und drei mögliche Antworten gefunden.

Berührung ist alles

Es gibt Paare, die sich regelmäßig und zärtlich berühren – und nein, damit sind nicht leidenschaftliche Zungenküsse vor aller Leute Augen gemeint, die es den Beobachtenden unangenehm machen, in der Nähe des Paares zu sein. Vielmehr geht es um subtile, zarte Gesten der Beruhigung. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass liebevolle Berührungen ein wichtiger Bestandteil von engen Beziehungen – speziell romantischen Partner:innenschaften – sind. 

Eine andere Studie fand heraus, dass die Berührung einer nahestehenden Person – insbesondere der Partner:in – den Stresslevel spürbar senken kann. Eine liebevolle Berührung kann also nicht nur in dem Moment hilfreich sein, sondern auch langfristig emotionale Intimität schaffen, die unsere romantische Beziehung insgesamt stärkt.

Was euch nicht auseinanderreißt, bringt euch näher zusammen

In einer anderen Studie wurden zehn Paare, die sich als "glücklich verheiratet" definierten, auf ihren Zusammenhalt hin untersucht. Das Ergebnis: Bedeutende – auch negative – Lebensereignisse oder Krisen brachten die Paare eher dazu, sich aufeinander zu verlassen, was sich positiv auf ihre Intimität auswirkte. Ob die Lebensergeignisse nun positiver oder negativer Natur waren, sie brachten die Paare zusammen und stärkten das gegenseitige Vertrauen – was laut Wissenschaftler Scott Gerschwer ein wichtiger Beziehungswert und auch eine Dimension von Intimität ist. 

Das Zitat "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" des Philosophen Friedrich Nietzsche lässt sich also auch auf eine romantische Beziehung münzen: Konflikte und Krisen, die nicht dazu führen, dass die Beziehung auseinanderbricht, tragen dazu bei, dass sich die Beziehung vertieft und beide als Paar gestärkt aus der Situation herausgehen.

Pornografie kann sich negativ auf die Intimität auswirken

Der Konsum von Pornografie kann sich laut einer Studie negativ auf die Beziehungszufriedenheit auswirken. Bei der Untersuchung von über 2.200 Paaren konnte zwar kein nennenswerter Zusammenhang zwischen Pornos und Beziehungszufriedenheit hergestellt werden – außer bei einigen Männern. Diejenigen nämlich, die häufig Pornos konsumierten, berichteten über ein eher geringes Maß an emotionaler Intimität.

Verwendete Quellen: psychologytoday.com, frontiersin.org, journals.sagepub.com, tandfonline.com, onlinelibrary.wiley.com

cs Guido

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