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Liebe und Beziehung Wenn du die große Liebe finden möchtest, stell dir diese Frage

Beziehung: Älteres Paar liest ein Buch
© didesign021 / Shutterstock
Es reicht eine wichtige Alltagsfrage aus, wenn du den:die Partner:in fürs Leben finden möchtest. Welche es ist, verraten wir dir.

Man schaut sich an, plötzlich ist da dieses Knistern, alles um einen rum verschwindet, und zurück bleibt nur ihr beide. Ihr werdet magisch voneinander angezogen, eure Lippen berühren sich – und dann lebt ihr glücklich bis ans Ende eurer Tage. So oder so ähnlich will uns jeder zweite Liebesfilm weismachen, funktioniert es, seine große Liebe zu treffen. Und selbstverständlich auch bis ans Ende bis über beide Ohren verliebt zu bleiben. Der Teil dazwischen wird dabei aber gern vergessen: das Leben, das zwischen Kennenlernen und dem 50. Hochzeitstag passiert.

Eine Beziehung und ihre Marotten

Im Alltag kommt es weniger auf funkensprühende Augen und klopfende Herzen an. Deswegen müssen wir uns wohl oder übel eingestehen: Diese zwei Merkmale sind es nicht unbedingt, die uns zur Lebenspartnerschaft führen. Wenn wir überhaupt auf der Suche danach sind, schließlich haben wir auch die Idee der einen, alles überschattenden Liebe vor allem aus Romanen und dem weniger romantischen, dafür konservativerem Ehemodell unserer Großeltern übernommen. Erst mal würde es uns also guttun, ein wenig Druck aus der Sache rauszunehmen. Ob für fünf Monate oder 50 Jahre, Hauptsache ist zuallererst, dass wir uns wohl mit jemandem fühlen. Aber wie finden wir heraus, ob wir das auch dauerhaft tun? 

In die Zukunft schauen können wir natürlich nie, aber es gibt tatsächlich eine ganz bodenständige Regel, die uns dabei helfen kann, die:den richtige:n Partner:in für uns zu finden. Die lautet zunächst einmal: Achte darauf, wie du dich mit der Person fühlst. Wir sollten uns also lieber uns selbst statt das Gegenüber genauer anschauen. Und dann stellen wir uns eine – zugegeben weniger romantische – Frage: Kann ich mit den Macken der Person leben? Und will ich das? 

Na gut, es gibt wirklich schönere Gründe, jemanden zu heiraten als "Der:die nervt mich am wenigsten" – aber Fakt ist: Jeder Mensch hat seine Marotten. Jeder Mensch wird uns früher oder später nerven – oder wir ihn. Die Lösung ist, den Menschen zu finden, mit dessen negativen Eigenschaften wir gut leben können. Die uns nicht stressen, belasten oder uns auf 180 bringen. Denn verschwinden werden sie nicht.

Willst du mit mir schrullig sein? Ja. Nein. Vielleicht.

Dabei geht es nicht darum, sich zu zwingen, Dinge zu akzeptieren oder Wut herunterzuschlucken. Vielmehr sind wir Menschen so verschieden, dass wir eben nicht mit jedem zusammenpassen. Während dich Konfliktscheue in den Wahnsinn treibt, kann jemand anders vielleicht gut damit umgehen. Dasselbe gilt ja für uns selbst: Wie schön wäre es, wenn wir eine:n Partner:in hätten, die:der uns so liebt, wie wir sind – vor dem wir unsere Macken nicht einmal verstecken müssen?

Wenn wir also willens sind, eine langfristige und ernste Beziehung einzugehen, ist es durchaus lohnenswert, die rosarote Brille abzusetzen und sich auf die kantigeren Details unseres Dates zu konzentrieren. Und wenn wir diese bestenfalls auch noch amüsant und liebenswert (oder zumindest mit-ihnen-lebenswert) finden – Jackpot!

Guido

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