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Liebevoll ins neue Jahr 4 Wege, unsere Beziehungen im neuen Jahr zu stärken

So stärkst du deine Beziehungen im neuen Jahr
So stärkst du deine Beziehungen im neuen Jahr
© paul_craft / Adobe Stock
Neues Jahr, neues Liebesglück. Wir haben vier Tipps, wie du deine Beziehungen festigen kannst.

Eine Beziehung kann zu einem glücklichen, gesunden Leben beitragen – egal ob sie romantischer oder platonischer Natur ist, schließlich hat die Liebe viele Gesichter. Das neue Jahr ist noch ganz frisch – die beste Gelegenheit, unsere Beziehungen mit neuer Energie und gutem Vorsatz zu starten, zu vertiefen und zu festigen. Wir haben vier mögliche Wege für dich, wie dir das in deinem eigenen sozialen Umfeld gelingen kann.

1. Geh davon aus, dass dich Menschen mögen – oftmals hast du damit recht

Gerade wenn wir unser Gegenüber noch nicht gut kennen, können Gespräche uns einschüchtern, sogar Angst in uns auslösen: Was, wenn die Person mich nicht mag? Was, wenn ich gerade etwas unheimlich Dummes gesagt habe? Wir neigen grundsätzlich eher dazu, die Sympathie, die unser Gegenüber empfindet, zu unterschätzen Forscher:innen nennen das "Sympathielücke"

Eine andere Theorie, die damit zusammenhängt, ist die "Akzeptanzprophezeiung": Wenn du erwartest, dass andere Menschen dich akzeptieren, verhältst du dich automatisch warmherziger – was wiederum dazu führt, dass andere Menschen dich eher akzeptieren. Eine selbsterfüllende Prophezeiung, die für beide Seiten ein Gewinn ist! Es lohnt sich also bereits aus rein wissenschaftlicher Sicht, auf neue Menschen mit einem offenen Herzen zuzugehen.

2. Die große Macht kleiner Gesten

Kleine freundliche Gesten haben eine große positive Auswirkung auf beide Seiten, wie eine Studie kürzlich feststellte. Auch hier neigen wir dazu, unseren Einfluss auf das Glück unserer Mitmenschen ein wenig zu unterschätzen: Die Studienteilnehmer:innen neigten dazu, die positiven Auswirkungen ihrer kleinen guten Tat beim Gegenüber unterzubewerten. 

"Ihr freundliches Lächeln hat mir gerade den Tag versüßt."

Dabei kann ein freundliches Wort, eine nette Geste oder eine Umarmung zur rechten Zeit so viel Gutes bewirken. Ich erinnere mich selbst an einen kleinen Moment, der mir bis heute im Gedächtnis blieb: Einmal fragte mich eine Kassiererin, ob ich Interesse an Aufklebern von Fußballspielern hätte, damals war gerade eine WM. Ich verneinte mit einem Lächeln, und sie sagte: "Ihr freundliches Lächeln hat mir gerade den Tag versüßt." Es war ein so simpler Moment, doch die Ehrlichkeit meines Gegenübers tat mir gut, wie auch die Tatsache, dass ich ihr mit so einer einfachen Sache den Tag ein wenig schöner machen konnte. 

3. Melde dich bei anderen – sie werden es zu schätzen wissen

Ein kurzes "Hallo" kann schon viel bedeuten, bestätigen auch Studien. "Selbst eine kurze Nachricht, um nach jemanden zu sehen – nur um 'Hallo' zu sagen, dass man an die Person denkt und fragt, wie es der Person geht – kann mehr geschätzt werden, als die Leute denken", sagt Peggy Liu, Professorin an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh im Gespräch mit "The New York Times".

Und auch hier zeigt sich: Wir unterschätzen regelmäßig die positive Wirkung, die kleine freundliche Gesten auf unsere Mitmenschen haben. Es lohnt sich einfach immer, ein freundliches Wort zu verlieren – wir können nie wissen, wie bedeutsam es für unser Gegenüber ist.

4. Disharmonie gehört zu jeder Beziehung

Es klingt nach einem Beziehungsparadox, aber Streit und Zwist sind für die Partnerschaft oder freundschaftliche Beziehung einfach unheimlich wichtig. Denn nur, wenn wir die rosarote Brille abnehmen und unser Gegenüber als einen Menschen mit Ecken und Kanten, wundervollen und irritierenden Eigenschaften erleben, dann kann unsere Beziehung die nächste Stufe erreichen. Nur, wenn wir unser Gegenüber als Ganzes sehen und annehmen können, hat unsere Beziehung – egal ob platonisch oder romantisch – eine Zukunft. 

Was wir uns also für 2023 für unsere Beziehungen vornehmen können, ist vor allem: mehr Mut. Mut zu Offenherzigkeit, Mut zum lieben Wort und zur freundlichen Geste. Und vor allem: Mut zum Konflikt. Es wird sich lohnen.

Verwendete Quellen: nytimes.com, static.1.squarespace.com, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov, journals.sagepub.com, psycnet.apa.org

cs Guido

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