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Sweet little lies Drei Situationen, in denen es okay ist, zu lügen

Sweet little lies: Warum du auch mal lügen darfst
© Asier / Adobe Stock
Ehrlichkeit ist für viele Menschen eine der wichtigsten Eigenschaften in der Beziehung oder Freundschaft. Manchmal geht es jedoch schneller als man denkt und die kleine Alltagslüge hat sich ihren Weg über unsere Lippen gebahnt. Doch ist das immer so schlimm?

Bestimmte Situationen sind in unserem Leben mittlerweile so gepolt, dass wir die Lügen, die wir aussprechen, gar nicht mehr bemerken. Viele von uns kennen ihn sicherlich noch aus der Kindheit: Pinocchio sollte uns schon in jungen Jahren den negativen Hintergrund des Lügens vermitteln. Von klein auf sind wir darauf erzogen worden, ehrlich zu unseren Mitmenschen zu sein. Lügen sind negativ, machen unglaubwürdig und haben dem Sprichwort nach kurze Beine. Falsch ist das nicht, aber dennoch lügt jeder Mensch – Wissenschaftler:innen zufolge bis zu 200-mal am Tag, wie der SWR berichtet. Eine ganz schön hohe Zahl. Doch näher betrachtet wird klar, dass unser Alltag ohne Lügen manchmal gar nicht so viel positiver aussehen würde.

Sweet little lies: In diesen Situationen ist flunkern okay

Kleine Lügen können tatsächlich positive Eigenschaften haben. Nutzen wir sie nicht zu oft, können sie uns sogar helfen, Beziehungen aufrecht zu erhalten. Wenn wir Menschen nicht verletzen wollen, ist es deshalb auch total okay, mal nicht die ganze Wahrheit zu sagen und damit aufbauend oder tröstend eine positive Auswirkung auf den Gemütszustand unserer Liebsten zu haben.

Schon gelogen oder einfach nur höflich?

Wünscht uns das Verkaufspersonal beim Bäcker einen schönen Tag, reagieren wir mit „Danke, ebenfalls!“. Doch meinen wir das auch so oder stehen wir der Aussage in Wahrheit neutral gegenüber? Ist das noch Höflichkeit oder bereits eine Lüge? Um nicht unfreundlich zu wirken, ist es in einigen Situation wohl die beste Entscheidung, zur Notlüge zu greifen, statt die Wahrheit zu sagen. Denn wie würde es aussehen, würden wir beim Treffen mit dem:der Vorgesetzten auf ein „Schön, Sie zu sehen!“ wahrheitsgemäß antworten, dass wir aktuell eigentlich viel lieber an einem anderen Ort wären. Manche Situationen bieten uns einfach keinen anderen Ausweg.

Die Beziehung macht's...

Vielen wird es bekannt vorkommen: Trifft man auf nur flüchtig bekannte Menschen, dann kommt es oftmals zum Smalltalk. Meist wird dieser mit der Frage nach dem Befinden eingeleitet und nur zu oft lautet die Antwort darauf „Danke, mir geht’s gut!“. Dass dies nicht immer der Wahrheit entsprechen kann, ist logisch. Doch oftmals möchte man mit dieser Antwort unangenehmen Fragen ausgehen und auch das ist total in Ordnung.

Top Secret!

Es gibt jedoch auch ganz besondere Situationen, in denen das Lügen im Alltag sogar gebraucht wird und besonders wichtig ist. Überraschungen kommen beispielsweise nur selten ohne Lügen aus. Bei der Planung von Geburtstagsfeiern für Freund:innen kann es daher sogar wichtig sein, mithilfe von Lügen ein Geheimnis für sich zu bewahren. Denn was wäre eine Überraschungsparty, wenn die zu überraschende Person im Vorfeld davon Wind bekommt?

Lüge oder Wahrheit: Ganz allein deine Entscheidung

Natürlich sollte jeder Mensch selbst am besten wissen, ob und wie oft zur Lüge gegriffen wird. Solange es kein ungesundes Ausmaß erreicht, sind Lügen im Alltag gar nicht so verwerflich, wie ihnen nachgesagt wird. Das Wichtigste ist wohl, dass das Vertrauen in den Menschen bleibt. Und solange dies nicht durch übermäßigen Lügengebrauch in Mitleidenschaft gezogen wird, ist Flunkern in einem angemessenen Rahmen gar nicht so verwerflich.

Quelle: SWR

Guido


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