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Mach das Beste draus 3 Dinge, die wir aus Enttäuschungen lernen können

Enttäuschungen: Was wir aus ihnen lernen können
Enttäuschungen: Was wir aus ihnen lernen können
© weerapat1003 / Adobe Stock
Enttäuschungen gehören zum Leben dazu. Daran können wir nichts ändern, wohl aber, wie wir mit ihnen umgehen.

Ein Geburtstag im Park, auf den du dich wochenlang gefreut hast – und der dann buchstäblich ins Wasser fällt. Ein Kochabend, bei dem das Ergebnis alles andere als appetitlich ist. Eine Beziehung, von der wir uns die Welt versprochen haben und die nach zwei Monaten in die Brüche geht. Im Leben begleiten uns Enttäuschungen und sind dabei sehr anhänglich. Je größer die Diskrepanz zwischen den Erwartungen und dem letztlich eingetroffenen Ergebnis ist, desto größer auch die Enttäuschung.

Doch so groß die Enttäuschung am Ende sein mag, sie birgt auch immer das Potenzial, dass wir lernen, wie man private und berufliche Risiken eingeht und – vor allem – wie wir mit den Konsequenzen umgehen können. Wir stellen dir drei Dinge vor, die du aus Enttäuschungen lernen kannst.

Wir können lernen, was uns wirklich wichtig ist

Ein für sich enttäuschendes Ergebnis kann für uns eine Einladung sein, einen Schritt zurückzutreten, um zu schauen: Ist das etwas, was mir wirklich wichtig ist?

Du hast ein Bewerbungsgespräch hinter dich gebracht und weißt gar nicht, ob du den Job annehmen würdest. Am Ende wird er dir nicht angeboten – was fühlst du? Erleichterung kann ein Indiz dafür sein, dass du dich auf lohnendere Stellen/Wege konzentrieren solltest. Doch bist du enttäuscht, solltest du vielleicht versuchen, dich in einer ähnlichen Richtung noch einmal zu bewerben oder Schritte in die Wege leiten, die dich für die Stelle/Branche in Zukunft besser qualifizieren.

Bleib bei der Sache – oder lerne, loszulassen

"Gib niemals auf!" Dieser Spruch mag ja schön und gut klingen – stellt eine Situation aber doch ziemlich vereinfacht dar. Wenn eine Fußballmannschaft 0:11 zurückliegt, wird sie in den letzten fünf Minuten des Spiels sicherlich nicht noch einmal alles geben. Wenn ein Spiel im Schach verloren ist, wirft der:die Spieler:in den König um und denkt sich nicht: "Nein, das kann ich noch irgendwie drehen!"

Sicherlich, es gibt viele Erfolgsgeschichten von bekannten Persönlichkeiten, bei denen nicht aufgegeben wurde. "Carrie", ein Roman von Steven King, wurde mehr als 30-mal abgelehnt, bevor sich ein Verlag erbarmte. Inzwischen gehört der Autor zu den bekanntesten der Welt. So auch im Fall von Rapper Jay-Z, den jedes Plattenlabel ablehnte, bevor er seinen großen Erfolg feierte. Auch die Beatles kämpften lange um einen Plattenvertrag.

Doch diese Geschichten sind nur bekannt, weil die Menschen dahinter zu Weltstars wurden. Wer schreibt Hymnen auf all die Menschen, die mit ihren Berufsträumen nie weltlichen Erfolg hatten? So schön die Beispiele sind, sie sind nicht repräsentativ. Enttäuschungen können uns auch lehren, loszulassen, uns auf andere Dinge zu besinnen, andere berufliche Laufbahnen einzuschlagen und dort unser Glück zu finden.

Es kann nicht immer alles gut laufen

Eine Enttäuschung ist erst einmal vor allem eins: bitter. Gleichzeitig besteht unser Leben selten aus einer bloßen Aneinanderreihung von Enttäuschungen. In jedem Leben gibt es Erfolge, Dinge, die gut gelaufen sind, bei denen wir glänzen konnten. Es lohnt sich, auch einen Blick auf die andere Seite der Waage zu werfen, besonders in Momenten, in denen wir mit dem Verlauf unseres Lebens unzufrieden sind.

Unsere große Liebe hat uns verlassen – aber sollten wir deswegen vorziehen, niemals geliebt zu haben und geliebt worden zu sein? Möglicherweise ein tröstender Gedanke in dem Moment, in dem unsere Enttäuschung und unser Schmerz am größten ist. Doch auf lange Sicht gesehen möchte wohl niemand die schönen Tage missen, die wir mit unseren Liebsten verbringen durften.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

cs Guido

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