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Psychologie 7 Momente, in denen wir immer ehrlich sein sollten

Psychologie: Frau in Nahaufnahme
© Jose AS Reyes / Shutterstock
Die kleinen Notlügen, sie begleiten uns manchmal ganz unbewusst durch den Alltag – und wenn es nur ist, weil wir andere damit schützen wollen. Trotzdem: bei diesen sieben Dingen sollten wir lernen, ehrlich zu sein.

Die meisten von uns würden wohl von sich behaupten, ein ehrlicher Mensch zu sein. Wenn man jedoch einmal darauf achtet, fällt uns auf, wie sehr kleine Notlügen den Alltag dominieren – oder auch Dinge, die wir verschweigen. Meistens geht es dabei nicht um andere, sondern um uns selbst. Man möchte keine Unruhe stiften – und sagt lieber nichts. Man möchte nicht unangenehm auffallen – und nickt, statt Nein zu sagen. Man möchte stark sein – und schwächt seine eigenen Grenzen.

Wir glauben, dass ein bisschen mehr Ehrlichkeit nicht nur uns selbst, sondern auch unserer Gesellschaft gut tun würde. Denn wenn wir offener miteinander umgehen, können wir einander auch besser verstehen. Und ein wenig Empathie hat noch niemandem geschadet, oder? Dann kann Ehrlichkeit sogar neue Türen öffnen, wenn jemand anderes sich öffnet, tun wir es schließlich auch leichter.

Psychologie: 7 Dinge, bei denen du ehrlich sein solltest

1. Wenn wir im Job überfordert sind

Manchmal sehen Vorgesetzte nicht, was Mitarbeitende alles auf dem Tisch haben – ist es zu viel, ist es unsere Aufgabe, es sichtbar zu machen. Und das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, denn wer seine Grenzen äußern kann, wird ernst genommen.

2. Wenn wir uns unwohl fühlen

Lasst uns diesen Satz bitte, bitte normalisieren und in unsere Gespräche aufnehmen. Gerade zur Pandemie gab es zeitweise ganz unterschiedliche Wahrnehmungen, mit wie vielen Personen man sich treffen möchte, ob und wo man sich testet, wie man für möglichst viel Sicherheit sorgt. Jeder Mensch hat andere Grenzen – körperlich sind diese ohnehin indiskutabel. Aber auch wenn es um Empfindungen geht, die andere vielleicht anders sehen, ist das kein Grund, sie uns abzusprechen. Wenn wir uns in einer Situation oder bei deren Planung nicht wohlfühlen, ist es unser gutes Recht, dies zu äußern und auf unser Bauchgefühl zu hören. Das hat jede:r zu respektieren – und so lernen wir, wieder empathischer miteinander umzugehen.

3. Wenn wir Fehler machen

Na klar, niemand gesteht gerne Fehler ein. Es fühlt sich nicht gut an. Ist aber menschlich und bewahrt uns – und andere, wenn wir davon berichten – Fehler mehrfach zu begehen. Eine Entschuldigung ist manchmal viel mehr wert als jede Rechtfertigung.

4. Wenn wir Grenzen setzen

Ja, manchmal geht man im Leben über die eigenen Grenzen hinaus. Diese Situationen sollten aber kein Dauerzustand werden. Wenn wir merken, dass für uns eine Grenze erreicht ist – sei es, weil wir gerade keine Kapazität für energiesaugende Menschen oder aber das Gefühl haben, ausgebeutet zu werden, ist es an uns, das klar zu äußern. Das mag sich gerade für Menschen, die jedem immer alles recht machen wollen, zunächst egoistisch anfühlen, tatsächlich ist es aber das Gegenteil – denn nur wenn wir uns um uns selbst kümmern, haben wir die Energie für andere.

5. Wenn es um die Gesundheit geht

Die Gesundheit ist das wichtigste Gut. Und Krankheiten sind nie etwas, wofür man sich schämen sollte. Lasst sie uns also enttabuisieren, damit wir rücksichtsvoller miteinander umgehen können. "Mir geht es gut" ist eine Standardantwort geworden, die selten ehrlich gemeint ist.

6. In der Frage um die Liebe

Wieso werden Menschen unehrlich? Oftmals ohne böse Hintergründe, sondern vielmehr, um andere zu schützen. Aus Angst, jemanden zu verletzen, sollte man aber nie unehrlich über seine Gefühle sprechen. Denn früher oder später zeigen sich die wahren Emotionen ohnehin.

7. Mit uns selbst

Sind wir nicht wahre Künstler des Selbstbelügens? Manchmal sind die Anforderungen an uns selbst so hoch, dass wir gar nicht merken, dass wir Zielen nacheifern, die uns gar nicht glücklich machen. Es ist okay, die Meinung zu ändern. Es ist okay, etwas anders zu machen als andere. Deswegen sollten wir uns öfter einmal selbst beiseite nehmen und schauen, ob wir gerade wirklich das Leben führen, das wir selbst leben wollen.

mjd Guido

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