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Comfort Binge Das sind unsere Serien, die sich nach zu Hause anfühlen

Ein junge Frau sitzt auf dem Bett und schaut mit Popcorn eine Serie
© Impact Photography
Wer kennt es nicht: Graues Regenwetter, miese Laune oder einfach ein schlechter Tag – da kann nur noch die Lieblingsserie helfen. Comfort Bingen kann so tröstlich sein. Wir haben einmal zusammengetragen, welche Serien sich für uns nach zu Hause anfühlen.

Den Titelsong können wir mitsingen, die Dialoge Wort für Wort mitsprechen und trotzdem schauen wir unsere Lieblingsserien immer und immer wieder. Und das, obwohl die Auswahl bei den verschiedenen Streamingdiensten riesig ist. Dieses Phänomen hat einen Namen bekommen: Comfort Binge.

Comfort Binge: Unsere Lieblingsserien können wir immer wieder schauen

Die Autorin Alexis Nedd hatte den Begriff auf der Nachrichtenseite Mashable für Serien verwendet, die wir schauen, wenn wir erschöpft, faul oder schlecht drauf sind. Es gehe darum, beim Comfort Binge "mit minimalem Aufwand größtmögliches Vergnügen zu bekommen", schrieb Nedd.

Die Serien, die wir uns immer und immer wieder ansehen, sind uns vertraut, die Protagonist:innen sind wie Freunde, mit denen wir vieles im Leben bereits gemeistert haben. Wir kennen das Gefühl, wenn wir in die Welt der Serie eintauchen, uns geht es gut und es ist als würde man nach Hause kommen und sich mit seinen Freund:innen einen schönen Abend machen.

Manche alte Lieblingsserien scheinen heute ein wenig aus der Zeit gefallen

Eines wird bei vielen älteren Serien jedoch auch schnell klar: So würde man das heute wahrscheinlich nicht mehr drehen. Denn viele Serien wie Sex and the City, Gilmore Girls und Friends spielen mit Klischees und Denkweisen, die wir heute in der Gesellschaft eher kritisieren. Es zeigen sich homophobe Züge, sexistische Kommentare und teilweise sogar rassistische Ansätze. Daran zeigt sich, wie aus der Zeit gefallen die Serien doch eigentlich sind. Trotzdem geben sie einem ein wohliges Gefühl, auch wenn bei manchen ein fader Beigeschmack entsteht.

Das sind die Serien unserer Redakteurinnen, die sich nach zu Hause anfühlen

Sollte man die Serien denn jetzt nicht mehr schauen? Das ist schwer zu beantworten und im Endeffekt muss das jeder für sich selbst entscheiden. Kritik an alten Serien oder auch Kinder-Hörspielen gibt es immer wieder. Wir sollten aber bedenken, dass viele Comfort Binge-Serien zu einer anderen Zeit gedreht wurden und somit eine andere gesellschaftliche Ausrichtung die Grundlage war. Serien verändern sich mit der Zeit und zeigen im Prinzip immer den aktuellen Stand der Entwicklung auf – genau wie Filme.

Schaut man es mit dieser Brille, erkennt man die Kritik und kann den Komfort der Serie aber trotzdem genießen. Vielleicht sind heute gedrehte Serien in zehn Jahren ebenfalls kritisch zu sehen.

Guido

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