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Zocken mit Oma 8 Spiele von Oma, die wir auch heute noch feiern

Zocken mit Oma: Kind spielt Brettspiel mit seiner Oma
© jörn buchheim / Adobe Stock
Wenn unsere Großeltern mit uns gespielt haben, wurde es nie langweilig – und Oma und Opa auch nicht! Denn wenn sie eines lieben, ist es, die lieben Enkel:innen zu begeistern.

Oma und Opa konnten einfach alles und hatten immer eine spaßige Idee in der Hinterhand. Wie sie sich im hohen Alter noch an die eigenen Kinderspiele erinnern und uns diese beibringen konnten, war uns damals ein Rätsel. Doch heute wissen wir: Was wir als Kinder gespielt haben, hat sich auch bei uns verewigt. Oma und Opa kurbelten unsere Kreativität an und ließen uns spielerisch eine Menge lernen. Und was ist besser als Spiele, die sich schon seit Jahrzehnten bewähren? Hier kommen unsere Redaktionslieblinge.

1. Von Häusern und Murmelsäckchen

Oh, wie vielseitig das Spiel mit Murmeln doch sein kann! Mit unseren Großeltern kamen schnell alte Schuhkartons ins Spiel. Es wurden halbrunde Tore in die Kartonseiten geschnitten und die kleinen Häuschen auf den Boden gestellt. Manche Löcher waren größer, andere kleiner – und wenn wir mit unseren Murmeln eines der kleineren erwischten, gab das natürlich mehr Punkte!

Stundenlang flitschten wir fasziniert die bunten Murmeln durch unsere Kinderzimmer, ließen sie von den Pappwänden abprallen oder schafften das gewünschte Tor. Opa hat sich das oft nicht entgehen lassen und regelmäßig mitgespielt. Aber nicht nur das. Er war uns meistens auch haushoch überlegen. Flitschen heißt im Murmel-Jargon übrigens, dass die Kügelchen mit den Fingern weggeschnipst wurden.

2. Brettspiele in allen Formen

Für viele von uns waren Brettspiele mit Oma absolutes Pflichtprogramm, wenn sie auf uns aufgepasst hat. Gerne mit dabei: "Malefiz", "Mensch ärgere dich nicht!" oder "Fang den Hut". Nicht selten hat sie uns spielerisch in die Enge getrieben und unsere Männchen immer wieder zurück ins Häuschen befördert.

Der Spruch "Mensch ärgere dich nicht" fiel da mehr als nur einmal. Andere Klassiker mit Oma: "Dame" oder "Mühle". Das ging natürlich nur dann, wenn unsere Geschwister nicht im Haus waren, – sonst hätten die natürlich auch gern mit Oma gespielt.

3. Gedächtnistraining mit Opa

Unsere Großeltern wollten uns nicht nur unterhalten, sondern auch fördern. Opa zum Beispiel mit einer ausgedehnten Partie Schach. Oft waren wir strategisch allerdings noch nicht auf der Höhe. Aber das war für ihn kein Grund, ungeduldig mit uns zu werden. Stattdessen hat sich Opa alle Zeit der Welt genommen, um uns die Spielregeln und die Figuren zu erklären und stundenlang mit uns vor dem Brett zu sitzen.

4. Kartenspiele ahoi!

"Uno", "Mau-Mau" oder "Canasta" – Oma und Opa hatten ein ganzes Repertoire an Kartenspielen, die sie uns beibringen konnten. Kein Wunder! Sie waren ja selbst oft mit ihren Freund:innen unterwegs, auf Radtouren, Camping- oder anderen Wochenendtrips. Und da wurde allerhand gespielt!

Unsere Großeltern haben uns immer zugetraut, dass wir die teils komplizierten Regeln auf die Reihe bekommen und waren die Ruhe selbst. Vielleicht war sogar ein bisschen Eigennutz im Spiel. Denn "Bridge", "Skat" oder "Schafskopf" brauchen schließlich mehr als zwei Spieler:innen.

5. Mit ruhiger Hand zum Gewinn

Beim "Mikado"-Spiel hat Oma uns oft geschlagen – und wenn wir doch mal gewonnen haben, waren wir richtig aus dem Häuschen. Jahrelange Strick-, Stick- und Näherfahrung haben Oma nämlich fast unbesiegbar gemacht, wenn es darum ging, eine ruhige Hand zu bewahren. Die Stäbchen aus dem verworrenen Haufen zu befreien, war für sie deshalb eine Leichtigkeit.

6. Die besten Papierflieger 

Opa war ein wahrer Papier-Ingenieur. Mit wenigen Handgriffen wurde das neue Modell konstruiert und flog direkt sagenhafte Loopings. Doch bei einem sollte es natürlich nicht bleiben. Oft kamen zu Papierflugzeug Nummer eins mehrere andere dazu und schon ging es im Garten um die Wette.

In einer Reihe aufgestellt testeten wir aus, welcher Flieger am weitesten oder am höchsten fliegen konnte. Zusätzlich probierten wir allerhand aus. Zum Beispiel, was passiert, wenn wir die Flügel biegen oder die Schnauze – oder ob das Flugobjekt besser klein oder groß, eckig oder gebogen sein sollte. So haben wir spielerisch eine Menge gelernt.

7. Ein Netz aus Fäden

Unsere Omas kannten sich hervorragend aus mit Fäden aller Art. Schließlich brachte ihre Handarbeit uns früher oft mit gestrickten Pullis, gestopften Socken oder genähten Röcken durch den Kinderalltag. Als das Fadenspiel, in dem man Fäden in den Händen zu einem Muster werden lässt, in der Grundschule plötzlich in war, war Oma unsere beste Nachhilfelehrerin. Dank ihr konnten wir andere Kinder auf dem Schulhof mit unseren Kreationen beeindrucken und auch ihnen Omas Tricks beibringen.

8. Der Allgemeinwissen-Test

Sobald wir lesen und schreiben konnten, wurde regelmäßig Stadt-Land-Fluss gespielt. Zu Beginn schnitten wir dabei natürlich eher schlecht ab, wenn das Spiel nicht gegen Gleichaltrige stattfand. Doch mit der Zeit merkten wir uns die wichtigsten Wörter und suchten uns Kategorien dazu, in denen unsere Großeltern nicht so fit waren. Bei Tieren, Berufen oder später auch Filmen verschafften wir uns irgendwann einen Vorteil – und gingen wenigstens nicht immer mit null Punkten aus dem Match heraus.


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