VG-Wort Pixel

Guido als Botschafter Da sein für kleine Mäuse

Guido als Botschafter: Da sein für kleine Mäuse
Guido Maria Kretschmer unterstützt den RTL-Spendenmarathon.
Mehr
Schlaganfälle können schon Kinder treffen. Was das für die Kleinen bedeutet und wie man dann helfen kann, hat sich Guido als Botschafter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe im Reha-Zentrum Friedehorst in Bremen einmal angeguckt.

Amelia ist nicht mal zwei Jahre alt und spielt munter mit Guido im Neurologischen Rehabilitationszentrum Friedehorst. Dabei war ihr Start ins Leben alles andere als leicht und spielerisch: Noch im Mutterleib hatte Amelia einen Schlaganfall, doch davon ahnten ihre Eltern zunächst nichts. "Erst im Pekip-Kurs mit anderen Müttern und Babys fiel mir auf, dass Amelia nicht die gleichen Fortschritte machte", erzählt die Mutter, Andrea Fach, bei Guidos Besuch.

Das waren die ersten Zweifel, ob ihre Tochter vielleicht doch nicht völlig gesund war. Auch zu Hause bemerkten die Eltern, dass Amelia ihre linke Körperseite kaum benutzte. Lange hörte die Familie nur Beschwichtigungen: "Das gibt sich schon …" Aber das ungute Gefühl blieb. Ernst genommen fühlte sich die Familie nur von ihrer engagierten Kinderärztin. Erst nach vielen Untersuchungen stellte sich heraus, was während der Schwangerschaft passiert war.

Wie Amelia erleiden jedes Jahr bis zu 500 Kinder einen Schlaganfall, zum Teil im Mutterleib, zum Teil in den ersten Lebensjahren – und er kann im Gehirn einen ähnlich großen Schaden anrichten wie bei Erwachsenen. Ursachen können auch hier Blutgerinnungsstörungen sein, Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen, genetische Defekte oder entzündliche Veränderungen der Hirngefäße. Das Problem: Bei kleinen Kindern wird der Vorfall sehr oft nicht gleich erkannt. Meist braucht es bis zur Diagnose eine Odyssee an Untersuchungen – wertvolle Zeit, in der den Kindern mit entsprechenden Übungen bereits hätte geholfen werden könnte.

Amelia ist eine kleine Kämpferin. "Wenn sie etwas nicht auf Anhieb schafft, findet sie einen anderen Weg", erzählt Andrea. Vieles schaut sich Amelia von ihrer großen Schwester Luna ab. Mit der Fünfjährigen zusammen hat sie auch krabbeln geübt. Professionelle Unterstützung erhält die Kleine heute durch eine regelmäßige Physio- und Schlucktherapie – beides schlägt gut an.

Therapien für eine gute Entwicklung

"Meine Tochter ist deutlich agiler geworden, läuft an der Hand und fängt langsam an zu kauen", erzählt die Mutter erleichtert. Große Fortschritte hat das Mädchen vor allem durch das intensive Training im Reha-Zentrum Friedehorst gemacht. Die Vielzahl an Therapien vor Ort ist unheimlich wichtig für eine gute Entwicklung: Dazu gehören Physiostunden, Ergo- und Musiktherapie.

All das macht auch der 14-jährige Fabian Borell schon sein Leben lang. Der Junge erlitt den Schlaganfall während der Geburt. Zwar entdeckten die Ärzte die Krankheit bei ihm früh, doch die Vermittlung der Diagnose verlief denkbar schlecht. Fabians Mutter Birgit erinnert sich: "Im Krankenhaus wurden mir damals einfach Bilder hingeknallt. 'So, das ist der Kopf, und das sehen Sie ja', sagte man mir. Ich sah nichts. Dann hieß es: 'Es ist ein Schlaganfall!' Wir Eltern wussten damals nicht, ob Fabian später nur liegen würde, nie sprechen wird, nicht laufen." Damit ihr Sohn ein möglichst normales Leben führen kann, fährt Birgit all die Jahre mit ihm zu vielen Therapiestunden, bleibt immer dran. "Manchmal habe ich da vielleicht auch etwas zu viel von ihm gefordert", sagt sie. Doch dafür sitzt ihr Sohn heute vor Guido im Musikzimmer und kann ihm etwas vortrommeln.

Als Folge des Schlaganfalls hat Fabian eine handbetonte Hemiparese, eine Muskelfunktionsstörung. Seine rechte Hand macht nicht alles so, wie er das will. Anfangs bestand auch eine leichte Entwicklungsverzögerung, daher hat er erst etwas später laufen gelernt. Doch das ist Vergangenheit, heute kann er es bestens.

"Wir haben uns früher natürlich oft gefragt, warum Fabian nicht so sorglos wie andere Kinder aufwachsen kann", so seine Mutter, die ihn bis heute intensiv betreut. "Ich sage immer noch zu ihm: 'Roll die Füße ab, mach die Hand locker!' Das nervt ihn zwar, aber es hilft."

Beim Besuch von Guido berichtet Fabian, dass es für ihn in der Schule nicht immer leicht war: "Ich wurde dort gemobbt, gegen den Tisch geschubst. Und ich sage es ganz offen: Im Schulalltag habe ich keine Freunde gefunden." Fabians Einschränkungen bleiben ein Thema: "Beim Basteln im Kunstunterricht kann ich schlecht mit der Schere umgehen, im Sport bin ich nicht so gut …"

Gar kein Problem hat Fabian dagegen beim Sprechen – er ist äußerst witzig und charmant. Als Guido ihn nach seinen Zukunftsplänen fragt, kommt die Antwort prompt: "Ich möchte mal so ein Promi werden wie du. Oder Grundschullehrer. Oder Schauspieler. Ich würde gern mal einen Bösewicht spielen." Den Lehrerposten kann sich Guido sofort vorstellen und hat eine pragmatische Lösung: "Du kannst es ja kombinieren, dann machst du Lehrer mit ein bisschen Promi. Du hast ein tolles Selbstbewusstsein, das ist schön!"

Für Guido sind Termine wie dieser RTL-Dreh in Friedehorst eine Herzensangelegenheit. "Das Projekt 'Deutsche Schlaganfall-Hilfe' gehört zu meinem Leben", sagt er. "Ein solches Erlebnis ist eine Ausnahmesituation für Eltern, die brauchen dann unsere volle Unterstützung. Ich denke, wir können mit unserem Engagement schon helfen, indem wir wenigstens auf den kindlichen Schlaganfall aufmerksam machen."

Beim 27. RTL-Spendenmarathon, der am 17. November um 18 Uhr startet, wird der Film über Guidos Besuch bei Amelia und Fabian zu sehen sein.

Spenden kann man natürlich schon jetzt. Jedes Aufklärungsvideo und jede Infoveranstaltung für Therapeuten oder Eltern trägt dazu bei, den Kleinen bestmöglich zu helfen. Damit sich die Chance erhöht, dass sie ihre Defizite auszugleichen lernen.

Der Verein

Die "Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V." hat das Ziel, die Lebensperspektive von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zu verbessern. Seit vielen Jahren unterstützt sie auch Guidos Herzensprojekt, die Hilfe für Kinder mit Schlaganfall. Mit den Spenden wird Aufklärungsmaterial erstellt für therapeutisches und medizinisches Personal sowie betroffene Eltern. Außerdem ermöglicht sie Infoveranstaltungen sowie Fortbildungen für Ärzte.
rtlwirhelfenkindern.de

Wo kann man spenden?

Geldspenden gehen auf das folgende Konto bei der Sparda-Bank West
Kontoinhaber Stiftung RTL
IBAN DE55 3706 0590 5605 6056 05
BIC GENODED1SPK

Oder senden Sie per SMS das Kennwort KINDER an die 44844 (10 Euro/SMS + ggf. Kosten für den SMS-Versand).

Guido

Mehr zum Thema

Unsere Lieblings-Nähanleitungen von Guido