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Häkeln, stricken, Bingo Diese Oma-Hobbys liegen 2023 wieder im Trend

Eine ältere Frau schaut nachdenklich nach draußen
© Africa Studio / Adobe Stock
Wenn Oma eins wusste, dann wie man sich die Zeit vertreibt und dabei Spaß hat – und zwar mit spannenden und praktischen Hobbys, die wir 2023 wieder für uns entdecken.

Die selbst gestrickten Socken von Oma aus der Kindheit sind heute noch der Renner. Sie sind schön und intakt, wenn auch leider inzwischen zu klein. Was würden wir dafür tun, wenn wir wie sie damals problemlos die Hose enger oder kürzer nähen könnten. Oder mit einem kleinen Dreieckseinsatz dafür sorgen könnten, dass sie am Bauch nicht mehr so eng sitzt. Nur ist unser Geschick beim Thema Handarbeit meistens nicht so ausgeprägt, wie ihres das war. Das ist aber nur ein Teil der vielen Hobbys, Fähigkeiten und Beschäftigungen von Großeltern, die wir im kommenden Jahr ausprobieren. 

Hobbys von Oma, die heute auch für uns etwas sind

Es gibt viele Dinge, die wir aus der Weisheit unserer Großeltern lernen können – oder eben aus ihren damaligen Taten. Unter anderem auch, was wir alles unternehmen könnten oder wie wir zu Hause mal etwas Abwechslung in den Abend bringen. Hier kommen die besten Hobbys von Oma & Opa:

1. Frische Luft tanken

Frische Luft war für viele unserer Großeltern unfassbar wichtig. Stubenhocker:innen gab es in ihrer Generation scheinbar nicht. Deswegen wurde bei jedem bisschen Sonnenschein das Fahrrad geschnappt und eine Radtour gemacht. Ebenfalls ein Grund, warum wir Oma und Opa andauernd nicht telefonisch erreichen konnten: "Die sind wohl wieder mit dem Rad unterwegs", war dann meist die Standardaussage. Und wenn sie nicht bei schönem Wetter auf je zwei Rädern die Gegend erkundeten, dann war es oft der Garten, der es ihnen angetan hatte. Denn auch der Gartenarbeit wurde mit voller Inbrunst nachgegangen. Übrigens sind beide Ideen zusätzlich hervorragend, um das Handy in der Tasche zu lassen und einfach die Natur und die Luft zu genießen.

2. Alle Neune!

Kegeln war bei unseren Großeltern oft nicht mehr wegzudenken, egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Irgendwie fand sich selbst in kleinen Dörfern eine Kegelbahn in der Nähe und oft waren die Bahnen schon weit im Voraus für den Kegelklub reserviert. Kein Wunder. Denn der Sport ist gesellig, spaßig und: Meistens ist bei den Kegelbahnen auch noch für leckere Verpflegung gesorgt. Denn eine Bar oder Küche ist oft mit dabei. Das hilft manchmal auch gegen zu viel Missmut bei zu vielen geworfenen Pudeln (also Kugeln, die leider in der Rinne landen oder auf eine andere magische Weise alle neun Kegel verpassen).

3. Häkeln oder Stricken

Wie praktisch es wäre, wenn man beim Fernsehen ganz nebenbei eine Mütze, ein Paar Socken oder einen Schal häkeln oder stricken könnte. Sogar Kosmetik-Pads oder ein Einkaufsnetz kannst du dir durch diese Techniken selbst machen – oder individuelle und persönliche Dinge verschenken, am besten in den Lieblingsfarben der Beschenkten. Obwohl, eigentlich ist das egal. An sich freut sich, je älter man wird, gefühlt sowieso jede:r am meisten über warme Wollsocken von dieser einen Person, die noch Talent für Handarbeit hat oder es sich mit viel Fleiß zu eigen gemacht hat. Das Gleiche gilt übrigens für das Thema Nähen.

4. Bingo!

Organisierte Bingo-Events machen unfassbar viel Spaß – und auch das wusste Oma lange vor uns. Die Spannung steigt, wenn du vor deinem Zetteln sitzt und gebannt auf die nächste aufgerufene Zahl wartest. Wird es eine horizontale Reihe? Eine diagonale? Eine vertikale? Und dann ... kurz bevor du die letzte Zahl schaffst, schreit Henriette von Tisch 14 plötzlich ganz laut "BINGO!" – schade. Aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt! Bingo-Abende kannst du auch mit wenig Aufwand selbst organisieren und mit Freund:innen zu Hause spielen. Am meisten Spaß macht das natürlich, wenn jede:r etwas Geld in einen Topf wirft und ein aufregendes Bingo-Geschenk am Ende auf die gewinnende Person wartet.

5. Kaffeeklatsch mit Freund:innen

Der Kaffeeklatsch sollte niemals nur für ältere Menschen vorbehalten sein. Was gibt es Besseres, als in einem angenehm warmen Raum zu sitzen, sich einen leckeren Cappuccino oder Schwarztee zu bestellen und sich dabei ein schmackhaftes Kuchenstück einzuverleiben. Vielleicht etwas Schwarzwälder Kirschtorte, ein Stück Käsekuchen oder doch Zitrone? Über diese regelmäßigen kleinen Treffen freuen sich auch die Geschmacksknospen. Alternativ kannst du ganz klassisch eine Kaffeeklatsch-Runde eröffnen, bei der ihr euch in einem selbst gewählten zeitlichen Abstand regelmäßig trefft und jede:r mal an der Reihe ist, Gastgeber:in zu sein.

6. Einfach mal Leute beobachten

Das Gehirn einfach mal zur Ruhe kommen lassen und mit einem Kaffee aus dem Fenster schauen. Gucken, wer gerade so vorbei läuft und sich kleine Geschichten überlegen. Das hält kreativ und macht Spaß. Auch dann, wenn man alleine dasteht. Allerdings sollte man in einer Erdgeschosswohnung bedenken, dass die Leute gegebenenfalls zurückstarren oder seltsam gucken.

Alternativ kannst du dich mit einer Freund:in in ein Café setzen oder ihr besorgt euch ein Heißgetränk und setzt euch irgendwo in die Innenstadt (falls vorhanden) oder einen Park. Es kann nämlich auch sehr viel Spaß machen, gemeinsam Leute zu beobachten und sich zu überlegen, was sie wohl an dem Tag so machen werden.

7. Essen einlegen oder einkochen

Quittengelee, Erdbeermarmelade, saure Gurken, rote Bete ... die Auswahl bei eingelegtem oder eingekochtem Obst und Gemüse ist groß. Saisonale Sorten gibt es spätestens gegen Ende der Saison sowieso immer in viel zu großen Mengen günstig zu kaufen. Warum also nicht ein bisschen was konservieren und aufbewahren. Später kann man sich dann an dem leckeren, selbst gemachten Apfelmus oder was auch immer man gerne essen mag, erfreuen – oder an einem eigens kreierten Rosen- oder Pfefferminzlikör.

8. Im Verein wird es nie langweilig

Bei Oma gab es oft so viel zu tun, dass es manchmal schwerfiel, einen Termin zu finden. Die Landfrauen oder der Kegelklub, früher der Musikverein von Opa. Die Geselligkeit der beiden war einfach unschlagbar. Ein Ziel für diejenigen, die gerne neue Menschen kennenlernen und weniger zu Hause sein möchten, könnte also ein Vereinsbeitritt sein. Das kann jegliche Sportart sein, ein Club für Brettspiel-Liebhaber:innen, ein wohltätiger Verein, der sich um die Umwelt kümmert – oder vielleicht eine Art Bastelclub. Wer suchet, der:die findet, lautet hier das Motto. In so ziemlich jedem Plätzchen in Deutschland gibt es irgendeine Form von Vereinsleben, in das man einsteigen kann.

lkl Guido

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