VG-Wort Pixel

Neue Studie Diese Eigenschaft macht uns glücklich – und lässt uns länger leben

Neue Studie: Diese Eigenschaft macht uns glücklich – und lässt uns länger leben
© mavo / Shutterstock
Gibt es ein ultimatives Geheimrezept, um lange und glücklich zu leben? Da sind sich wohl nicht nur die Forschung, sondern auch der Rest der Bevölkerung noch uneins. Aber eine Kleinigkeit kann jedenfalls ihren Teil zu einem erfüllteren Leben beitragen.

Ein freundliches Hallo im Fahrstuhl oder an der Supermarktkasse – einfach mal die Tür aufhalten oder dem:der Nachbar:in, der:die immer die Pakete für uns annimmt, mit leckerer Schokolade danken. Was haben diese Dinge gemeinsam? Es sind kleine Momente, die anderen und erwiesenermaßen auch uns etwas Gutes tun. Anderen zu helfen sorgt laut einer Studie aus Kalifornien dafür, dass deren Oxytocin-Level ansteigt. Ein Hormon, dass die Stimmung verbessert und normalerweise unter anderem unsere Paarbeziehung stärkt, für eine bessere Mutter-Kind-Bindung sorgt und bei Orgasmen mitwirkt. Experimenten zufolge soll es auch Angst reduzieren und Vertrauen, Empathie und Großzügigkeit stärken.

Anderen helfen, hilft auch uns

In einem Versuch zeigten die Forscher:innen den 103 Proband:innen ein Video über einen an Krebs erkrankten Jungen. Danach hatten die Teilnehmenden zwischen 18 und 99 Jahren die Wahl, für eine Krebsorganisation einen Teil des Geldes für die Studienteilnahme zu spenden. Dabei untersuchten die Wissenschaftler:innen den Oxytocin-Gehalt im Blut der Proband:innen – vor und nach dem Ansehen des Videos. Das Ergebnis: Diejenigen, die gespendet hatten, hatten einen höheren Gehalt des Hormons. Die meisten von ihnen waren außerdem eher älter. Laut Paul J. Zad, einem der Autor:innen der Studie, ist es das erste Mal, dass die Verbindung und der Anstieg von Oxytocin bei Älteren nachgewiesen werden konnte.

Stärkstes Ergebnis in 20 Jahren Forschung

“Die Stärke des Zusammenhangs hat uns sehr überrascht", erklärt Paul J. Zad in einem Interview mit dem Online-Magazin Healthline. "Es ist so stark in älteren Personen, dass es für mich einer der größten "Wow"-Effekte und sichersten Ergebnisse ist, die ich in 20 Jahren im Labor gesehen habe." Lange Zeit fokussierte sich die Forschung auf jüngere Menschen. Dort wurde bereits festgestellt, dass pro-soziale Aktivitäten die Produktion des Hormons anregen. Was die Forscher:innen nun herausfanden, sei konsistent mit unserer Intuition, so Zad. Immerhin sei schon oft gesagt worden, dass diejenigen, die etwas geben, länger glücklich bleiben. "Und übrigens leben Menschen, die glücklich sind, sowieso am längsten", so der Forscher. Besonders überraschend für die Forschung: Bisher wurde vermutet, dass das Serotonin-Level im Alter eher abnimmt, da es unter anderem mit Reproduktion und Sex zusammenhängt.

Kleine Freuden, jeden Tag

Andere Menschen im Alltag ein bisschen glücklicher zu machen, etwas zu geben, gibt also auch uns einen kleinen Boost. Doch nicht jede:r ist der Typ dafür, sich freiwillig für die lokale Hilfsaktion zu melden – oder hat das Geld, um mit Spenden zu helfen. Zad selbst sagt, dass er sehr simpel damit angefangen hat, anderen eine Freude zu machen: "Vor ein paar Jahren habe ich beschlossen Hi zu den Menschen im Fahrstuhl zu sagen", erklärt er. "Ein Lächeln, ein Hallo. Das kann viel im Tag eines anderen Menschen ausmachen." Eine andere Möglichkeit sei es, Dinge in Gruppen zu machen, beispielsweise Sport oder sonstige Hobbys. Denn wo andere Menschen auch glücklich sind, überträgt sich die gute Laune meistens auch auf dich. "Der Kern ist es, dass jeder es schaffen kann. Das Gehirn kann sich anpassen", so Zad. Um den Effekt eindeutiger nachzuweisen, seien aber noch weitere Studien mit mehr Proband:innen notwendig.

Verwendete Quellen: Healthline, Medical News Today

lkl Guido

Mehr zum Thema


Unsere Lieblings-Nähanleitungen von Guido