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Neue Studie Hunde sorgen für mehr Vertrauen in der Nachbarschaft

Verspielter Labrador mit Ball im Mund kuschelt mit Herrchen
© Halfpoint / Adobe Stock
Hundeliebhaber:in? Das hat mehr als nur einen Vorteil – je mehr Hunde, desto besser, scheint es nach den neuesten Erkenntnissen einer Studie zu heißen. Neben mehr Vertrauen in der Nachbarschaft tragen sie nämlich noch mehr Positives mit in die Gegend.

Dass Haustiere und unter ihnen auch Hunde uns entspannen, ist nichts Neues. Auch dass wir uns weniger einsam fühlen und sie unsere Stimmung verbessern, haben Forschende bereits herausgefunden. Doch den Ergebnissen einer neuen Studie zufolge kann eine hohe Anzahl an Hunden in der Nachbarschaft mehr als nur einen positiven Effekt auf das betroffene Viertel haben.

Viele Gassigeher:innen stärken das Vertrauen

In einer Studie fanden Forscher:innen heraus, dass viele Hundespaziergänger:innen auf den Straßen der Nachbarschaft zu einem höheren Vertrauen der dort wohnenden Menschen führte. Und nicht nur das, in diesem Zusammenhang fiel auch die Kriminalitätsrate bei Tötungsdelikten, Raubüberfällen und schwerer Körperverletzung geringer aus. Nicolo Pinchak, leitender Autor der Studie, erklärt dieses Ergebnis wie folgt: "Menschen, die mit ihren Hunden Gassi gehen, patrouillieren sozusagen die Nachbarschaft. Sie sehen es, wenn irgendetwas komisch ist oder auffällige Fremde in der Gegen sind." Das könne möglicherweise Verbrecher:innen abschrecken, so der Forscher weiter. Für die Studie wurde die Kriminalitätsrate in 595 Nachbarschaften von 2013 bis 2016 untersucht. Zusätzlich wurden die Informationen mit der Anzahl an Hundebesitzer:innen und dem Vertrauen in den verschiedenen Vierteln verglichen. Für Letzteres wurden Ergebnisse einer zuvor durchgeführten Forschung genutzt.

Das Ergebnis: Die Kriminalitätsrate war in den Gegenden, in denen das Vertrauen in die Nachbarschaft hoch war, generell geringer. Doch mit einem hohen Hundeaufkommen sank die Anzahl teilweise erheblich. Und zwar um etwa zwei Drittel bei Raubüberfällen und um unglaubliche 50 Prozent bei Tötungsdelikten!

Hundehalter:innen bilden eine Gemeinschaft

Die Forschenden vermuten, dass der positive Effekt damit zusammenhängen könnte, dass Hundehalter:innen sich öfter miteinander austauschen. Beim Gassigehen sind Menschen mit Hunden oft gesprächiger, lernen so etwas über den:die andere:n Hundehalter:in, fragen vielleicht nach dem Namen und Alter des Hundes und schaffen so eine Verbindung. Das sorgt dafür, dass sich die Personen in Nachbarschaften mit Hunden meist besser untereinander kennen – und auch ohne Hund kommt es gerne mal zu einem Gespräch mit Gassigehenden. Besonders dann, wenn ein sehr freundlicher und aufgeweckter Vierbeiner schnurstracks neue Kontakte knüpfen will.

Die Ergebnisse wurden übrigens auch mit diversen Störfaktoren verglichen. Unter anderem wurde bei unsicheren Wohngemeinden oder einem schlechteren sozioökonomischen Status in der Gegend ebenfalls der positive Effekt auf die Kriminalitätsrate festgestellt.

Guido

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