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Besser leben Studie zeigt: So zu wohnen kann uns glücklicher machen

Besser leben: Drei Freundinnen lachen gemeinsam in die Kamera.
© Jacob Lund / Adobe Stock
Wenn wir uns unter unseren Nachbar:innen wohlfühlen, steigert das auch unsere Laune und Zufriedenheit. Doch was kann da helfen? Eine neue Studie hat möglicherweise die Antwort.

Je mehr Kulturen auf einem Fleck, desto besser. So scheint der Befund einer Studie aus Washington D.C. zu lauten. Sie untersuchte die Zufriedenheit der Bewohner:innen in diversen Nachbarschaften. "Die Wahrnehmung ist oft, dass Gegenden mit vielen Kulturen instabil sind, gerade dadurch, dass weiße Familien oft wegziehen. Unsere Forschung könnte aber helfen, den Menschen zu zeigen, dass sich die Lebensqualität dort langfristig verbessern kann", erklärt Michael Bader, leitender Autor der Studie. 

Vorurteile abschaffen

Vor einer Generation hätten Studien oft herausgefunden, dass vor allem weiße Menschen gemischte Nachbarschaften negativ sehen, so Bader. Deswegen fokussierte er sich mit dem Forschungsteam auch auf Washington D.C., wo die Vororte und Viertel die höchste Anzahl an integrierten Kulturen vorweisen. 1.500 Bewohner:innen in 100 multi-kulturellen Nachbarschaften wurden befragt. Ganze 70 Prozent von ihnen gaben an, dass sie glücklich in ihrer Nachbarschaft seien. Die Einstellung habe sich damit laut den Forschenden deutlich zum Positiven verändert. Das könnte daran liegen, dass es Vorurteile abbauen kann, wenn Menschen regelmäßig mit anderen Kulturen zusammentreffen. Das wurde beispielsweise unter Freund:innen mit unterschiedlichen Religionen oder Ethnien herausgefunden. In einer weiteren US-Studie mit 300.000 Befragten gaben Bewohner:innen außerdem an, in Nachbarschaften mit einer höheren Anzahl an Schwarzen Menschen zufriedener zu sein.

Ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl

34,5 Prozent der Menschen aus den untersuchten Nachbarschaften der Studie von Michael Bader gaben an, dass sich ihre Gegend in den vergangenen Jahren verbessert habe. 54 Prozent sagten, die Situation sei gleich geblieben – und nur 11,5 Prozent meinten, dass sie sich verschlechtert hätte. Diese Angaben machten sowohl Weiße als auch Schwarze und Lateinamerikaner:innen. Allerdings waren Schwarze, Asiat:innen und Latinos:Latinas öfter der Meinung, dass sich die Nachbarschaft verbessert hätte, als Weiße. Fakt ist leider, dass es nicht hilft, Menschen mit verschiedenen Hintergründen auf einer Stelle zu platzieren. Es muss auch ein Kennenlernen untereinander stattfinden. Forscher:innen fanden beispielsweise heraus, dass diverse Gemeinden generell auch die Wahrnehmung des Werts von Diversität verbesserten. Dieses Ergebnis sei aber bisher nicht repräsentativ.

Verwendete Quellen: phys.org, researchoutreach.org, npr.org

lkl Guido

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