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Einmal freimachen, bitte! So bringt der Nude-Wohntrend hüllenlos Stil in die Bude

Wohntrend Nude
© ImageFlow / Shutterstock
Alles raus! Das Frühjahr verleitet die Menschen zu einem Neuanfang. Da kommt das Nude Design doch genau richtig, um sich von ein paar Altlasten zu trennen.

Mannomann: Im Laufe seines Lebens sammelt man so einigen Klimbim an. Da ist der Ton-Engel von Oma Gertrud, der keinerlei dekorativen, dafür sehr viel emotionalen Wert aufweist. Die verstaubte Kerze, die wir im Winter anzünden wollten, für die dann aber noch noch der richtige Halter fehlte. Die Trockenblumen, die ihre beste Zeit definitiv schon vor Anschaffung hinter sich hatten und mehr Staub als Stil versprühen.

Da wird uns die erste Frühlingssonne zum Feind – und Freund zugleich. Denn sie wirft schonungsloses Licht auf die Staubfänger unseres Zuhauses, sodass wir uns am liebsten gleich aller entledigen wollen! Das ist gar keine schlechte Idee. Denn das Nude Design erobert langsam, aber sicher die Interior-Welt, lässt aufgeräumte Zimmer und klare Köpfe zurück. Kribbelt es dir auch schon in den Fingern? Hier erfährst du, wie du den Wohntrend bei dir umsetzen kannst.

Einmal freimachen, bitte

Keine Sorge, nicht du, sondern deine Wohnung. Schritt Nummer eins auf dem Weg zum Nude-Look ist tatsächlich: rigoroses Nackigmachen. Heißt im Interior-Fall: einmal alle Deko, Bilder, ja auch alle rumliegenden Decken und Kissen wegräumen, bitte. Am besten sogar auch die Möbel, die seit Monaten nicht genutzt wurden (legst du wirklich deine Füße auf den Pouf oder ist er eher Zeitungsständer?). Jetzt haben wir die Chance, den Raum einmal in seiner Natürlichkeit, ganz nackig, zu betrachten. Wirkt schon befreiend, oder?

Wohntrend Nude: Küche
© ImageFlow / Shutterstock

Weniger ist mehr

In Schritt zwei können wir jedes Element einmal einzeln betrachten und überlegen, ob und wie es noch in den Raum und vor allem Stil passt, den wir uns vorstellen. Bedenke dabei: Räume wirken deutlich größer, je weniger darin steht. Also bitte nicht zu voll stellen, sondern lieber nach dem Motto "Kill your Darlings" handeln und Herzensstücke auf den Dachboden verfrachten. Auch Spiegel können das Zimmer noch einmal optisch vergrößern.

Freizeit fürs Gehirn

Ein aufgeräumtes Sichtfeld sorgt für aufgeräumte Gedanken – das kennt jede:r, der schon einmal im Stress dem Putzfimmel verfallen ist. Im Nude-Look wollen wir uns möglichst minimalistisch einrichten, sprich, Hüllen fallen lassen, in dem Fall die Sofas von vielen Decken und Hussen befreien. Auch von offenen Regalen halten wir lieber bei diesem Wohntrend lieber Abstand. Große Freunde des Interior-Stils sind wiederum smarte Möbel, also beispielsweise geschlossene Kommoden mit viel Stauraum, in denen alles verschwinden darf. So wirken die Oberflächen clean. Ausgewählte Stücke, wie eine passende Vase, können Akzente setzen. 

Wohntrend Nude: Essbereich
© ImageFlow / Shutterstock

Mit natürlichen Farben arbeiten

Na, ein bisschen Farbe darf es dann aber doch noch sein. Natürliche Töne, passen wunderbar in den Interior-Style, sie können in Räumen mit wenig Möbeln und Deko noch einmal farblich neue Strukturen schaffen. So lassen sich zum Beispiel mehrere Töne, ruhig ins Terrakotta-, Mokka- oder Lachsfarbene, wunderbar miteinander kombinieren. Auch verschieden gestrichene Wände – in gedeckten Farben! – können neue Ebenen im Raum schaffen.

mjd Guido

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