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Laut Psychologin 3 Wege, dem Herbst-Blues jetzt zu begegnen

Eine Frau steht lachend draußen im Herbst
© Dasha Petrenko / Adobe Stock
Ab Oktober kann es draußen ungemütlich werden, vor allem mit dem schwindenden Sonnenlicht. Glücklicherweise können wir aber etwas gegen die uns erfassende Trägheit und den Unmut tun.

Die US-Psychologin Susan M. Pollack rät bei schlechter Stimmung im Herbst und kommenden Winter zu drei einfachen Veränderungen, die einen Unterschied im eigenen Gemüt machen können. Das Beste: Es müssen aber nicht alle Schritte zeitgleich sein, erklärt die Psychologin auf "Psychology Today". Es sei auch möglich, erst einmal nur mit einer der Übungen zu beginnen und die anderen später hinzuzufügen. Zwingend notwendig sei das aber nicht. Hier kommen drei Tipps, die die Expertin Menschen mit Herbst-Blues rät:

Gehe aufmerksamer durch den Herbst

Es gibt viele schöne Dinge, die wir ignorieren, wenn der Herbst-Blues uns packt. Auf einmal sehen wir nur das Schlimmste an der in vielen Momenten auch sehr schönen Jahreszeit und es gilt nun, diese Einstellung zu ändern. Mache einen Spaziergang, am besten im Wald und beobachte in aller Ruhe dein Umfeld: bunte Blätter, heruntergefallene Kastanien, eine angenehme warme aber bereits leicht frische Brise. Wenn wir uns auf diese Dinge konzentrieren, fällt es uns leichter, das Schöne zu sehen.

Was ebenfalls helfen kann, sind Spaziergänge und Momente, die sich komplett auf die Saisonalität der Dinge richten. Nur jetzt gibt es die bunten Blätter, die wir beispielsweise auch wie früher als Kind sammeln und trocknen können. Nur jetzt können wir die heruntergefallenen Kastanien und Haselnüsse aufsammeln und uns dekorativ ins Wohnzimmer legen. Oder wir feiern den Herbst mit leckeren Kürbisrezepten oder einem frischen Apfelkuchen – denn auch die schmecken im Herbst besonders gut. Wenn es dir selbst schwerfällt, dich zu diesen Ideen zu bewegen, gibt es eine weitere Idee: Gemeinsam mit Freund:innen, einem:einer netten Nachbar:in oder der Familie macht es natürlich doppelt Spaß.

Kleine sportliche Betätigungen

Laut Susan M. Pollack reichen schon kleine "Sport-Snacks" für bessere Laune aus. Fange mit einer kleinen Runde um den Block an. Täglich nur zwei bis fünf Minuten zu Fuß seien bereits gut. Und wenn dich dann der Elan packen sollte, steigere dich mit der Zeit etwas, nachdem du eine Weile dieser Gewohnheit nachgegangen bist. Auch weitere Sporthappen sind natürlich immer gut. Denn auch wenn die Sportmuffel unter uns das nicht gerne hören: Körperliche Betätigung hilft nun einmal dabei Glückshormone wie Dopamin oder Serotonin auszuschütten. Übrigens: Manche Spiele wie Boule oder Wikingerschach eignen sich hervorragend für einen schönen Herbsttag am Wochenende. Oder wie wäre es damit, einfach das Kind in dir herauszulassen und eine Runde Drachen zu steigen?

Die Gedanken neu ausrichten

Wenn es uns nicht so gut geht, neigen wir als Menschen sehr dazu, negative Gedanken immer und immer wieder in unserem Kopf abzuspielen und die Situation nur noch aus dem einen Blickwinkel zu betrachten. Um das zu verhindern, sei es wichtig, das eigene Gehirn herauszufordern und diese Gedankengänge umzuprogrammieren. Es gehe darum, zu erkennen, was einen im Moment stört und zu lernen, weniger auf dieses Problem zu reagieren, so die Psychologin. Ist es die Dunkelheit, die dich am meisten stört? Dann schnappe dir eine Freundin in der Mittagspause und gehe eine Weile nach draußen, um deine tägliche Reserve an Sonnenlichtlaune aufzufangen.

Ist es die Sorge vor neuen Regelungen oder Begrenzungen im Corona-Herbst und -Winter? Dann überlege, ob deine Ängste wirklich berechtigt sind. Gibt es Einschränkungen, auf die du dich einstellen musst – oder geht das Leben möglicherweise auch ganz normal weiter? Geh vielleicht einfach mal wieder einen Kaffee mit Freund:innen trinken oder trefft euch zu einem Filmabend. Versuche dich auf eine der besten Möglichkeiten einzustellen anstelle auf das negative Endergebnis. Erkenne deine Sorgen und beurteile sie logisch oder rede mit deinen Liebsten über die Ängste, wenn du selbst zu sehr feststeckst. Jede Situation kann auf unfassbar viele verschiedene Arten enden. Und auch unser eigenes Mindset spielt dabei eine Rolle.

Verwendete Quellen: Psychology Today

lkl Guido

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