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Psychologie 6 Fragen, die wir guten Freund:innen öfter stellen sollten

Psychologie: Freundinnen liegen auf der Wiese
© Maskot / Getty Images
Psychologie: Mit guten Freund:innen spricht man über alles und nichts. Doch insbesondere wenn man sich nicht so oft sieht, versinkt man schnell im Smalltalk. Schluss damit: Diese Fragen haben unsere Freund:innen wirklich verdient – und wir ihre Antworten.

Gute Freund:innen kennen wir irgendwann fast so gut wie uns selbst. Zumindest meinen wir das. Bei langjähriger Freundschaft spielt uns unser Gehirn nämlich gern einen Streich. Wir denken, wir hätten denselben Menschen wie vor 20 Jahren vor uns – nur dass er:sie sich sicherlich genauso weiterentwickelt hat wie wir selbst. Und dann stehen wir plötzlich da und der:die beste Freund:in kommt uns fremd vor.

Das passiert gar nicht so selten – und ist eigentlich auch kaum verwunderlich. Der Alltag ist nicht nur für romantische Beziehungen eine Belastungsprobe, auch in Freundschaften schleicht sich über die Jahre die Gewohnheit ein. Und plötzlich spricht man nur noch über die gleichen Dinge. Den Job und wie stressig er ist. Die alte Freundin von damals und was aus ihr geworden ist. Und das neue Rezept, das wir ausprobiert haben. Was wir dabei nicht merken: wir entfernen uns voneinander, obwohl wir uns regelmäßig sehen. 

Dabei reden wir doch noch. Wir fragen nur nicht mehr. In der Schnelllebigkeit des Erwachsenenlebens verändert sich die Dynamik einer Freundschaft zwangsläufig. Treffen werden seltener, Themen oberflächlicher. Wie kann man das vermeiden? Wie schafft man es, weiter Tall- statt Smalltalk zu führen – und sich nicht im Alltag zu entfremden? Indem man die Fragen stellt, die man vielleicht schon 100 Mal gefragt hat. Denn die Antworten darauf können sich verändert haben – so wie unser:e Freund:in selbst.

6 Fragen, die gute Freund:innen immer wieder verdient haben

Wie geht es dir wirklich?

Wenn's schnell gehen muss, antworten wir selten ehrlich auf die Frage, wie es uns geht. Wer nachfragt, signalisiert, sich Zeit nehmen zu wollen – und wirkliches Interesse zu haben.

Wie kommst du damit eigentlich zurecht?

Der Trauerfall, der Umzug, die Kündigung, die Diagnose…in unserem Leben begegnen wir zwangsläufig einigen Umbrüchen. In der Akutphase sind Freund:innen immer da, dass Einschnitte das Leben aber nachhaltig verändern können und dürfen, vergisst man aber oft und konzentriert sich auf das Weitermachen. Wenn wir nach einiger Zeit nachfragen, bieten wir unseren Freund:innen Raum und das Gefühl, auch in der Verarbeitungsphase für sie da zu sein.

Was hält dich nachts wach? Wovor hast du Angst?

Wir kennen sie alle, die Grübelspiralen im Morgengrauen. Was ist es, was deinen Freund:innen gerade den Schlaf raubt? Zusammen kommen wir leichter aus dem Gedankenlabyrinth.

Bin ich gerade ein:e gute:r Freund:in?

Metakommunikation ist hier das Stichwort. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit über die Freundschaft an sich zu sprechen. Denn auch unsere Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit. 

Bist du glücklich?

Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Lebe ich wirklich mein Leben oder eins nach den Vorstellungen meiner Eltern, meiner Partner:in oder meines Kindheitsideals? Diese kleine Frage kann der Türöffner für große Themen sein.

Wollen wir zusammen Urlaub machen?

Ein Urlaub mit Freund:innen kann so gut tun! Wann hat man das letzte Mal so viel Zeit miteinander verbracht? Zusammen Neues erleben, über alles reden, was im Alltag untergeht oder einfach mal wieder gemeinsam schweigen. Eine Reise ist die beste Möglichkeit, gemeinsam aufzutanken. 

mjd Guido

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