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Hier stimmt was nicht! Körpersignale, die dich warnen wollen

Diese Körpersignale sagen dir: "Hier läuft gerade etwas schief!"
Diese Körpersignale sagen dir: "Hier läuft gerade etwas schief!"
© kkgas/Stocksy / Adobe Stock
Gewisse Körpersignale sollen dich darauf hinweisen, dass eine Situation gerade überhaupt nicht angenehm ist. Auf diese Merkmale solltest du achtgeben.

Du stehst einer Person gegenüber, eigentlich scheint oberflächlich betrachtet alles in Ordnung zu sein, aber irgendetwas stimmt nicht. Du spürst es in deiner Haltung, deinen verschränkten Armen, deiner unbequemen Sitz- oder Stehposition, deiner Stimme, die du kaum wiedererkennst. In solchen Situationen will dir deine Psyche etwas sagen und nutzt deinen Körper als Boten: "Hier stimmt etwas nicht, pass auf! Oder noch besser: Geh aus dieser Situation heraus!"

Wir alle kennen Situationen, in denen es uns nicht gut geht, manches Mal können wir es schon in dem Moment greifen und entsprechend reagieren, andere Male erkennen wir erst im Nachhinein, wie unwohl wir uns gefühlt haben. Tatsächlich kann bereits eine Fokussierung auf unseren Körper dabei helfen zu erkennen, dass wir uns mit einer Situation nicht wohlfühlen. So können wir gezielt darauf reagieren, das Unwohlsein beispielsweise verbalisieren oder uns aus der Situation heraus begeben.

Diese Körpersignale wollen dich darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht stimmt

Auf diese Körpersignale solltest du achtgeben: Sie zeigen, dass eine Situation gerade unangenehm ist
Auf diese Körpersignale solltest du achtgeben: Sie zeigen, dass eine Situation gerade unangenehm ist
© kkgas/Stocksy / Adobe Stock

Nicht nur an dir selbst kannst du mit den folgenden Merkmalen erkennen, dass du dich mit einer Situation unwohl fühlst: Wenn dein Gegenüber eines oder gar mehrere dieser Körpersignale aussendet, scheinst du (oder etwas/jemand anderes) sie gerade nervös zu machen. Hierbei kann es helfen, die Person mitfühlend darauf anzusprechen und anzubieten, die Situation aufzulösen.

Das starke Gefühl überkommt dich, dich zu bewegen

Der Drang zur Bewegung ist ein häufiges Zeichen für Nervosität. Der Körper versucht das angestaute Adrenalin im Körper abzubauen, was die Nerven beruhigen soll.

Deine Hände oder Füße zucken

In großen Momenten der Angst oder des Unbehagens kann dich ein Zucken in den Händen und/oder Füßen überkommen. Wenn sich die Situation gerade nicht auflösen lässt, kann es hilfreich sein, sich einen Gegenstand zu nehmen, an dem du dich "festhalten" kannst.

Es fällt schwer, Augenkontakt aufrechtzuerhalten

Wer sich schwer damit tut, dem Gegenüber längere Zeit in die Augen zu blicken, den:die quälen unter Umständen gerade Angst, Nervosität oder Schüchternheit. Womöglich ist der Inhalt des Gesprächs gerade sehr unangenehm – sollte die andere Person das nicht merken, ist das vielleicht der Moment, sie darauf aufmerksam zu machen.

Du weichst von deinem Gegenüber zurück

"Wenn du dich nicht wegbewegen kannst, verschließt du dich so weit wie möglich, indem du dich abwendest, dich mit deinem Oberkörper zurückziehst oder die Arme und Beine verschränkst", erklärt die Kommunikationsexpertin Alison Henderson im Gespräch mit dem Online-Magazin "Bustle". Dies sei eine "blockierende Körpersprache", die wir unbewusst anwenden würden, um uns zu schützen. 

Du versuchst dich unterbewusst zu beruhigen

Vielleicht wackelst du mit dem Bein, vielleicht wickelst du eine Haarsträhne um den Finger – jeder Mensch hat unterschiedliche nervöse Angewohnheiten. Wir bemerken meist gar nicht, dass wir etwas tun, bis wir darauf angesprochen werden – oder wir einen Blick für unsere Körpersignale und ihre Bedeutung entwickeln.

Was tun, wenn der Körper Warnzeichen sendet?

Wir alle kennen Situationen, in denen wir uns nicht wohlfühlen und manchmal mag es uns schwerfallen, das zu verbalisieren, weil wir beispielsweise nicht "schwach" oder "labil" wirken wollen. Aber Fakt ist doch: Jeder Mensch hat eine Komfortzone, in der die persönlichen Grenzen individuell sind. Während für die eine Person sehr intime und sensible Themen kein Problem darstellen, empfindet die andere sie als übergriffig. Körperliche Nähe mag für manche kein Problem sein, andere brauchen ihren "personal space" um sich, damit es ihnen gut geht. 

Ich fühle mich mit diesem Thema nicht wohl, können wir bitte über etwas anderes reden?

Das Wichtigste ist, dass niemand eine ungemütliche Situation "zu ertragen" hat. Vielmehr zeugt es von innerer Stärke und Reflexionsvermögen, wenn man die eigenen Grenzen kennt und verteidigen kann. Natürlich auf eine freundliche, aber bestimmte Weise, zum Beispiel mit Aussagen wie: "Ich fühle mich mit diesem Thema nicht wohl, können wir bitte über etwas anderes reden?" oder "Ich mag es nicht, wenn mir eine Person so nahekommt. Können wir bitte unseren Abstand vergrößern?"

Wer Körpersignale kennt, die auf Nervosität und Unwohlsein hinweisen, der:die kann auch bei anderen Menschen viel besser erkennen, wenn eine Situation gerade nicht schön für jemanden ist. Denn meist ist es doch so: Die wenigsten Leute wollen beabsichtigt ein ungutes Gefühl in ihrem Gegenüber wecken. Wenn man die Zeichen kennt, kann man auch von sich aus etwas sagen. 

Sätze wie "Ich habe das Gefühl, dir geht es gerade mit dem Thema nicht so gut. Wollen wir über etwas anderes reden?" oder "Ist alles in Ordnung? Ich habe das Gefühl, dass es dir nicht gut geht" können der anderen Person helfen, sich ihrer eigenen Gefühle gewahr zu werden oder ihr den kleinen Anstupser geben, diese laut auszusprechen.

Verwendete Quellen: hyperhidrosiscumc.com, psych2go.net, bustle.com 

cs Guido

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