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Paula Lambert Das ist ihre wichtigste Message an Frauen

Paula Lambert: Das ist ihre wichtigste Message an Frauen
© PrimaDonna / PR
Die meisten kennen es: Wir fühlen uns manchmal richtig wohl in unserem Körper und dann machen wir wieder einen großen Bogen um Spiegel. Auch Buchautorin und Moderatorin Paula Lambert hat das Szenario lange durchlebt. Im Interview spricht die PrimaDonna-Markenbotschafterin über Selbstbewusstsein, Körpergefühl und ihren größten Wäsche-Fail.

Wer sich mit sich und in seinem Körper wohlfühlt, strahlt das auch aus! Davon ist Paula Lambert überzeugt. Sie selbst hat einen langen Weg hinter sich, auf dem sie gelernt hat, was die Liebe zu sich selbst und dem eigenen Körper ausmacht. Diese Lektion will sie an alle Frauen da draußen weitergeben.

Seit Jahren bricht die Sexpertin und Autorin mit Tabus und spricht offen über vermeintliche Schwächen. Ihre Kollektion gemeinsam mit PrimaDonna soll Frauen jetzt zum Beispiel Mut machen, über ihren Körper und größere Brüste zu sprechen. Auch Paula nimmt bei diesem Thema kein Blatt mehr vor den Mund und plaudert ehrlich drauf los. Im Interview wollten wir von ihr wissen, wie wir uns eine Scheibe ihres Selbstbewusstseins abschneiden könnten.

Guido: Wie hast du gelernt, dich selbst zu akzeptieren und deinen Körper zu lieben?
Paula Lambert: Das war ein sehr langer Prozess, denn ich habe mich am Anfang überhaupt nicht selbst geliebt oder akzeptiert. Als ich dann angefangen habe, Bücher zu dem Thema zu schreiben, begann eigentlich erst so richtig meine Reise. Kurz gesagt: Jahrelange Therapie, ich habe viele Bücher dazu gelesen und mich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Bis man irgendwann versteht, dass man schon ganz okay ist.

Was ist dein wichtigstes Prinzip, das du an Frauen weitergeben möchtest?
Wenn ihr das Gefühl habt, ihr habt Schwächen oder Krummheiten in euch, dann raus damit! Verheimlicht sie nicht, behaltet sie nicht für euch. Wir müssen uns nicht verstecken. Verletzungen würde ich immer vor mir hertragen. Das kann auch den Vorteil haben, dass die Leute, die dir wehtun wollen, das auch tun und sich damit selbst sofort aus deinem Leben aussortieren. Damit stärkst du nicht nur dich selbst, sondern auch deinen Freundeskreis. Die Menschen die bleiben wollen, bleiben.

"Mit großer Oberweite kann ich das nicht tragen." Diesen Satz hören wir oft von Frauen. Was würdest du ihnen raten?
Der Hauptgrund, warum ich diese Kooperation mit PrimaDonna eingegangen bin, ist, dass ich weiß, wie blöd man sich manchmal mit sehr großen Brüsten fühlt. Und wie problematisch das ist. Auch gesellschaftlich findet das Thema zu wenig Platz. Aber tatsächlich ist es so wesentlich, dass man auch diesen Teil seines eigenen Körpers einfach mal akzeptiert und anerkennt. Ich hab jetzt zum ersten Mal einen BH, der mich unterstützt – im wahrsten Sinne des Wortes. Das gibt so ein anderes Körpergefühl.

Du hast ja gerade schon gesagt, wie wichtig dir gute Unterwäsche ist. Was war denn dein größter Wäsche-Fail?
Also ich hatte mit meiner Schwester mal einen Wettbewerb darüber, wer die hässlichste Wäsche anhat. Und als ich noch im Dating-Zirkus unterwegs war, hatte ich vergessen, dass ich genau an dem Tag eine dieser Wettbewerbs-Unterhosen anhatte. Es war ein String mit wenig Stoff. Er hatte ein riesiges Herz drauf und Tüll-Umrandung auf dem Venus-Hügel.

Durch die Pandemie sind viele von uns noch unsicherer mit sich selbst geworden. Wie gehst du mit solchen Ängsten um?
Ich habe auch bei mir gemerkt, dass es mir schwerer fällt, in einer großen Menschenmenge zu sein. Der soziale Akku ist einfach schneller leer. Und ich glaube, dass wir das wieder trainieren müssen. Die Zeit hat mich auch gelehrt, ein bisschen wählerischer zu sein, mit wem ich meine Zeit wie verbringen will und mit wem nicht. Und das find ich wiederum sehr wertvoll.

Danke für das Gespräch, liebe Paula!

Guido

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