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Selbstbewusstsein So fühlst du dich weniger angegriffen

Selbstbewusstsein: So fühlst du dich weniger angegriffen
Selbstbewusstsein: Mit diesen Tipps fühlst du dich weniger angegriffen
© ponta1414 / Adobe Stock
Kritik von anderen kann unser Selbstbewusstsein ganz schön zermürben. Wir haben ein paar Tipps, mit denen du es schaffst, dich weniger schnell angegriffen zu fühlen.

Es gibt Themen, bei denen reagieren wir grundsätzlich sehr sensibel und ein kleiner verbaler Pikser kann sich schnell wie ein Dolchstoß anfühlen. Das Problem an der Sache ist: Über kurz oder lang werden wir alle in unserem Leben mit Kritik konfrontiert werden, sie ist ein selbstverständlicher Teil des Lebens. Wichtig ist dabei vielmehr, wie wir mit dieser Kritik, ob sie von Partner:innen, Freund:innen, der Familie oder im Job kommt, umgehen. 

Damit dich eine Kritik von außen zukünftig nicht so sehr verletzt, haben wir für dich ein paar Tipps gesammelt, die dich besser für Konfrontationen solcher Art wappnen sollen.

Selbstbewusstsein stärken: Hinterfrage deinen eigenen Perfektionismus

Du hast dir mit einer Aufgabe wirklich unheimlich viel Mühe gegeben – wie kann die andere Person es dann bitte wagen, deine Arbeit zu kritisieren? Erkennst du dich in diesem Satz wieder? Es gibt einen Unterschied, ob ein Mensch übersensibel ist oder perfektionistisch. Gerade letztere Sorte von Mensch steckt sehr viel Arbeit in etwas, um möglichst "unangreifbar" zu sein. Wenn das Ergebnis dieser doppelt und dreifach so harten Arbeit dann kritisiert wird, scheint das all die Mühe rückwirkend nutzlos zu machen.

Du selbst, mit deinen "Fehlern" und "Schwächen", bist genug.

Was also tun? Beim nächsten Mal noch viel mehr Arbeit hineinstecken, um wirklich sicherzugehen, dass absolut niemand einen negativen Kommentar in deine Richtung aussprechen kann? Sicherlich, das geht. Aber vielleicht kannst du stattdessen deine eigenen (vielleicht viel zu hohen) Ansprüche kritisch hinterfragen. 

Niemand ist perfekt und niemand sollte von dir Perfektion erwarten

Es ist absolut in Ordnung, Ecken und Kanten zu haben. Niemand, wirklich niemand ist perfekt. Du selbst, mit deinen "Fehlern" und "Schwächen", bist genug. Und deswegen ist es auch absolut in Ordnung, wenn du etwas ablieferst, was ebenfalls nicht "perfekt" ist – denn das sollte niemand von dir erwarten, am allerwenigsten du selbst.

Wie stehst du zu der Person, die dich kritisiert?

Wer ist das denn eigentlich, der:die dich da kritisiert? Was bedeutet diese Person für dich? Ist es jemand, den du respektierst und dessen Meinung du schätzt? Oder ist es eine vollkommen fremde Person, mit der du noch nie eine tiefergehende Konversation hattest? 

"Psychology Today" fasst das sehr anschaulich zusammen: "Würdest du Wasser aus einer Bergquelle genauso gerne trinken wie aus der Pfütze unter dem Müllcontainer?" Nein, eher nicht. Denn die Quelle ist wichtig. Dein Lieblingsmensch, der dich als Ganzes sieht und schätzt, ist die Bergquelle. Der:die Hater:in auf Instagram ist die Müllcontainerpfütze.

Distanziere dich von den Menschen, die dir nicht guttun

Menschen, die dich konstruktiv kritisieren, tun dies, weil sie dir helfen wollen und das beste für dich möchten. Natürlich hat auch das irgendwann seine Grenze erreicht, die du im besten Fall freundlich, aber bestimmt kommunizierst. Es gibt allerdings auch Menschen, die andere verbal herunterziehen, in der Hoffnung, sich dadurch selbst emporheben zu können (Spoiler: Das gelingt ihnen nie wirklich). 

Wer dich nicht als den Schatz sieht, der du bist, hat dich in seinem:ihrem Leben auch nicht verdient.

Ein Mensch, der dich immer nur kritisiert und angreift, ist womöglich ein Mensch, der dir einfach nicht guttut und von dem du dich im Zweifel distanzieren solltest. Zunächst einmal gilt es der Person klar zu sagen: Bis hierher und nicht weiter! Sollte sie das ignorieren, dann bist du besser daran, weiterzuziehen. Wer dich nicht als den Schatz sieht, der du bist, hat dich in seinem:ihrem Leben auch nicht verdient.

Lass los

Wer kennt es nicht: Man muss sich einen Spruch von einer anderen Person anhören, der tief sitzt und ist in dem Moment wie gelähmt. Oft fällt uns erst Stunden später ein guter Konter ein, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und wir stellen uns vor, wie der anderen Person die Kinnlade herunterfällt, Zeug:innen um uns herum bewundernd aufstöhnen und vielleicht klatscht sogar die ein oder andere Person – so clever war unser Spruch! 

Was willst du aus der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft mitnehmen?

Und dann sind wir wieder in der Realität und bemerken: Nein, so war es nicht. Es kann guttun, sogar sehr befreiend sein, unangenehme Situationen in einem Tagtraum erneut zu durchleben und mit einem für uns besseren Ende zu versehen. Aber es wird problematisch, wenn unsere Gedanken stets nur um solche schlimmen Momente kreisen. Irgendwann – und das passiert besser früher als später – ist es an der Zeit, loszulassen. Die Dinge sind geschehen, wie sie geschehen sind. Viel wichtiger ist doch: Was wollen wir jetzt daraus machen? Wie wollen wir zukünftig damit umgehen, wenn wir derart angegriffen werden?

Es ist nicht nur schlecht, etwas persönlich zu nehmen

Das mag überraschend kommen, schließlich soll der Artikel ja Tipps geben, wie man sich am besten weniger von Aussagen anderer angegriffen fühlen kann. Aber es muss auch klar gesagt sein: Etwas persönlich zu nehmen, ist nicht nur "schlecht". Denn am Ende zeigt es, dass uns etwas wichtig ist. 

Wer nichts persönlich nimmt, dem:der ist auch alles egal. Für etwas zu brennen, etwas eine große Bedeutung zuzumessen, das sind Dinge, die uns unter anderem ausmachen, die uns zu einem Individuum machen. Lass dir von niemandem sagen, dass du "zu sensibel" oder "zu empfindlich" seist und dich "ständig über Nichtigkeiten aufregst" – die anderen Menschen haben nicht in deinem Namen zu beurteilen, was eine "Nichtigkeit" ist und was nicht. 

Nicht zuletzt: Du bist wertvoll

Du bist wundervoll und trotzdem – oder eher gerade deswegen – nicht perfekt. Das ist absolut in Ordnung. Steh dafür ein, was dir wichtig ist, setz deutlich deine Grenzen und bewahre dir deine Leidenschaft für die Dinge. Deine Arbeit, dein Hobby, deine Beziehung zu deinen Mitmenschen – das sind alles Dinge, die zu deinem wunderbaren, chaotischen und perfekt-unperfekten Leben dazugehören.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

cs Guido

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