VG-Wort Pixel

Mach es richtig! So lernen wir stolz zu sein, ohne uns angeberisch zu fühlen

So lernen wir stolz zu sein, ohne uns angeberisch zu fühlen
© VectorMine / Adobe Stock
„Niemand mag Angeber!“ Wir alle sind mit solchen oder ähnlichen Sprüchen aufgewachsen. Wer zu viel prahlt und sich mit eigenen Erfolgen schmück, erscheint anderen schnell abgehoben und unsympathisch. Aber ist angeben wirklich so schlecht?

Besonders im Arbeitsumfeld hört man ungern die Kolleg:innen oder sogar den:die Chef:in von eigenen Erfolgen schwärmen. Natürlich freut man sich, wenn andere ihre Ziele erreichen, trotzdem kann die Person schnell arrogant und selbstbezogen auf uns wirken. Dabei kann es uns manchmal sogar guttun, den Stolz über unsere Erfolge zu zeigen! Zumindest dann, wenn man es richtig anstellt.

Warum kann es gut sein, über seine Erfolge zu sprechen?

Die ein oder andere Sache können wir uns durchaus von Angeber:innen abgucken. Denn Prahlen muss nicht immer etwas damit zu tun haben, dass du andere schlechter darstellst. Nehmen wir "Angeben" mal beim Wort: Wenn man einfach nur "angibt", was man erreicht hat, ist doch erstmal nichts Schlechtes daran. Das kann vor allem positive Effekte auf den Selbstwert haben. Nicht ohne Grund strahlen viele Angeber:innen ein großes Selbstbewusstsein aus.

Mit Freund:innen oder Bekannten darüber zu sprechen und sich zu freuen, wenn du etwas Tolles erreicht hast, führt dir selbst vor Augen, welche Fähigkeiten und Stärken in dir stecken. Wenn sich andere dann auch noch mit dir freuen, umso besser! Eine kleine Portion Anerkennung tut dem Selbstwert gut und hält dich motiviert.

Auch bei der Arbeit kann es dir zugutekommen, wenn du beispielsweise von deinem erfolgreich abgeschlossenen Projekt erzählst. Wir sind oft so beschäftigt mit all den Dingen und Aufgaben, die zu erledigen sind, dass einem kaum bewusst ist, was andere Kolleg:innen leisten. Deinem:deiner Chef:in von einem Erfolg zu erzählen, kann dir die Wertschätzung einbringen, die im stressigen Arbeits-Alltag manchmal untergeht. Immerhin wird sich auch dein:e Vorgesetzte:r freuen, wenn Dinge gut laufen.

Sei nicht so schüchtern und sei stolz auf das, was du leistest!

Wie gebe ich richtig an, um mein Selbstbewusstsein zu stärken?

1. Bleib bei der Wahrheit

Es versteht sich eigentlich von selbst, aber du solltest beim Erzählen darauf achten, dass dein kleiner Erfolg das bleibt, was er ist. Lügen werden schnell enttarnt, weswegen du auch auf heroische Ausschmückungen verzichten solltest.

2. Geteilter Erfolg: Wir haben es geschafft!

Wenn du und deine Kolleg:innen etwas erreicht haben, ist das eine gute Möglichkeit, euch als Team zu feiern! Jede:r, der:die etwas zum Erreichen des Ziels beigetragen hat, sollte auch die Anerkennung dafür erhalten. Also vergiss die anderen nicht und freut euch alle zusammen!

3. Anerkennung richtig einfordern

Frage dein Team oder dein:e Chef:in wie ihr Erfolge am besten kommunizieren sollt, zum Beispiel in einem persönlichen Gespräch oder einer Mail. Vielleicht habt ihr ja auch eine Liste, in der jede:r sehen kann, was die anderen geschafft haben. Besonders wenn man viel im Home-Office arbeitet, kann es schnell passieren, dass der Wert deiner Arbeit übersehen wird.

4. Die richtige Dosis

Erzähle in den richtigen Momenten von deinen Erfolgen, denn in unpassenden Situationen kann es falsch verstanden werden oder untergehen. Wenn dich jemand fragt, wie es bei dir läuft, kannst du gut von einem positiven Erlebnis berichten, ohne dass es zwanghaft ankommt. Hier kannst du auch Gegenfragen stellen und die andere Person von ihren erreichten Zielen berichten lassen, so fühlen sich alle gesehen.

5. Erzähle es Freund:innen und Familie

Am Ende sind vor allem unsere Engsten diejenigen, die sich mit uns freuen. Also ruf deine:n beste:n Freund:in, Mutter oder Cousin an und lade sie ein, sich mit dir zu freuen, vielleicht haben sie ja auch was zu erzählen!

Also: Zeige deinem Umfeld, was tust und dass du gut darin bist, denn nur so bekommst du die Anerkennung, die du verdienst.

Verwendete Quellen: cosmopolitan.com, arbeits-abc.de, experteer.de

Guido

Mehr zum Thema

Unsere Lieblings-Nähanleitungen von Guido