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"Ich drück dich!" Studie liefert 4 überraschende Erkenntnisse über Umarmungen

Umarmungen haben noch nie geschadet – eine Studie beweist das nun
Umarmungen tun uns einfach gut – das ist jetzt sogar wissenschaftlich bewiesen.
© Drobot Dean / Adobe Stock
Eine lieb gemeinte Umarmung hat noch nie geschadet – im Gegenteil, wie eine neue Studie zeigt.

Gerade in der Corona-Pandemie wurde vielen Menschen klar, wie wichtig physische Berührung ist: Eine Umarmung kann nicht nur enorm stressmildernd sein, sie fühlt sich meist auch einfach gut an. Doch warum tut sie das eigentlich? Eine Studie hat sich eben dieser Frage gewidmet: Wie wirken sich Umarmungen auf unsere Laune und Zufriedenheit aus? Ergebnis vorweg: rundum gut! Die Forscher:innen konnten in ihrer Studie mit 94 Teilnehmenden vier überraschende Dinge herausfinden.

1. Samstag ist Umarmtag

Durchschnittlich haben die Proband:innen pro Tag sechs Umarmungen gehabt – während manche Menschen nie umarmten, hat die Person mit den meisten Umarmungen sage und schreibe 150-mal umarmt. Am Wochenende wurden die meisten Knuddler verteilt: Durchschnittlich gab es samstags zehn Umarmungen, dicht gefolgt vom Sonntag mit neun.

Die wenigsten Umarmungen gab es dagegen am Montag, Dienstag und Mittwoch (jeweils durchschnittlich vier) und die goldene Mitte stellten Donnerstag und Freitag dar mit jeweils sechs Umarmungen im Durchschnitt.

2. Die magische Zahl ist vier

Und wie viele Menschen dürfen sich über Umarmungen freuen? Laut der Studie waren es im Schnitt vier Menschen pro Tag. Auch hier waren die Unterschiede zwischen den beiden Extremen sehr markant: Manche Menschen umarmten ganze sieben Tage lang keine einzige Person, während auf der anderen Seite des Spektrums manche Proband:innen im selben Zeitraum 110 Leute umarmten. 

Auch hier war am Wochenende die Zahl der Umarmungen höher – höchstwahrscheinlich, weil man an diesen Tagen mehr Zeit hat, sich mit Freund:innen und der Familie zu treffen, die man eher mal in den Arm nimmt.

3. Die Wirkung der Umarmungen auf die Laune war durchweg gut

In der Studie wurde auch der Zusammenhang zwischen Umarmungen, Stimmung, Persönlichkeit und dem Gefühl von Einsamkeit untersucht. Die Erkenntnis: Menschen, die sich umarmten, hatten generell eine positivere Stimmung und fühlten sich auch weniger einsam als die Menschen, die niemanden umarmten. 

Allerdings geben die Forscher:innen hierbei zu bedenken, dass sie aufgrund des Designs ihrer Studie die Ursache für die Auswirkungen auf die Emotionen ihrer Proband:innen nicht feststellen konnten. "Es könnte also sein", schreibt Dr. Sebastian Ocklenburg, einer der Forscher der Studie, "dass Umarmungen zu einer positiveren Stimmung führen – es könnte aber auch sein, dass Menschen, die generell eine bessere Stimmung haben, eher von anderen umarmt werden."

In puncto Persönlichkeit konnte ein negativer Zusammenhang mit neurotischen Persönlichkeitstypen hergestellt werden: Menschen, die also Probleme bei der Verarbeitung von negativen Emotionen haben und eher zu Angst, Depression und Furcht tendieren, umarmten sich weniger als Menschen ohne dieses Merkmal.

4. Singles hatten mehr von Umarmungen als Pärchen

Der positive Effekt von Umarmungen ist bei Singles tatsächlich größer
Der positive Effekt von Umarmungen ist bei Singles tatsächlich größer.
© Victoria М / Adobe Stock

Zuletzt untersuchten die Wissenschaftler:innen den Einfluss von Umarmungen auf die Lebenszufriedenheit. Besonders spannend: Wie stark sich eine Umarmung auf die Zufriedenheit auswirkte, scheint abhängig vom Beziehungsstatus der Person zu sein. Bei Singles war der positive Effekt einer Umarmung viel stärker zu spüren als bei Personen, die Partner:innen hatten.

Eine Theorie, die bei der Studie selbst nicht untersucht wurde, erklärt diesen Umstand so: Bei Beziehungen gibt es (in der Regel, aber natürlich nicht immer) mehr positive Berührungen, sodass eine Umarmung nicht mehr viel Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat.

So oder so zeigt die Studie: Wir sollten uns alle wieder mehr umarmen, denn es tut am Ende allen gut. Und bitte nicht nur am Wochenende.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

cs Guido

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