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Nur Mut! 3 Tipps gegen Unsicherheit im Job

Unsicherheit im Job: Diese drei Denkanstöße sollen dir helfen, sie zu überwinden
Unsicherheit im Job: Diese drei Denkanstöße sollen dir helfen, sie zu überwinden
© kues1 / Adobe Stock
Du leidest unter Unsicherheit im Job? Damit bist du nicht allein. Wir geben 3 Tipps, damit du selbstbewusster im Arbeitsleben bist.

Bin ich gut in meinem Job? Sind die anderen besser als ich? Werde ich in meinem Bereich erfolgreich sein? Hat mein Job überhaupt einen Sinn?  Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich nicht wenigstens eine dieser Fragen schon selbst im Berufsleben gestellt hat. 

Wir verbringen oftmals 40 Stunden und mehr pro Woche mit unserem Job – da ist es ganz natürlich, dass sich auch Unsicherheiten auftun.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Wert eines Menschen gerne mit seiner Leistung gleichgestellt wird – wer viel arbeitet und "fleißig" ist, wird oftmals höher angesehen als die Menschen, für die Arbeit nicht den Mittelpunkt ihres Lebens darstellt. Wir verbringen oftmals 40 Stunden und mehr pro Woche mit unserem Job – da ist es ganz natürlich, dass sich auch Unsicherheiten auftun. 

Eine große Aufgabe, eine mögliche Beförderung, ein hohes Arbeitsaufkommen – es gibt viele Situationen, in denen wir zögern und verunsichert sind. Daran ist erst einmal nichts Schlimmes, denn schließlich zeigt unsere Unsicherheit auch, dass uns der Job auf bestimmten Ebenen wichtig ist. Aber die Unsicherheiten können uns arg zusetzen, wenn sie zu stark und oft auftreten. Wir haben 3 Denkansätze gesammelt, die dir wieder Selbstvertrauen geben sollen.

1. Du hast Schwächen und machst auch mal Fehler – das macht dich nicht inkompetent

Gerade Menschen, die zu Angst und Sorge tendieren, neigen dazu, die eigenen Schwächen zu katastrophisieren. "Ich kann diese Präsentation nicht halten, ich kann einfach nicht vor Menschen sprechen und wenn die Leute erstmal merken, wie schlecht ich darin bin, dann werden sie mir gar nichts mehr zutrauen und am Ende werde ich entlassen." Solche und ähnliche Situationen wie eine Präsentation begegnen uns im Joballtag zuhauf. Wir werden gefordert, manches Mal vielleicht mit bestimmten Dingen sogar überfordert. Fakt ist: Wir alle haben unsere Stärken und Schwächen. Manche Menschen lieben es, vor anderen sprechen zu können, andere kommunizieren lieber auf dem schriftlichen Weg.

Dinge, die dir gerade schwerfallen, müssen das nicht für immer tun

Es ist nicht hilfreich, die eigenen Schwächen zu ignorieren oder so zu tun, als würde man mit bestimmten Aufgaben keinerlei Probleme haben, um vor dem:der Vorgesetzten "gut dazustehen". Genauso wenig sollte man aber diesen "Schwächen" einen zu großen Raum schenken und sich in Grübeleien und Selbstzweifeln verlieren. Denn vieles ist auch Übungssache. Du redest nicht gerne vor anderen? Versuche dich an Vorträgen vor Freund:innen oder der Familie, kurzum: Übe die Dinge, die dir schwerfallen. Vielleicht wirst du niemals gerne vor anderen reden, doch mit der Zeit wird es dir sicherlich nicht mehr wie eine unüberwindbare Aufgabe vorkommen.

2. Deine Kolleg:innen können manche Dinge vielleicht besser als du – das bedeutet nicht, dass du nichts kannst

Auf den ersten Denkansatz aufbauend, kommen wir nun zu der besten und schlimmsten Sache, die du im Berufsalltag machen kannst: dich mit anderen Menschen vergleichen. In manchen Fällen kann es ein Ansporn sein. Da wäre die Kollegin, die es liebt, Vorträge zu halten und bei der alles immer so einfach wirkt. Sie kann ein Vorbild für dich sein, kann dir vielleicht gute Tipps geben, wie du deine eigenen "Defizite" überwindest.

Die meisten Unternehmen bestehen aus gutem Grund aus mehreren Mitarbeitenden, denn jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.

Aber leider kann es auch in die andere Richtung gehen: "Diese eine Kollegin kann besser Vorträge halten als ich, sie ist beliebter, kann gut mit der Chefin und hat sowieso ihr Leben komplett im Griff – und ich?" Solche Vergleiche sorgen nur dafür, dass du dich schlecht redest und gehen oftmals ohnehin an der Realität vorbei. 

Sieh es doch lieber so: Die meisten Unternehmen bestehen aus gutem Grund aus mehreren Mitarbeitenden. Denn jeder Mensch hat eigene Stärken und Schwächen und bei einem guten Team gleichen diese sich gegenseitig aus. Es ist nicht deine Aufgabe, jedem Anspruch im Unternehmen allein zu 100 Prozent gerecht zu werden – es ist sogar sehr gesund, in bestimmten Situationen zurückzutreten und anderen Kolleg:innen den Vortritt zu lassen.

3. Unsicherheit im Job vergeht

Überleg einmal: Wie oft fühlst du dich eigentlich unsicher? Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute in deinem Job? Unwahrscheinlich – und falls doch, solltest du vielleicht überlegen, ob der Job der richtige für dich ist. Tatsächlich ist unser Selbstbewusstsein (und damit auch unsere Unsicherheit) auch abhängig von unserer Tagesform. Nicht umsonst heißt es doch: "Heute fühle ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen!"

Wenn du dich kränklich, übermüdet, erschöpft oder schlicht lustlos fühlst, ist es auch kein Wunder, wenn du nicht die Leistung ablieferst, die du dir selbst als Richtwert gibst. Doch es gibt auch durchaus andere Tage, an denen du 120 Prozent gibst und geben möchtest. Es ist wichtig, dir auch solcher Momente gewahr zu sein und sie nicht als "Selbstverständlichkeit" abzutun. Es ist auch nicht verwerflich, an deinem Richtwert ein wenig zu schrauben, wenn er dich öfter unter Druck setzt.

Und dann kann es auch gut sein, dass es sogar an schlechten Tagen nicht viel braucht, um unser Selbstwertgefühl aufzubauen – zum Beispiel, wenn ein:e Kolleg:in uns sagt, wie gut unsere Arbeit doch ist. In solchen Momenten lohnt es sich, die Komplimente wirklich anzunehmen und bei sich zu tragen. Weswegen es auch nie verkehrt ist, selbst Komplimente an die Kolleg:innen zu verteilen.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

cs Guido

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